Fr. 11. Januar 2019 um 9:11

Warum Apple weitere Kurskollapse bevorstehen

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Apple kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Verkaufsverbote für iPhones in Deutschland und China, Patentstreitigkeiten, Absätze und Marktsättigung tun ihr Übriges. Zudem will die chinesische Regierung weiterhin Zugeständnisse aus Cupertino. Das führte dazu, dass Erwan Rambourg, Analyst bei HSBC, die Erwartungen an den Unternehmenswert dämpfte. So auch der Hedgefondsmanager Daniel Niles beim amerikanischen Sender CNBC.


Apple Logo Aktienkurs

Niles Meinung nach sind die gerade zusammenbrechenden iPhone-Verkaufszahlen, gerade in Schwellenländern, nur ein Stein, der eine ganze Lawine zum Rollen bringen wird. Apples Strategie ist es indes, nunmehr mit Rabatten und einer grossangelegten PR-Strategie die Verkäufe anzukurbeln und vor Allem auf die Dienstleistungen rund um iOS wieder Boden gut zu machen. Diese Dienste, etwa Apple Care oder Apple Music, laufen sehr gut und machen einen grossen Teil von des Umsatzes des Tech-Giganten aus Cupertino aus.

 

Doch der Finanzexperte Daniel Niles von AlphaOne Capital sagt, in Ländern wie China mit einem durchschnittlichen Einkommen pro Kopf von 10.000 US-Dollar oder Indien mit 2.000 US-Dollar könne man kein 1.000 US-Dollar teures iPhone wirklich befriedigend verkaufen. Die hochpreisigen Geräte von Apple seien deren Kernproblem. Seiner Einschätzung nach wird der iPhone-Verkaufseinbruch auf die Service-Sparte von Apple übergreifen. Das liegt nahe, denn niemand kauft Apple Care, ohne ein Apple-Gerät zu haben und Apple Music ist auch unter iTunes auf dem Mac und PC nicht wirklich die spannendste Anwendung.

Die gefährdeten Marktanteile von Apple werden die Aktie weiter ins Trudeln bringen, so Niles.

Die Apple-Firmenanteile werden derzeit für unter 160 US-Dollar gehandelt und rauschen weiter, nachdem sie im August noch über 225 US-Dollar wert waren. An den Börsen bleibt man weiterhin eher pessimistisch, was den Tech-Giganten Apple an geht.

 

 

Quelle: CNBC (Englisch) via meedia, Yahoo Finance

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