Mo. 29. Mai 2017 um 10:03

Computex 2017: ARM stellt Cortex-A73 CPU und Mali-G72 GPU vor

von Marcel Laser0 Kommentare

Die Computex 2017 ist in vollem Gange und ARM stellte im Rahmen dessen zwei neue Highend-Chips für kommende mobile Prozessoren vor. Viele Hersteller setzen auf das Lizenzdesign von ARM für ihre mobilen Leistungsträger und daher ist es auch hier wichtig, dass es stetige Weiterentwicklungen gibt. Mit dem Cortex-A75 und der Mali-G72 sind zwei neue Highend-Chips im Anflug.

Cortex-A75 und Cortex-A55 wird das neue Highend-Pärchen

Deutlich kleiner, effizienter und am Ende natürlich auch schneller. Das sind die Merkmale der neuen ARM-Chips, welche in Form des Cortex-A75 und Cortex-A55 auf der laufenden Computex 2017 vorgestellt wurden. Genaue Angaben über den erhöhten Leistungsschub scheint es zwar nicht zu geben, immerhin merkte ARM während der Präsentation an, dass es vor allem auf die Anwendung ankommt und welche Berechnungen durchgeführt werden müssten. So ist der Cortex-A75 bei Integer-Berechnungen rund 22 Prozent schneller und legt bei speicherlastigen Prozeduren 16 Prozent mehr Leistung drauf. Bei Float-Berechnungen liegt er Leistungszuwachs sogar bei bis zu 33 Prozent. Alle Angaben gelten bei identischem Takt zum bisherigen Topmodell Cortex-A73.

 

Möglich macht das auch eine deutlich überarbeitete Architektur, die pro Kern einen dedizierten L2-Cache mit voller Frequenz und 512 KByte Speicher vorsieht. Der L1-Cache hingegen wurde erheblich beschleunigt und die Pipelines für den Durchsatz von zwei auf drei erhöht. Als Fertigungsstruktur sollen bei beiden CPUs (A75 und A55) 10nm zum Einsatz kommen.

 

Für weniger anspruchsvolle Berechnungen kommt in Zukunft ein ARM Cortex-A55 daher, welcher selbstredend mit dem Cortex-A75 gebündelt werden soll. Erwartet werden erste Chips mit dem neuen ARM-Design für Geräte in 2018. Wir müssen also noch etwas warten, bis wir die neue Leistung und Effizienz nutzen können.


Mali-G72 soll vor allem Virtual Reality und Deep-Learning beschleunigen

Auch bei der neuen Highend-GPU hat das britische Unternehmen viele Verbesserungen vorgenommen, welche vor allem durch die Überarbeitung der Bifrost-Architektur entstanden sind. Die maximale Anzahl an Recheneinheiten bleibt zwar mit 32 Stück identisch, doch soll die Leistung bei gleicher Kern-Anzahl um rund 40 Prozent angehoben worden sein. Die Mali-G72 soll vor allem mit dem Cortex-A75 in absoluten Topmodellen verbaut werden.

 

Die Überarbeitete Architektur soll vor allem in den neu angekündigten Daydream-Standalone-Brillen für Virtual Reality für ordentliche Leistungssprünge sorgen. Zudem sollen Berechnungen für das sogenannte Deep-Learning von künstlichen Intelligenzen beschleunigt werden. Ermöglicht wird das durch einen vergrösserten und schnelleren L1-Cache, grössere Tile-Buffer und einem neu integrierten PLS. Durch die neue Technik sollen Kantenglättungsverfahren mit bis zu 4x MSAA so gut wie keine Leistung mehr beanspruchen und somit die Bildqualität bei gleichbleibender Performance deutlich erhöhen. Das kommt vor allem Anwendungen in der Virtual Reality zugute.

 

Auch die Mali-G72 GPU wird zusammen mit dem Cortex-A75 für 2018 erwartet, welche dann zusammen in absoluten Topmodellen zum Einsatz kommen soll. Auch hier müssen wir wohl noch ein wenig warten.

 

 

Quelle: ARM (Englisch)

vg-wort
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