Sa. 19. Juli 2014 um 14:27

EU kritisiert Kostenlos-Bezeichnung von Anwendungen mit In-App-Käufen

von Simon Burgermeister1 Kommentare

Games und andere Apps, die ihr Geld über ein „Freemium“- oder „Free-to-Play“-Modell verdienen, sind momentan der grosse Trend. Dabei stehen Basisfunktionen gratis zur Verfügung, wer jedoch mehr Möglichkeiten oder einen schnelleren Spielfortschritt möchte, muss dann doch Geld ausgeben. So weit so gut, doch sind nun schon etliche Fälle bekannt, in denen dann Eltern am Ende des Monats mit Schrecken feststellen mussten, dass ihre Kinder fröhlich Zusatzinhalte gekauft haben, ohne dass sie davon etwas wussten. Und daran stört sich nun auch die EU-Kommission, welche der Meinung ist, dass die Plattformen mehr gegen solche ungewollten Käufe tun müssen.

Massnahmen von Google

Für den Play Store hat Google nun erste Massnahmen angekündigt, um der EU-Kommission entgegen zu kommen. Ab September 2014 werden solche Apps und vor allem Games daher nicht mehr als „kostenlos“ bezeichnet. Zudem  werden weitere Richtlinien für Enwicklerinnen und Entwickler aufgestellt, damit die Anwendungen den EU-Gesetzen entsprechen. Schliesslich wird es auch die Möglichkeit geben, sich bei Google für Fragen und Beschwerden zu melden. Bereits jetzt in Kraft ist die Passwort-Sperre vor einem In-App-Kauf. Diese ist gibt es zwar schon länger, ist nun aber standardmässig aktiv.

Apple will sich damit befassen, iOS 8 bringt weitere Verbesserungen

Der iPhone-Hersteller aus Cupertino hat im Gegensatz zu Google noch keine konkreten Massnahmen angekündigt. Man ist der Meinung, dass die bisher bereits im Einsatz stehenden Kindersicherungen bereits effektiv seien. Auch bei Problemen oder Beschwerden sei es längst möglich, sich bei Apple zu melden. Zudem merkt der Konzern an, dass mit der im Herbst kommenden Version 8 von iOS weitere Sicherheitsfeatures dieser Art Einzug ins Betriebssystem finden werden.

Quelle: Pressemitteilung EU

Mehrere Games im Play Store
In Zukunft wird wohl bei vielen Games nicht mehr „kostenlos“ stehen.
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Eine Antwort zu “EU kritisiert Kostenlos-Bezeichnung von Anwendungen mit In-App-Käufen”

  1. metaljesus85 sagt:

    es gibt bei Googles Play Store doch eh schon die Passwort option. deckt die In-App käufe nicht mit ab?

    Was mir in letzter Zeit auch aufgefallen ist: viele solcher Apps mit In-Game käufen sprechen in werbungen oft nichtmehr von „gratis spielen“ sondern „gratis runterladen“. Meiner Meinung nach ein geschickter, aber oft irreführender Weg um das „Problem“ (zumindest für die Anbieter solche Spiele) zu lösen. Denn runterladen kann man es tatsächlich gratis …

    Hier tut sich aber ein weiteres problem auf: wenn das Runterladen der App gratis ist, dass benutzen aber nicht … Man stelle sich vor man lädt sich ein Gratis-Spiel herunten nur um dann festzustellen, dass man einen Account braucht um erst auf die Spielinhalte zuzugreifen.

    Mein Vorschlag die Situation zu regel sieht somit folgendermaßen aus: Spiele die In-App Käufe beinhalten dürfen unter keinen Umständen als Gratis beworben oder beschrieben werden. Weiters soll bei jeder Installation einer solchen App ein PopUp auftauchen, dass nochmal auf die In-App Käufe hinweist und die Option bietet mittels eingabe eines Passworts die Sperre für diese App aufzuheben. Ohne eine Aufhebung dieser Sperre können keine In-App Käufe in zusamnenhang mit dieser app stattfinden.

    Wahrscheinlich funktioniert das von Google bereits implementierte Passwortsystem eh so ähnlich. Das eigentlich Problem liegt meiner Meinung nach aber bei den Eltern. Egal wie durchdacht das system ist und wie viel mühe sich google oder sonst wer bei der ganzen sache gibt, wird es immer sonderfälle geben solang einige Eltern den Smartphone-Konsum ihrer Kinder nicht überwachen oder kontrollieren, geschweigedenn sich mit der Thematik auseinander setzen.

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