Mo. 18. September 2017 um 14:27

Face ID: Apple erklärt etwas mehr über die Technik und die Sicherheit

von Marcel Laser0 Kommentare

Apple verbaut die bisher wohl fortschrittlichste Gesichtserkennung in einem Smartphone, zumindest was den technischen Aspekt betrifft. Das Unternehmen ist sich seiner Sache so sicher, dass man Touch ID im iPhone X sogar dafür fallen liess, was im Moment noch für ein paar betrübte Gesichter sorgt. Es soll präziser und sicherer als der Fingerscanner sein, doch bleibt noch einiges ungeklärt. Wie verhält sich Face ID bei Veränderungen im Gesicht? Verlassen die sensiblen biometrischen Daten zur Analyse auch das Gerät? Ein hochrangiger Mitarbeiter hat nun ein paar mehr Details zur Face ID Technik verraten.

Face ID lernt selbstständig euer Gesicht kennen, Daten werden das iPhone nie verlassen

Kein geringerer als der Chef der Softwaresparte bei Apple, Craig Federighi, hat sich nun noch einmal etwas detaillierter zu Face ID geäussert und erklärt ein wenig mehr zur vorliegenden Technologie. So wird das Gesicht als detailliertes 3D-Modell gescannt und auf einem separaten Chip im iPhone als “Datenbrei”, der nur vom Prozessor verstanden werden kann, abgespeichert. Damit verhält es sich mit Face ID wie damals auch bei Touch ID: Die biometrischen Daten liegen bis zur Unkenntlichkeit verschlüsselt auf dem iPhone und verlassen das Gerät laut Apple angeblich nicht. Niemand, bis auf der Prozessor in Verbindung mit dem Schlüssel, hat Zugriff auf die Daten.

 

Zudem soll Face ID, dank künstlicher Intelligenz, im Hintergrund euer Gesicht kennenlernen können. Da ihr das iPhone X wohl mehrmals am Tag entsperrt, wird auch Face ID nach und nach mehr über euer Gesicht erfahren. Dazu zählt der Bartwuchs, Veränderungen in der Haut, das “natürliche Altern” und weitere Dinge, die mit Veränderungen zutun haben. Dank dem Dot-Projektor neben der Kamera, kann das Gesicht mit bis zu 30’000 einlesbaren Punkten verifiziert werden, während der IR-Sensor dafür sorgt, dass das Gesicht auch im Dunkeln ordnungsgemäss abgelichtet werden kann.

 

Das soll auch mit Sonnenbrillen funktionieren, die gar keinen Augenkontakt zulassen, allerdings meint Craig Federighi hier auch, dass es durchaus Sonnenbrillen gibt, die die IR-Sensoren nicht richtig durch die Brille lassen würden. Es kommt also an dieser Stelle auf die Sonnenbrille selbst an. Wie gut das alles aber funktioniert müssen erst die Tests in den Magazinen klären, dann wissen wir vielleicht auch, welche Sonnenbrillen hier gemeint sind. Ob sich Face ID dann noch an anderen Punkten orientieren kann, ist noch nicht geklärt.


Apple Face ID iPhone X
Die “True Depth” Kamera im iPhone scannt euer Gesicht ein. Eine künstliche Intelligenz sorgt für den Lernprozess.

 

 

Quelle: TechCrunch

vg-wort
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