Mi. 05. September 2018 um 7:43

Google: 20 Jahre zum Weltimperium

von Barbara Walter-Jeanrenaud0 Kommentare

Vor zwei Jahrzehnten wurde die Firma Google Inc. gegründet, am 3. September 1998. Seither hat sich einiges getan und Google hat sehr viel dazu beigetragen, die Welt, wie wir sie kennen, komplett auf den Kopf zu stellen. Nicht nur die gleichnamige Suchmaschine (die ursprünglich erste Suchmaschine von Lary Page und Sergey Brin vor Google hiess noch BackRub), auch Chrome, YouTube, AdSense und nicht zuletzt Android haben dafür gesorgt, dass das Internet heute das ist, was es ist. Und in praktisch allen Bereichen hat Google sich eine Weltmachtstellung erarbeitet – mit Ausnahme etwa von Google+. Das soziale Netzwerk hat nie so richtig Fuss fassen können neben Facebook.


Infografik: 20 Jahre Google

Heute stellt Google über 90 Prozent aller Suchmaschinenanfragen weltweit, der Chrome Browser nimmt knapp 60 Prozent des Marktes für sich in Anspruch und auch in Sachen mobile Betriebssysteme kann niemand Google das Wasser reichen: 88 Prozent Marktanteil machen Android zum wichtigsten Betriebssystem auf Smartphones und Tablets.

 

Infografik: Chrome dominiert den Browsermarkt

Wenn wir uns allein die Entwicklung des weltweiten Marktanteils an Webbrowsern von Google Chrome betrachten, welcher vor genau zehn Jahren an den Start ging, sehen wir die beeindruckende Entwicklung. In nicht einmal vier Jahren hat es Chrome geschafft, den damaligen Platzhirsch Microsoft Internet Explorer zu verdrängen und unterdessen in die Bedeutungslosigkeit von 7 Prozent zu verbannen. Auch Microsofts neue Browserhoffnung und Wunderwaffe (wir erinnern uns an die Ninjakatze auf dem T-Rex), Edge, ist mit weniger als 4 Prozent zu vernachlässigen. Und selbst der Mozilla Firefox musste ordentlich Federn lassen und ist unterdessen bei 11 Prozent Marktanteil angelangt.

 

Da ist zu erwarten, dass Google seinen Marktanteil bei Smart Speakern von derzeit rund einem Drittel weiter erfolgreich ausbauen wird.

Was das für die IT-Welt bedeutet, können wir uns vorsichtig versuchen auszumalen. Schliesslich sehen wir in vielen Bereichen schon heute, was die Vormachtstellung in Mountain View für Auswirkungen haben kann. Developer und Publisher konzentrieren ihre Kräfte, ökonomisch sinnvoll, auf die entsprechenden Plattformen und Newcomer wie Alternativen am Markt haben es schwer, überhaupt einen Fuss auf den Boden zu kommen. Big Data und Manipulationsvorhaben durch gezielte Desinformation, etwas, was beispielsweise bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen in den USA oder der Bundestagswahl in Deutschland zu beobachten war, erstreckt sich nicht nur auf Facebook, sondern wird über Google in die Welt jenseits des Sozialen Netzwerks getragen und verbreitet, mit ganz realen Auswirkungen.

 

Wir sind also gespannt, was uns in Zukunft von Google erwartet, dessen Namen auf einem Fehler, nämlich der fehlerhaften Aussprache der Bezeichnung die Zahl 10100, einer Googol.

 

 

Quelle: Statista, Statista

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