Fr. 09. Oktober 2020 um 15:35

Apple A14 Bionic: Wie schnell wird das iPhone 12 (Pro) wirklich?

von Marcel Laser0 Kommentare

Nach unzähligen Leaks und einer Keynote ganz ohne iPhones im September, werden die iPhone Modelle für dieses Jahr erstmals im Oktober gezeigt. Am 13. Oktober erblickt dann das iPhone 12 (Pro) die Welt und dieses könnte ungewöhnlich schnell werden. Verantwortlich dafür ist abermals der hauseigene Prozessor Apple A14. Könnte das iPhone 12 (Pro) auch das bereits neu vorgestellte iPad Air schlagen?

Apple A14: Prozessor im iPad Air 2020 könnte noch gedrosselt sein

Apple stellte mit dem iPad Air nicht nur eine völlig neue Generation seiner Air-Tablets im September vor, sondern erstmals auch den Apple A14 Bionic. Normalerweise präsentiert Apple neue CPUs in seinen neuen iPhones, aber diesmal war tatsächlich ein Tablet dran. Apple gab auch unglaublich hohe Geschwindigkeitswerte an: Satte 40 Prozent schneller als der Vorgänger! Aber damit meinte das Unternemen nicht die Vorgänger-CPU, sondern das vergangene iPad Air mit Apple A12 Chipsatz. Klingen die Zahlen dann immer noch hoch?

Betrachten wir aber nun das iPad Pro aus dem Jahr 2018 mit Apple A12X und dem neuen iPad Pro 2020 mit Apple A12Z, dann kann man durchaus feststellen, dass der iPhone-Hersteller mittlerweile selbst innerhalb der gleichen CPU-Generationen unterschiedliche Leistungsklassen verwendet. Es liegt also im Bereich des Möglichen, dass das iPad Air 2020 mit einer leicht kastrierten Version des Apple A14 unterwegs ist und das iPhone 12 (Pro) als Flaggschiff Zugriff auf die gesamte Leistung des Chipsatzes erhält. Schliesslich ist das iPad Air mittlerweile die gehobene “Mittelklasse” der Apple-Tablets, jedenfalls preislich gesehen. Möglich wäre es also, aber im Grund auch nicht sehr wahrscheinlich.

 

Natürlich ist das derzeit reine Spekulation, doch gibt das Motto des Apple Events für den 13. Oktober mit “Hi, Speed” einen interessanten Hinweis. Bereits Anfang des Jahres wurde der Apple A14 in diversen Leaks als Biest bezeichnet, der alles bisher bekannte in den Schatten stellt. Der Apple A13 ist bis heute der schnellste Prozessor, der in Smartphones verbaut wird und das iPhone 12 (Pro) dürfte die Messlatte noch einmal anheben, unabhängig davon, wie viel schneller der neue Chipsatz nun auch werden mag. Das Motto “Hi, Speed” kann aber auch auf die neuen 5G-Modems zurückzuführen sein, die Apple erstmals in seinen iPhones verbaut und damit die Datenrate deutlich anheben wird.


Apple Event zum iPhone 12 (Pro)
Das Logo des neuen Apple-Events für den 13. Oktober. Die neuen iPhones kommen! Doch was macht Apple aus dem “Hi, Speed” Motto? (Bild)

Die Konkurrenz schläft aber mittlerweile auch nicht mehr: Der Snapdragon 875 mit der neuen Cortex-X1-CPU dürfte Apple den Atem im Nacken spüren lassen. Um den deutlichen Vorsprung also weiterhin zu halten, bräuchte es vielleicht sogar mehr als 40 Prozent mehr Leistung im Vergleich zum Apple A12. Dennoch könnte Apple das Wettrüsten in der CPU-Leistung erst einmal für ein oder zwei Jahre aussetzen, um sich erst einmal um andere Dinge in den Chipsätzen zu kümmern.

Fokus auf Energieeffizienz: Apple A14X könnte zum wahren Monster werden

Es könnten aber noch Argumente gegen einen deutlichen Performance-Sprung geben. Apple will zukünftig die ARM-Technologie auch in seinen MacBooks verwenden. Das iPad Pro wird voraussichtlich auch eine deutlich verbesserte Version als Apple A14X erhalten. Damit könnte der Fokus beim iPhone eher auf der GPU mit Metal (hier liegt der Leistungszuwachs zum A13 übrigens bei weit über 100 Prozent bei optimierten Spielen) und dem neuen Chipsatz für künstliche Intelligenz liegen, der einen extremen Performance-Sprung gemacht hat. Insgesamt ist Apples neuer A14-Chipsatz wesentlich stromsparender als der Vorgänger Apple A13, bei leicht verbesserter CPU-Leistung und deutlich verbesserter GPU-Leistung in Metal-Benchmarks.

Das wahre Monster könnte demnach erst der Apple A14X werden, der als ausgewachsener Chipsatz in kommenden MacBooks oder auch dem iPad Pro 2021 stecken könnte. Bisher unterschieden sich die X-Varianten teils drastisch in der Leistung vom eigentlichen Grund-Prozessor aus den iPhones. Das aktuelle iPad Pro 2020 ist teilweise schneller als ein für Notebooks entwickelter Intel Core i7 mit integrierter Grafik und wir reden hier immer noch von einer “Smartphone-CPU”. Auch wenn der Vergleich zwischen x86 und ARM oftmals eher schwierig ist, Apple hat hier in den vergangenen Jahren ein extrem leistungsfähiges Paket auf die Beine gestellt

 

Eventuell erfahren wir ja dann zum Apple Event am 13. OktoberApple Event am 13. Oktober mehr. Dann dürften auch neue Details zum Chipsatz im iPhone 12 (Pro) ans Licht kommen, zumal Apple hier durchaus einen Vergleich zum Vorgänger mit Apple A13 Prozessor ziehen könnte. Dann wissen wir auch, ob die Leistung noch einmal deutlich angehoben wird oder sich das Unternehmen damit erst in grösseren Geräten beschäftigen wird.

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