Mo. 17. Oktober 2016 um 14:12

FAA verbietet Samsung Galaxy Note 7 offiziell im US-Flugverkehr

von Barbara Walter-Jeanrenaud0 Kommentare

Das Problem um heiss laufende und brandverursachende Samsung Galaxy Note 7 Geräte scheint doch mehr Ausmasse zu haben, als gedacht. Zumindest muss es einen guten Grund geben, dass die US-Luftfahrtbehörde FAA, die Federal Aviation Administration, nun offiziell den Transport von Note 7 Smartphones unter Androhung von saftigen Strafen auf allen Flügen untersagt.

US-Bundesbehörde FAA verbannt Note 7 aus dem Luftraum

Betroffen sind alle Flüge in den USA, unabhängig davon, woher das Flugzeug kommt oder wohin es unterwegs ist. Das Verbot bezieht sich sowohl auf ausgeschaltete, als natürlich auch auf eingeschaltete Galaxy Note 7 Geräte, egal ob bereits Tauschgerät oder nicht. Es darf sich weder im Handgepäck, noch im aufgegeben Gepäck befinden und auch nicht am Körper getragen werden. Bei Zuwiderhandlung werden Geldstrafen von bis zu 179.933 US-Dollar fällig bzw. bis zu zehn Jahre Haft, je nach Schwere des Falls.

Sollte ein Samsung Galaxy Note 7 unabsichtlich mit in das Flugzeug gebracht worden sein, so muss das Gerät auf der Stelle ausgeschaltet werden und sämtliche Funktionen, die auch ausgeschaltet funktionieren könnten, also z.B. Wecker, deaktiviert werden. Es darf auf keinen Fall im Flieger aufgeladen oder benutzt werden. Eine Strafe wird in diesem Fall allerdings fällig. Da es allerdings mehr als genug Hinweise und Aufforderungen gibt, das Gerät nicht mitzunehmen, sei allen geraten, das entsprechende Smartphone zu Hause zu lassen, da ein Boarding ansonsten schlichtweg verweigert wird (es sei denn, man verabschiedet sich vor Ort vom Note 7).

Ist nun offiziell „Gefahrgut“ im Flugverkehr: Das Samsung Galaxy Note 7

Die deutsche Fluglinien Lufthansa und AirBerlin haben beispielsweise Verbote für das Galaxy Note 7 erhoben, es darf nicht mit in den Flieger gebracht werden. Spezielle Kontrollen gibt es hierfür allerdings nicht. Die Lufthansa forderte die Kundschaft auf, das Gerät nicht mit in die USA zu nehmen und wies auf die Bestimmungen hin.

Auch Versand der Geräte per Luftpost wird zum Problem

Sehr interessant ist zudem, dass die retournierten Samsung Galaxy Note 7 Geräte nicht als Fracht mit dem Flugzeug transportiert werden dürfen. UPS, FedEx, DHL und Co. stehen nun also vor der Aufgabe, die in den USA ausrangierten Geräte anderweitig zu Samsung nach Korea schaffen zu müssen. Ob diese Auflage bald auch andere Länder betrifft und es deswegen zu Verzögerungen im Umtausch- und Erstattungsprozess kommen kann, ist noch unklar. So oder so ist der Ärger für Samsung noch nicht ausgestanden und wird voraussichtlich einen sehr starken Einfluss auf die weitere Entwicklung des Elektronik-Multis haben.

 

Den genauen Wortlaut des Dokuments der FAA könnt ihr hier im Original nachlesen. Generell sei wohl allen Leuten, die ein Samsung Galaxy Note 7 ihr Eigen nennen, zu raten, es zu retournieren. Solange, bis es Ersatz gibt, kann man ja auf ein älteres Smartphone wechseln. Damit steht dann dem Flugvergnügen nichts mehr im Wege.

 

Quelle: Federal Aviation Administration FAA (englisch) via TheVerge (englisch)

vg-wort
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