Do. 29. August 2019 um 13:17

Huawei Mate 30 Pro noch vor der Vorstellung vor dem Aus?

von Marcel Laser0 Kommentare

Das ist schon fast nicht mehr zu glauben, was hier noch gestern Abend durch die Medien kursiert. Das Huawei Mate 30 Pro soll ja im September offiziell vorgestellt werden. Wahrscheinlich in München und damit auch dem europäischen Markt zur Verfügung gestellt werden. Ein Google-Sprecher giesst allerdings mit neuen Informationen einiges an Öl ins Feuer. Denn angeblich darf das neue Huawei-Flaggschiff keine aktuellen Android-Services nutzen.

Huawei Mate 30 Pro: Kein Play Store, Google Maps und andere Dienste

Die Meldung kommt vom Nachrichtenportal Reuters aus den USA. Dort teilte ein Sprecher von Google mit, dass das Huawei Mate 30 Pro nicht mit offiziellen Google Diensten in den Verkauf starten darf. Denn die von den USA ausgesprochene Gnadenfrist für Huawei gilt nicht für neue Produkte des Herstellers. Während also das Mate 20 Pro oder die Huawei P20 Modelle weiterhin die Dienste erhalten und nutzen dürfen, sieht das für das kommende Flaggschiff anders aus. Es ist das erste Smartphone von Huawei, dass unter dem Handelsembargo der USA offiziell vorgestellt wird.

 

Dabei sah die Sache erst einmal anders aus: Huawei versprach seinen Kunden nicht auf Google-Dienste verzichten zu müssen und nannte hier auch explizit das Huawei Mate 30 Pro und seine Ableger. Der Sprecher von Google hingegen torpediert diese Aussagen nun förmlich mit den genannten Informationen. Es ist allerdings unklar, wer von beiden Seiten nun Recht behalten könnte. Dem Umstand geschuldet würde Huawei hier am kürzeren Hebel sitzen und das wäre fatal für das neue Smartphone des chinesischen Unternehmens.


Die Vorstellung von HarmonyOS in China. Ist es wirklich eine Alternative zu Android? (Bild: Huawei)

Release und Zukunft der Huawei Mate 30 Serie ungewiss

Nun stellen sich automatisch einige Fragen, die vor allem die Zukunft des Huawei Mate 30 Pro betreffen. Eigentlich soll das neue Smartphone am 18. September 2019 in München in Deutschland vorgestellt werden. Damit würde man es auch dem europäischen Markt zeigen.

 

Allerdings ist es nun denkbar, dass die Vorstellung verschoben werden könnte, um weitere Klarheiten zu schaffen. Auf der anderen Seite könnte Huawei das Mate 30 Pro auch mit dem neu vorgestellten HarmonyOS ausgeliefert werden. Huawei betitelte das neue Betriebssystem sogar kürzlich erstmals als Android-Alternative.

 

Eine dritte Möglichkeit wäre die Auslieferung des Huawei Mate 30 Pro mit der Open Source Version von Android, ohne jegliche Google-Dienste. Allerdings dürfte das nicht im Interesse der weltweiten Kundschaft sein. Es bleibt also erst einmal ein kurioser Fall und wir müssen erst einmal abwarten, was nun wirklich am 18. September 2019 passiert. In jedem Fall scheint die Ausgangssituation für Huawei derzeit nicht optimal.

 

 

Quelle: Reuters

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