Mi. 29. November 2017 um 20:48

Andy Rubin: Essential CEO nimmt Auszeit wegen kurioser Umstände

von Marcel Laser0 Kommentare

Das Essential Phone hat es schon nicht einfach. Erst gab es immense Lieferschwierigkeiten, danach die Meldungen über eher sehr enttäuschende Verkaufszahlen und der Preis brach von 699 auf 450 US-Dollar ein. Nun holt auch noch einer der Android-Erfinder namens Andy Rubin die Vergangenheit ein und es klärt sich vor allem der Umstand, warum er Google damals verlies.

Andy Rubin war in einer Beziehung mit einer ihm unterstellten Mitarbeiterin

Das ist schon wirklich kurios, um welche Umstände es sich hier wirklich handelt, denn wie das Magazin The Information nun herausgefunden hat, ist Andy Rubin wohl nicht aus Google ausgetreten, weil er sich anderen Dingen widmen wollte. Angeblich war er wohl in einer Beziehung mit einer Angestellten, die ihm allerdings im Android-Team unterstellt war.

 

Wir weisen hier an dieser Stelle ganz klar und strikt darauf hin, dass es keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gab, sondern es sich wohl um eine ehrliche Beziehung zwischen den beiden Personen handelte, die allerdings aufflog. Daraufhin verliess Rubin 2014 das Unternehmen Google mit sofortiger Wirkung um weiteren Schaden zu vermeiden.

 

Viele fragen sich jetzt, was daran so schlimm sein soll? Google hat allem Anschein nach in seinen Arbeitsverträgen eine strickte Regel eingebaut, dass Angestellte mit direktem Positionsbezug keine Beziehungen führen dürfen. Und wenn sie es doch darauf anlegen, müssen sie rechtzeitig Bescheid geben, damit diese in unterschiedliche Abteilungen versetzt werden können.

 

Eine Sache, die bis zum heutigen Zeitpunkt noch niemand wusste. The Information allerdings fand es nun heraus und bringt die Geschichte ans Tageslicht. Denn diese konfrontierten ihn mit dieser unangenehmen Lage und stellten auch Fragen aus dieser Zeit. Kurz darauf teilte Rubin am Montag seinen Angestellten mit, dass er seine Arbeit bei Essential vorübergehend niederlegen werde, wahrscheinlich auch um das Unternehmen und seine Angestellten zu Schützen und einen eventuellen weiteren Skandal zu vermeiden. Nun wittert The Informationen einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen bei Google und dem Unternehmen Essential.

 

Der Sprecher von Andy Rubin selbst dementiert allerdings die Vorwürfe und gibt an, dass es keinen Zusammenhang mit Rubins Auszeit und dem Interview mit The Information gebe. Es hätte auch bei Google kein Fehlverhalten gegeben, so der Sprecher. Alle Beziehungen, auch während der Arbeit, wären rein einvernehmlich gewesen und es gebe keinerlei Fehlverhalten in beiden Fällen.


Andy Rubin Android
Andy Rubin ist nicht nur der Vater von Android, sondern auch der CEO von Essential. Im Moment hat er seine Arbeit niedergelegt.

Bericht erscheint zu einem sehr heiklen Zeitpunkt

Das Problem dieser Darstellung ist vor allem der Zeitpunkt. Derzeit wird im Netz seit Monaten eine heisse Debatte um sexuelle Belästigung, vor allem in Bezug auf prominente Personen und sogar in der Tech-Branche (der Fall des NeoGAF Forums), geführt. Rubin ist an dieser Stelle sehr weit von solchen Vorwürfen entfernt und es gab wohl auch tatsächlich keinerlei sexuelle Belästigungen.

 

Um dem Ganzen nun nicht noch mehr Futter geben zu wollen, ist Andi Rubin erst einmal untergetaucht. Es gibt allerdings keinerlei Hinweise darauf, wann er wieder zurückkommen wird, um Essential weiter zu unterstützen. Eines ist jedenfalls klar: Es wird an dem Essential Phone, zukünftigen Produkten und dem Unternehmen selbst erst einmal nicht spurlos vorbeigehen, wenn der CEO aus besagten Gründen erstmal aussteigt.

 

 

Quelle: The Information

vg-wort
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