Di. 13. November 2018 um 8:32

Faltbare Smartphones: Samsung Galaxy F

von Yves Jeanrenaud11 Kommentare

Dass Samsung an einem faltbaren Smartphone arbeitet, war ja schon längst bekannt. Seit über acht Jahren hat man uns häppchenweise mit dieser Nachricht gefüttert und die Innovation angepriesen. Nun kam dem südkoreanischen Tech-Giganten ein Mitbewerberin zuvor. Und das war noch nicht mal Lenovo, HTC oder Huawei, die allesamt auch an faltbaren Geräten arbeiten wollen, sondern Royole mit dem FlexPai. Gut, das FlexPai kann bereits für Dezember vorbestellt werden, aber wir wissen, wie treu die Smartphone-Kundschaft mitunter Marken gegenüber sein kann. Da wird vielleicht hierzulande Samsung weniger zu befürchten haben. Aber der Prestige-Verlust ist dennoch vorhanden. Schliesslich wollte Samsung das erste Unternehmen sein, das ein faltbares Android Smartphone auf den Markt bringt.

 

Wohl auch darum hat Samsung auf der hauseigenen Developer-Konferenz einen laufenden Prototypen des faltbaren Smartphones gezeigt. Während die Spezifikationen und das genaue Aussehen des Devices, sowie der Verkaufsstart und die Preisgestaltung wortwörtlich im Dunkeln blieben, zeigte Samsung doch eindrucksvoll die Vorteile und die Funktionalität des faltbaren Phablets, das als Samsung Galaxy X1 oder auch als Samsung Galaxy F derzeit bezeichnet wird. 

Nun sind auch erste Gerüchte zum Verkaufsstart und zum Preis des Samsung Galaxy F für Foldable oder für Flex durchgesickert.


Die Nachrichtenagentur aus Südkorea Yonhap erwartet, dass faltbare das Samsung Galaxy F ab März kommenden Jahres in den Handel kommt. Damit wäre eine offizielle Präsentation auf dem World Mobile Congress 2019 (MWC) in Barcelona durchaus plausibel. Schon öfter hat Samsung diese wichtige Messe zum Vorstellen neuer Modelle genutzt. Vermutlich wird Samsung auch lieber heute als morgen mit einem faltbaren Smartphone auf den Markt kommen, bevor die Konkurrenz um LG, Huawei und Lenovo, aber auch Xiaomi, mit ihren Plänen um faltbare Smartphones ihnen auch noch zuvor kommen. Gerade LG oder Huawei haben eine Marktpräsenz, die Samsung das Fürchten lehren könnte.

Als unverbindliche Preisempfehlung zur Markteinführung wird nunmehr von 1770.- US-Dollar gesprochen, was etwa 1.570,- Euro bzw. 1’780,- SFr. entsprechen würde. Eine grosse Menge Geld für ein Smartphone, auch heutzutage. doch Yonhap geht von einer vergleichsweise niedrigen Stückzahl von mindestens einer Million Geräte für 2019 aus und sieht hohe Entwicklungskosten über die vergangenen acht Jahre im Hintergrund.

 

 

Wir denken hingegen, dass ein solch stolzer Preis, den ja auch das FlexPai abruft, wohl nur schwer am Markt vereinbar sein wird. Das Alleinstellungsmerkmal des faltbaren Screens wird kaum Leute zum Wecheln bewegen. Wer sowieso ein neues Smartphone oder Tablet anschaffen will, wird vielleicht darüber nachdenken, diese neue Technology, die Samsung Infinity Flex Display nennt, auszuprobieren. Doch sobald die Mitbewerberinnen Lenovo, LG und allen voran Huawei auf dem Markt sind, müssten die Preise sich wieder näher an die Tausender-Marke bewegen.

 

 

Quelle: Yonhap (Englisch)

Original-Artikel vom 08.11.2018

Faltbare Smartphones: Samsung Infinity Flex

Lange haben wir darauf gewartet, nun musste Samsung in die Pushen kommen und “e Biz fürschi” machen. Ein funktionsfähiges, faltbares Smartphone war in den vergangenen Tagen von Royole FlexPai präsentiert worden. Sogar für Dezember 2018 vorbestellt werden kann das FlexPai bereits.

 

 

Indes hat Samsung seit langem lediglich faltbare Display-Prototypen gezeigt oder Akkus präsentiert, die verbogen werden können. Ab und zu sickerten Bezeichnungen wie Samsung Galaxy X durch den digitalen Äther und hie und dort wurde gar eine Zertifizierung oder ein Patent ausgemacht. Zuletzt hiess es auf der CES 2018, der alljährlichen Consumer Electronics Show in Las Vegas, dass es erst 2019 ein faltbares Gerät von Samsung geben wird.

 

Die Technologie nennt Samsung Infinity Flex Display und hat heute auf der Samsung Developer-Konferenz einen lauffähigen Prototypen präsentiert, der mutmasslich kurz vor Marktfähigkeit steht.

