Mo. 18. November 2019 um 13:12

E-Zigaretten-Skandal: Apple schliesst Vaping-Apps aus dem App Store aus

von Marcel Laser1 Kommentare

In den USA geht die Angst vor Vaping um. Aromatisierter Dampf, konsumiert über E-Zigaretten, soll zu zig Todesfällen geführt haben. Die Wissenschaftler stehen allerdings bis heute vor einem Rätsel. Man geht derzeit davon aus, dass selbstgemixte bzw. gepanschte Mixturen der Übeltäter sind. Unter anderem scheinen THC-Öle und Chemikalien wie Vitamin-E-Azetat das Problem zu sein. Eine genaue Erklärung gibt es aber bisher nicht. Nun reagiert anscheinend auch die Technologie-Branche: Apple schliesst Vaping-Apps aus dem App Store aus.

Apple entfernt E-Zigaretten-Apps: “Legen grossen Wert auf Schutz für Jugendliche”

Der Apple App Store hat nun rund 181 E-Zigaretten-Apps entfernt. Die Apps können über den Store also nicht mehr auf iPad und iPhone installiert werden. Immerhin könnt ihr die Programme weiterhin nutzen, sofern sie bereits runtergeladen wurden. Dann lassen sich diese auch auf andere Geräte übertragen, sofern ihr sie weiter nutzen wollt. Allerdings wird es, sofern die Programme entfernt wurden, keine Updates mehr geben, da diese nicht mehr eingereicht werden können. Apple passte dafür auch die Richtlinien für das Einreichen solcher Apps an.

 

Betroffen sind aber nicht nur Apps, die E-Zigaretten und Liquids für die elektronischen Vaping-Modelle verkaufen, sondern auch Informations-Apps, die über Inhaltsstoffe informieren oder weitere nützliche Details für das Vaping bereithalten. Unter anderem liessen sich mit Apps die Temperatur oder auch den Batteriestand von E-Zigaretten ablesen. Die Apps mit Shop wurden von Apple auch mit der Begründung entfernt, dass diese wohl auch gegen die Richtlinien des App Stores verstiessen. Zudem hat Apple gegenüber Axios noch ein Statement veröffentlicht, dass sich wie folgt liest.

“We take great care to curate the App Store as a trusted place for customers, particularly youth, to download apps. We’re constantly evaluating apps, and consulting the latest evidence, to determine risks to users’ health and well-being.”

Man legt also grossen Wert auf einen vertrauenswürdigen App Store, wo man vor allem Jugendliche schützen möchte. Man prüfe häufig Apps um Risiken für Gesundheit und Wohlbefinden herausfiltern zu können. In diesem Zusammenhang wirft es aber einige Fragen auf. Beispielsweise dass Apps wie Coin Master, die Kinder an das Glücksspiel heranführen, überhaupt noch zugänglich sind. Apple erhöhte Aufgrund des Drucks der Verbraucher zwar das Alter auf 17+, frei zugänglich bleiben die Apps aber weiterhin.


 

 

Quelle: Axios

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Eine Antwort zu “E-Zigaretten-Skandal: Apple schliesst Vaping-Apps aus dem App Store aus”

  1. Krueschi sagt:

    Das ist die Logik in unserer Gesellschaft. Apps die einem das Geld aus der Tasche ziehen, Spiele oder sogar Apps die süchtig machen oder sogar Apps die Gewalt verherrlichen. Alles kein Problem. Aber wehe Apps für die böse, böse E-Zigarette sind da drin. Dann ist vorbei.

    Witzigerweise sind Trinkspieleapps nicht verboten. Sowas ist ja ok.
    Genau mein Humor 😀

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