Di. 11. August 2020 um 8:13

WeChat verboten: Für Apple und das iPhone deutet sich Horror-Szenario an

von Marcel Laser0 Kommentare

Die Administration von Donald Trump hat ein entsprechendes Papier unterzeichnet, dass den Verbot von Apps des riesigen chinesischen Entwicklers Tencent verbietet. Darunter sind nicht nur viele Mobile Games wie beispielsweise Arena of Valor. Dem Unternehmen gehört auch einer der grössten Messenger der Welt: WeChat. Und genau auf den hat es Trump auch abgesehen. Der sehr treffsichere und seriöse Analyst Ming-Chi Kuo hingegen zeichnet für das iPhone ein sehr düsteres Bild, wenn der Verbot von WeChat tatsächlich weltweit durchgedrückt werden könnte.

Verbot von WeChat könnte iPhone-Verkäufe weltweit um bis zu 35 Prozent drücken

Wie die gut unterrichtete Apple-nahe Webseite MacRumors auf Berufung des Analysten berichtet, könnte Donald Trump Apple enormen Schaden zufügen. Sollte WeChat weltweit aus den App Stores verschwinden, prognostiziert Kuo dem iPhone einen Einbruch zwischen 25 und 35 Prozent in den Verkaufszahlen und zwar ebenfalls weltweit. Vor allem in asiatischen Ländern, wo der Messenger sehr beliebt ist, und ein Grossteil der iPhones abgesetzt werden, wäre es für Apple ein echtes Horror-Szenario.

WeChat ist für den asiatischen Raum nämlich nicht nur ein Messenger. Viele nutzen die App auch für Überweisungen, als News-Reader und sogar im produktiven Einsatz sowie im Bereich des Online-Handels. Ein Verbot der App hätte weltweit Folgen für Apple, da an dem iPhone weitere Verkäufe, wie beispielsweise die Apple Watch oder auch die AirPods gekoppelt sind. iPhone-Nutzer sind auch am ehesten bereit sich ein MacBook anzuschaffen oder weitere Apple-Produkte. Es wäre also ein bitterer Schlaf für das Unternehmen mit dem am meisten verkauften Smartphone der Welt.

Laut Kuo gäbe es aber auch ein durchaus erträglicheres Szenario. Sollte das Verbot von WeChat lediglich die USA betreffen, wären im schlimmsten Fall vielleicht Einbrüche von bis zu 6 Prozent über die gesamten Produktlinien möglich. Was jetzt vergleichsweise wenig klingt, wäre zwar immer noch ein heftiger Schlag für Apple, aber bei weitem nicht so schlimm wie ein Rückgang von bis zu 35 Prozent. Man darf gespannt sein, wie der Konzern aus Cupertino reagiert und was für Auswirkungen die Bann-Welle gegen chinesische Produkte noch weltweit auf weitere Unternehmen haben wird.


 

 

Quelle: MacRumors

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