Das neue Samsung Gerät, was derzeit als Samsung Galaxy X, Galaxy X1 oder Galaxy Flex gehandelt wird, unterstützt drei gleichzeitig laufende Apps. Etwas, was Google auf seinem mobilen Betriebssystem Android von Haus aus für faltbare Geräte unterstützen will. Dies kündigte die Truppe aus Mountain View auf dem zeitgleich stattfindenden Android Developer Summit an. Man will bei Google vor allem Developer dabei unterstützen, die screen continuity zu gewährleisten. Also, dass sich die Anzeige und die Apps dem faltbaren Display automatisch anpassen.

Das Tablet von Samsung mit 7.3 Zoll grossem Infinity Flex Display hat Justin Denison von Samsung absichtlich im Gegenlicht präsentiert, um nicht zu viel über das Gehäuse zu verraten. Die Auflösung von 2152 x 1536 Pixel führt zu einer Pixeldichte von 362 ppi und einem Seitenverhältnis von 4.2:3.

Zusammengeklappt sind beide grossen Bildschirme noch 4.58 Zoll gross. Der dritte Bildschirm, der dann seitlich angezeigt wird, liefert eine Auflösung von 1960×840 Pixel und hat somit ein Seitenverhältnis von 21:9.

 

Das neue Samsung Gerät, was derzeit als Samsung Galaxy X, Galaxy X1 oder Galaxy Flex gehandelt wird, unterstützt drei gleichzeitig laufende Apps. Etwas, was Google auf seinem mobilen Betriebssystem Android von Haus aus für faltbare Geräte unterstützen will. Dies kündigte die Truppe aus Mountain View auf dem zeitgleich stattfindenden Android Developer Summit an.

Wann genau das Gerät auf den Markt kommen wird, ist indes noch ebenso unklar, wie der wirkliche Name dafür und weitere Spezifikationen. Wir wissen weder über die Akkugrösse, CPU noch Speicherkapazität etwas. Dension sagte jedoch, dass man in wenigen Monaten in die Massenproduktion der Infinity Flex Displays gehen wird, so dass wir mit dem Frühjahr 2019 rechnen und so pünktlich zum MWC 2019 einen Marktstart erwarten.

 

 

Quellen: Samsung, TheVerge (Englisch), Fotos: TheVerge (Englisch)

Original-Artikel vom 07.11.2018

Faltbare Smartphones: Royole FlexPai und nun Samsung?

Seit den ersten Motorola-Klapphandys namens StarTAC träumen viele vom faltbaren Smartphone. Samsung hat man über die Jahre im wieder Gerüchte zugeschrieben, an entsprechender Technologie zu arbeiten. Auf der IFA 2018 bestätigte der südkoreanische Grosskonzern diese Pläne und dass man noch dieses Jahr mit einem faltbaren Smartphone auf den Markt kommen will.

Das könnte nun bald soweit sein. Die Samsung Developers Conference (SDC) findet diese Woche statt. Genauer: Am 7. und 8. November 2018. Und nun hat Samsung auf Twitter und Facebook seine Profilbilder geändert. Die Bildmarke mit dem prägnanten Samsung-Schriftzug ist nunmehr – ihr habt es erraten – gefaltet. Ein dezenter Hinweis?

 

Die Gerüchteküche brodelt seit langem und bisher gehen wir von einem 7.3 Zoll oder gar 8 Zoll OLED-Display aus, dass zusammengefaltet auf 4.5 Zoll reduziert werden würde. Der gebogene Akku Samsung, zu dem es diesen Sommer bereits Gerüchte regnete, würde dazu sehr gut passen. Die Prototypen mit nur 210 mAh aber wohl eher weniger. Denn wir gehen von mehr als 3’000 mAh aus. Samsung wird eine Neuheit wie die Faltbarkeit sicherlich nicht in ein Low-End-Gerät verbauen.

 

Samsung folded

Doch vor Kurzem kam der eher unbekannte Hersteller FlexPai hat mit dem Royole nun aber Samsung die Weltneuheit schon mal vorweg genommen.

Das Royole FlexPai

Im aufgeklapptem Zustand sind stolze 7.8 Zoll Displaydiagonale auf dem AMOLED-Panel mit 1920×1440 Pixel möglich. Somit bietet das FlexPai eine Pixeldichte von 308 ppi und eine FullHD-Auflösung im 4:3-Format.
Zugeklappt bekommen wir aber gleich drei Displays: 16:9 für das Hauptdisplay und 18:9 für das rückseitige Display, in dem auch die Dual-Kamera und ein LED-Blitz untergebracht sind. Hinzu kommt ein seitliches Gehäuse mit einer Auflösung von 390 x 1330 Pixel für Status-Meldungen, ähnlich den sekundären Displays mancher Hersteller wie LG oder Samsungs Edge-Funktion. Das Falten soll laut Herstellerangaben über 200’000 Mal ohne Probleme für den Betrieb des Panels funktionieren. Die Dual-Kamera wiederum bietet 20 Megapixel und 16 Megapixel im Weitwinkel und f/1.8 als Blendenöffnung, LED-Blitz. Sie kann zugeklappt als Selfie-Kamera benutzt werden, weswegen auf ein weiteres Kameramodul verzichtet wurde. In zugeklapptem Zustand wird das Kamera-Bild dann auch auf beiden Displays gleichzeitig ausgegeben.

