Fr. 02. August 2019 um 15:51

Android Ransomware: Gefährlicher Schadcode wird per SMS übertragen

von Marcel Laser0 Kommentare

Smartphones sind nicht nur praktische Begleiter für unterwegs, sie sind oft auch Einfallstor für digitale Angriffe unterschiedliche Art. PCs werden gerne einmal von Ransomware eingenommen. Schadsoftware, die versucht euch zu erpressen. Das kann allerdings auch Android-Smartphones passieren, wie nun ein neuer Bericht über eine Android Ransomware zeigt. Diese verbreitet sich zudem über SMS und gibt sich als bekannter Kontakt aus.

Android Ransomware “Android/Filecoder.C” verschlüsselt eure Daten

Wer eine merkwürdige SMS bekommt, die einen darauf Aufmerksam machen möchte, dass private Fotos von euch im Internet aufgetaucht sind, möge diese doch bitte Ignorieren. Auch wenn diese angeblich von einem Kontakt stammt, den ihr kennt. Denn die Chance ist hoch, dass der dort platzierte Link euch zur Android Ransomware Android/Filecoder.C führt. Diese installiert sich automatisch und fängt an eure Kontakte im Adressbuch per SMS anzuschreiben und zwar mit der selben Nachricht. Die Software kann zudem je nach Systemeinstellung ihren Text in 42 Sprachen anpassen.

 

Wie WeLiveSecurity berichtet sei der Code der Software aber (noch?) fehlerhaft, was die Verbreitung des Schädlings bisher in Zaum hielt. Sollte hier aber nachgebessert werden, könnte dieses zu einem echten Problem heranwachsen. Denn ist die Android Ransomware erst auf dem Gerät, fängt sie an Dateien von euch zu verschlüsseln. Ist dies geschehen, erhaltet ihr eine Lösegeldforderung zum Entschlüsseln, damit ihr wieder an eure Daten kommt. Das Zahlen des Lösegeldes oder auch das Deinstallieren der App entschlüsselt nicht eure Daten.

 

Woher die Android Ransomware genau kommt, ist bisher unklar, allerdings hat man den Ursprung der Verteilung bereits ausfindig machen können. QR-Codes und andere Links in Foren der XDA-Developer oder auch auf Reddit scheinen zu der Software zu verlinken. Die Accounts und Forenbeiträge locken die Nutzerinnen und Nutzer mit falschen Aussagen und Versprechungen in die Falle.


 

 

Quelle: WeLiveSecurity

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