Mi. 22. März 2017 um 19:44

Android O: Google stellt erste Developer Preview bereit

von Sebastian Mauch0 Kommentare

Ohne grossen Wirbel veröffentlichte Google im Android Developers Blog einen Beitrag zur nächsten grossen Android-Version. Diese hört vorerst auf den Codenamen “Android O”, die letzte Preview trug dementsprechend den Codenamen “Android N” und verbreitet sich mittlerweile als Android 7.0 Nougat. Welche Süssspeise sich letztlich hinter dem O verbirgt ist dabei aber noch offen. Dafür sind schon die ersten Neuerungen thematisiert worden.

“O” wie Optimierung, oder doch eher Orangentörtchen?

Zu den wohl wichtigsten Neuerungen gehört ein weiteres Mal die Optimierung von Hintergrundprozessoren. Das soll sich vor allem in einer längeren Akkulaufzeit bemerkbar machen. Dazu haben Programme nun ein Limit bekommen, wie viele Aktionen sie im Hintergrund in einer bestimmten Zeit ausführen dürfen. Von diesem Feintuning sollen wir aber nicht viel mitbekommen, ausser dass das am Ende ein paar Prozente mehr aufweist. Des Weiteren kann man in der Vorabversion auch Benachrichtigungen nach Thema sortieren lassen, oder wahlweise bei Desinteresse bestimmte Themenfelder komplett ausblenden.

 

Ausserdem hält eine weitere Komfortfunktion ihren Einzug in das Android-Ökosystem, wobei diese nicht einmal unbedingt neu ist. Die Rede ist von der neuen Autofill-API: Diese stellt wohl eine Art Passwort- oder Datenmanager dar, den man als Standard festgelegen kann. Die Funktion kümmert sich dann selbstständig um das automatische Ausfüllen von Formularen, etwa zur Login- oder Adresseingabe. Ein ähnliches Prinzip ist derzeit schon in alle gängigen Webbrowser integriert.


Picture-in-Picture und animierte App-Icons

Ebenfalls nicht ganz uninteressant dürfte der neue PIP-Modus (Picture-in-Picture) sein. Unterstützt eine App dieses Feature, so kann man sie in einem kleinen Bildschirmbereich weiter laufen lassen. So liesse sich beispielsweise ein Youtube-Video anschauen, während man eine WhatsApp-Nachricht verfasst. Eine Abwandlung davon findet sich schon in der Youtube-App oder Facebook-App selbst. Dort lässt sich nämlich ein Video minimieren, während man schon nach dem nächsten sucht. Dies stellt wohl eine konsequente Weiterentwicklung des in Nougat schon verfügbaren Multiwindow-Systems dar und dürfte das Multitasking unter Android auf ein neues Level heben.

 

Davon ab finden sich noch ein paar weitere kleine Neuerungen in der Developers Preview von Android O. Besonders farbreiche Displays können nun auch farbreichere Inhalte von Apps zugespielt bekommen. Dazu soll nur eine kleine Änderung seitens der Entwickelnden notwendig sein. Ausserdem haben diese nun die Möglichkeit sogenannte “Adaptive Icons” einzusetzen. So können beispielsweise nun auch animierte App-Icons auf dem Home-Screen platziert werden, was uns in erster Linie sofort an die Live-Tiles von Windows 10 Mobile erinnert. Aber ob damit auch ausreichend Live-Informationen bereitgestellt werden können.

 

Im Originalbeitrag im Blog finden sich zudem noch ein paar kleine Änderungen die sich auf latenzfreieres Audiostreaming und der allgemeinen Konnektivität von Android-Geräten fokussieren. Da dies aber gerade mal die erste Preview ist, kommen natürlich im Laufe der Zeit mehr Features hinzu.

Wie die Bezeichnung schon aussagt, richtet sich diese Vorabversion ausschliesslich an Entwickler_innen. Wer jedoch neugierig ist und über das entsprechende Know-How sowie ein Nexus 5X, Nexus 6P, einen Nexus Player oder eines der drei Pixel-Phones besitzt, findet auf der Seite auch einen dementsprechenden Download zum manuellen Flashen.

 

 

Quelle: Google Developers Blog (Englisch)

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