Royole Flexpai

Spezifikationen des Royole FlexPai 

Im Inneren des Royole FlexPai schlummert ein bisher noch unbekannter Qualcomm Snapdragon 8150 SoC, der mit acht Kernen und bis zu 2.8 GHz rennt und somit allerdings ordentlich Leistungspuffer mitbringen wird. Dazu kommen 6 GB bzw. 8 GB RAM und 128 GB bzw. 256 GB interner Speicher, der via microSD-Karte um bis zu 256 GB erweiterbar ist.

Als Betriebssystem ist zum Marktstart direkt Android 9 Pie im Einsatz und eine eigene Oberfläche namens Water OS 1.0.

Im Gehäuse mit den Dimensionen 134 x 190.35 x 7.6 mm sind zudem ein Fingerabrucksensor, Dual-SIM 4G, jeweils im nano-SIM-Format, Bluetooth 5.1, GPS, A-GPS, BEIDOU, WLAN und die übliche Technik zu finden. Das Royole FlexPai wiegt lediglich 320 g und verfügt nur über einen USB-Type-C-Anschluss.

Als Stromspeicher hingegen werden lediglich 3’800 mAh angegeben, was bei heutigen Flaggschiffen in der Smartphone-Welt eher wenig ist. Bei einem derart grossen Display wird das zu entsprechend kurzen Laufzeiten führen. Dafür hat Das Royole FlexPai hat dafür aber eine Schnellladetechnologie namens Ro-Charge mit an Bord, die Ihresgleichen suchen wird. Sie will 5 A bei 5 V liefern und somit mit stolzen 25 Watt das faltbare Smartphone wieder aufladen.

Preis des Royole FlexPai 

Die Vorbestellung für das Royole FlexPai, das weltweit erste faltbare Smartphone, läuft bereits. Für 1.388 Euro bzw. SFr. für die 128 GB und 1.539 Euro bzw. SFr. für die Variante mit 256 GB Speicher. Versendet werden sollen die ersten Royole FlexPai dann ab Dezember dieses Jahres.

 

 

Quellen: Facebook, Royole (Englisch)

vg-wort
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11 Antworten zu “Faltbare Smartphones: Samsung Galaxy F”

  1. gallionas sagt:

    Schade, im Moment nur mit lumpigen Android.
    Warte Lieber auf die Windows “Always Connected” oder evtl “on ARM” Versionen.

  2. Tempest2k sagt:

    Ach, wäre das schön. Ich hätte es auch zu gerne mit Windows.

  3. Ltd Duke sagt:

    Ich auch 🙄

  4. BelaFarinRod25 sagt:

    Das wäre schön mit Windows.

  5. Tempest2k sagt:

    Also 4 Abnehmer mit Windows hätten wir schon 😉 reicht das für eine weltweite Einführung? 😀 Ich finde schon 😉

  6. Ltd Duke sagt:

    OT
    Wer hat eigentlich seinen Finger darauf das man sein OS der Wahl nicht installieren kann?
    Sind es die Chip Entwickler oder die OS Hersteller?
    Ich verstehe den Schritt bis heute nicht, warum das nicht wie bei PCs gemacht wird.

  7. Ltd Duke sagt:

    Das wusste ich schon, danke.
    Das klärt immer noch nicht warum ich Windows10Mobile oder Android oder was auch immer auf das Smartphone meiner Wahl packen kann.
    Ist es eher Qualcomm die keine Treiber rausrücken oder warum geht das nicht?

  8. Tempest2k sagt:

    Abseits der faltbaren Phones, die wieder eine extra Anpassung des Betriebssystems und der Apps brauchen, verstehe ich das auch nicht. Ein leeres Huawei oder LG zum Bsp und einfach das Betriebssystem Deiner Wahl draufspielen. Die Komponenten sind ja echt nicht so verschieden untereinander. Schön wäre das 🙂

  9. Ltd Duke sagt:

    Vielleicht sollte man mal eine öffentliche Diskussion starten warum das nicht geht.

    Schließlich werden wir vor Zwangsbündelung mit Mediaplayern und Browsern geschützt, da bin ich der Meinung das man über OS Zwang auf Smartphones auch diskutieren könnte.

  10. Yves Jeanrenaud sagt:

    Nun, man könnte eine Petition ans Europäische Parlament starten dazu (nicht als Schweizerin oder Schweizer natürlich):
    http://www.europarl.europa.eu/at-your-service/de/be-heard/petitions
    und das hat natürlich um so mehr Gehör, umso mehr Leute mit machen, umso mehr Verbände und Organisationen dies auch unterstützen.

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