Do. 31. Januar 2019 um 6:55

Apple Bilanz leidet unter schwachem iPhone-Umsatz

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Apple macht auch im ersten Quartal vieles nicht richtig, wie es scheint. Die Bilanz sieht in fast allen Geschäftsbereichen gut aus. Den Umsatz an Apple iPads konnte Cupertino im Vergleich zum Vorjahr um 16.9 Prozent steigern. Die weltweiten Umsätze beliefen sich somit auf 6.7 Milliarden US-Dollar. Ebenso sind Services, also etwa Apple Care, iCloud und Apple Music, um 19.1 Prozent mehr umgesetzt worden, als im Vorjahresquartal. Das sind stolze 10.9 Milliarden US-Dollar.

Richtig dick im Geschäft ist Apple bei Wearables, Home und Zubehör. Ein Plus von 33.3 Prozent im Vorjahresvergleich bringt Apple 7.3 Milliarden US-Dollar ein. Knapp mehr, nämlich 7.4 Milliarden US-Dollar, hat der Verkauf von Macs eingebracht, was einem Plus von 8.7 Prozent zum Vorjahresquartal entspricht.


Umsatz von Apple nach Produktgruppen im ersten Quartal 2019
Umsatz von Apple nach Produktgruppen im ersten Quartal 2019 | statista

Nur das iPhone-Geschäft ist weiterhin schwächer. Gegenüber dem Vorjahr ist der weltweite Umsatz bei Apples wohl wichtigstem Produkt um beinahe 15 Prozent gesunken. Ja, wir sprechen hier noch immer von einem Volumen von 52 Milliarden US-Dollar weltweit. Aber dennoch beachtlich.

Das liegt einerseits wohl an der Marktlage in Sachen Smartphones, andererseits an den Negativschlagzeilen Apples rund um diverse Paten-Streitigkeiten. Unter anderem wird sich ja mit dem kalifornischen Chip-Hersteller Qualcomm seit langem eine Schlammschlacht geliefert. Zuletzt hatte Apple einen Punktesieg davon getragen, nachdem Qualcomm ihrerseits gar Verkaufsverbote für Apple iPhones erwirkt hatten! Wichtiger jedoch als die Patent- und Lizenzstreitereien scheint für die Umsatzeinbussen Apples zu sein, dass vor allem der chinesische Markt nicht auf das Smartphone aus Cupertino anspringt.

Umsatz von Apple im Weihnachtsquartal ab | Statista
Umsatz von Apple im Weihnachtsquartal 2018 nach Region | Statista

Schon Anfang dieses Jahres musste Apple die Umsatzprognosen für das Weihnachtsquartal deutlich dämpfen. Hier zeigte sich in der regionalen Verteilung, dass die Umsätze in China, Hongkong und Taiwan, was das Apple iPhone anbelangt, zu wünschen übrig lassen. Der Umsatz ist hier auf 13.2 Milliarden US-Dollar zurückgegangen, was einem Minus von 27 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht.

Damit ist das bevölkerungsreichsten Land der Welt nur noch für 16 Prozent der Umsätze in Cupertino verantwortlich.

 

Dennoch ist Apple weit entfernt davon, rote Zahlen zu schreiben. Der Gewinn für die letzten drei Monate des Jahres 2019 beläuft sich auf 20 Milliarden US-Dollar, was im Vorjahresvergleich kaum eine Veränderung darstellt. Trotzdem hat auch diese Bilanz wieder keine positiven Auswirkungen auf Apples Wertpapiere gehabt.

 

 

 

Quellen: Apple, via Statista, Statista

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