Do. 30. Juni 2016 um 12:39

Brexit: Neben Samsung denkt auch Vodafone über Weggang aus England nach

von Marcel Laser0 Kommentare

Die Briten stimmten über den Austritt aus der Europäischen Union (EU) ab und haben diesen sogar mit einer knappen Mehrheit erreicht. Nachdem nun wenige Tage nach dem Referendum vergangen sind, denken zwei grosse Firmen, welche in London ihr europäisches Hauptquartier sitzen haben, offen über einen Abschied aus England nach.

Vodafone und Samsung wollen offenbar nach EU Austritt aus London raus

Wie Vodafone nun den meisten grossen Medien des Landes England mitteilte, denke man offen über einen Umzug aus London in ein anderes europäisches Land nach, welches in der EU vertreten ist. Schliesslich würden durch den Brexit in Zukunft unausweichliche Hürden entstehen, wenn man versucht das europäische Tagesgeschäft vom Hauptquartier lenken zu wollen, dieses sich allerdings nicht mehr in der EU befindet. Zwar wolle man erst einmal nichts übereilen, aber man würde bereits auf höchster Ebene prüfen und definitiv noch eine Entscheidung fällen. Derzeit beschäftigt Vodafone mehr als 13’000 Mitarbeiter in ganz Grossbritannien.

„In Nordrhein-Westfalen rollen wir für weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieses eng mit unserem Land verbundenen Unternehmens gerne den roten Teppich aus. Düsseldorf ist seit langem Sitz der grössten Landesgesellschaft im weltweiten Vodafone-Verbund und ein idealer Standort mitten im europäischen Binnenmarkt. Welcome.“ – Garrelt Duin im Interview mit F.A.Z.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen in Deutschland wirbt nach der Bekanntgabe von Vodafone beherzt um den Roten Riesen und den Umzug des Hauptquartier in eben jenes Bundesland. Abwegig wäre der neue Standort in Deutschland nicht, da Vodafone Deutschland bereits in Düsseldorf sitzt. Laut SPD Wirtschaftsminister Garrelt Durin würde man auch den roten Teppich ausrollen und sehe darin den idealen Standort inmitten des europäischen Binnenmarktes.

 

Laut Korea Herald denkt aber auch Samsung über den Ausstieg aus London nach, nachdem die Entscheidung des Referendums für einen Brexit fiel. Wie das Online-Magazin mit Bezug zu internen Quellen mitteilte, prüfe man derzeit eine Entscheidung über einen Standortwechsel, um weiterhin ein Hauptquartier für den Markt in der EU bereitstellen zu können. Neben Samsung ist allerdings auch ein weiteres Unternehmen betroffen: LG unterhält ebenfalls ein Hauptquartier für die EU in London. Auch hier sollen mittlerweile diverse Überlegungen stattfinden.

 

 

Quelle: Korea Herald (Englisch) und F.A.Z.

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