Do. 06. Juli 2017 um 15:38

EU-Kommission: Google könnte eine noch höhere Milliardenstrafe erwarten

von Marcel Laser0 Kommentare

Das nimmt langsam kuriose Züge an. Bereits vor rund einer Woche sprach die EU-Kommission gegen Google eine enorme Strafe von über 2 Milliarden Euro aus. Aber dabei wird es wohl erst einmal nicht bleiben, denn intern soll sich die EU-Kommission schon wieder auf das nächste Verfahren vorbereiten. Sollte man sich in den nächsten Wochen/Monaten während der Beratung intern einig werden, könnte die Strafe noch einmal deutlich höher ausfallen, als die zuletzt geforderte Summe.

EU-Kommission untersucht nun den Fall des Marktmissbrauchs durch Android

Wenn es gegen Google geht, dann sind die Fälle meist recht ähnlich. Auch letzte Woche wurde Google zu einer Strafe herangezogen, die sich mit der Platzierung von Werbung in der eigenen Suchmaschine richtet. Man warf dem Unternehmen vor seine eigenen Produkte vor allen anderen zu bevorzugen und verdonnerte den Konzern zu einer Strafe von über 2.4 Milliarden Euro.

 

Auch dieses Mal geht es um den Missbrauch der eigenen Marktpositon, doch ist es nicht die Suchmaschine an sich, sondern das mobile Betriebssystem Android, welches nun im Fokus steht. Die Branchenzeitung Reuters beruft sich hier auf zwei Personen, welche mit den internen Angelegenheiten der EU-Kommission, speziell in diesem Fall, vertraut sein sollen. So wird Google vorgeworfen seine eigenen Dienste durch Missbrauch der Marktposition mit Android den anderen Herstellern praktisch aufzuzwingen. So müssen diese beispielsweise immer den Chrome Browser und auch die Google Suche vorinstallieren. Das selbe gilt auch für andere Anwendungen von Google.

 

Angeblich soll zu diesem Zweck ein Expertengremium einbestellt worden sein, die den Fall nun ausgiebig zusammen mit der EU-Kommission diskutieren. Man geht davon aus, dass ein Ergebnis bereits nach drei bis vier Wochen erarbeitet sein soll, allerdings behält man sich auch vor noch etwas länger an dem Fall zu arbeiten. Man will aber unbedingt bis Jahresende mit der Erörterung abgeschlossen haben, um dann zu einem Schluss des Ganzen zu kommen.

 

Auf Nachfrage von Reuters an Google zu dem Fall und auch Fragen an die EU-Kommission wollten beide Seiten vorerst nicht kommentieren.


 

 

Quelle: Reuters

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