So. 26. Juli 2020 um 6:58

Review: dataShur PRO2 verschlüsselter USB 3.2-Stick im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Ab und zu lesen wir hier und da von Leaks und geheimen Informationen, die durch verlegte oder entwendete Datenträger zustande kommen. Denn nicht immer wird eine IT-Infrastruktur gehackt, das WLAN geknackt oder Schadsoftware eingeschleust, um an brisante oder wichtige Informationen zu kommen. Manchmal bleibt ein USB-Datenträger, der von A nach B transportiert wird, weil eben der Versand der Daten über noch so verschlüsselte Netzwerkverbindungen als zu unsicher eingestuft wird, irgendwo liegen oder wird gestohlen. Ein Alptraum. Nicht so mit dem dataShur Pro2 von iStorage Inc.

 

Denn es gibt ja hardwareverschlüsselte USB-Speichermedien. Wir haben das Vorgängermodell, den dataShur PRO, bereits vor einiger Zeit für euch getestet. Dieser ähnelt dem dataShur PRO2 sehr. Neu hinzu kam neben einem verändert Design jedoch vor allem auch die Unterstützung des USB-3.2 Protokolls für noch schnellere Datenübertragung. Wir schauen uns an, was er kann, was sich im Vergleich zum Vorgängermodell verändert hat und ob und für wen sich der Umstieg lohnen würde.

Lieferumfang des iStorage dataShur PRO2

Geliefert wird der USB-Stick in einer festen Blister-Verpackung, die mit der Schere oder der Kneifzange zerstört und geöffnet werden muss. Darin befindet sich der Speicherstick mit entsprechendem Deckel und eine bebilderte Kurzanleitung in fünf Sprachen.


dataShur PRO2
dataShur PRO2. Bild: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Hardware und Eigenschaften

Der iStorage dataShur PRO2 ist 87 x 19 x 13 mm gross und wiegt 28 Gramm. Der zugehörige Deckel schlägt mit nochmals 9 Gramm zu Buche. Die Vorderseite beherbergt den mittig eingesetzten USB-A-Anschluss mit blauem Isolator.

 

Auf der Rückseite ist eine metallene, dreieckige Öse über die gesamte Breite des Sticks von 19 mm, die zur Transportsicherung, beispielsweise am Schlüsselbund, dient. Auf der Unterseite des mit schwarzem Epoxid verkleideten Sticks sind neben Produktinformationen und Zertifikaten eine eineindeutige Produktseriennummer aufgedruckt. Diese ist für jedes Gerät verschieden, genauso wie die Vendor ID/Produkt ID-Kombination (VID/PID). Das ist insofern interessant, als dass das Gerät so einfach in handelsübliche Endpunkt-Managementsoftware auf sogenannten Whitelists integriert werden kann. Damit kann leicht sichergestellt werden, dass nur bestimmte dataShur Pro2-Sticks oder überhaupt USB-Sticks zum Einsatz kommen dürfen.

Das Gehäuse des portablen Datenspeichers besteht aus harteloxiertem und robustem, stranggepresstem Aluminium. Die Epoxid-Beschichtung dient dem besseren Griff und der Langlebigkeit des Gehäuses.

 

Die Oberseite des dataShur Pro2 hat im vorderen teil drei verschiedenfarbige LED mit darüber befindlichen Symbolen: Rot für gesperrt, grün für Nutzermodus und entsperrt, Blau für Admin-Modus.

Darunter sind zehn Nummern-Tasten sowie eine Shift- und eine Schlüssel-Taste aus polymer-beschichteten Gummi, die abnutzungsresistent sein sollen. Sonst könnte man nach einer Weile die Tasten, die am häufigsten gedrückt werden, ja vielleicht erkennen.

 

Im Inneren des hardwareverschlüsselten Speichersticks befindet sich ein Security-Chip, der Common Criteria EAL4+ ready ist. Dieser Standard legt Kriterien für die Bewertung und Prüfung der Sicherheitseigenschaften von IT-Produkten fest und sagt aus, wie vertrauenswürdig ein Produkt ist. Zudem ist die Zertifizierung des dataShur PRO2 nach der amerikanischen Federal Information Processing Standards Publication (FIPS) Norm 140-2 Stufe 3, der britischen National Cyber Security Centre (NCSC) CPA und der niederländischen NLNCSA BSPA beantragt, ebenso wie die NATO-Zertifizierung der Stufe RESTRICTED.

Damit wird das Gerät sozusagen verbrieft manipulationssicher und im Falle einer Manipulation ist diese erkennbar. Zudem schützt sich der Stick selbst gegen Brute Force-Angriffe durch eine konfigurierbare Anzahl maximaler Wiederholungen. Nach, standardmässig zehn, fehlerhaften PIN-Eingaben wird diese gelöscht und nur noch der Admin- bzw. der Recovery-PIN können die Daten noch retten. Werden diese höherwertigen PINs falsch eingegeben (beim einmalig gültigen Recovery-PIN standardmässig nach fünf Fehlversuchen) werden die Daten und die PINs auf dem Stick unwiederbringlich vernichtet. Die Anzahl PIN-Fehler kann dabei durch den Admin zwischen einem und neun Versuchen für die User-PIN konfiguriert werden. Admin-PIN und Recovery-PIN bleiben bei fixen zehn bzw. fünf Versuchen.

 

Zum Betrieb benutzt der Stick einen, natürlich fest verbauten, 3.7 V Lithium-Polymer-Akku, der über den USB-Anschluss aufgeladen wird. Die PIN muss nämlich in der Regel eingegeben werden, bevor der Stick am Rechner angesteckt wird. In 30 bis 60 Minuten ist dieser Akku vollständig aufgeladen.

 

Der USB-Controller des PRO2 dataShur von iStorage unterstützt USB 3.2 (Gen 2) SuperSpeed mit bis zu 168.4 MB/s Lese- und 116.5 MB/s Schreibzugriffsraten. Der Speicherstick kann optional bootfähig konfiguriert werden per Admin-Modus und so das starten von Betriebssystem direkt vom verschlüsselten Stick aus ermöglichen. Zudem kann er in den Nur-Lesen-Modus versetzt werden, etwa zum Sichern von Daten, ohne diese zu verändern.

 

Der dataShur PRO2 ist nach Schutzklasse IP68 zertifiziert Staub- und Wasserfest, sofern die Schutzkappe aufgesetzt ist. Er ist für die Aufbewahrung von -20°C bis 60°C und bis zu 95 Prozent. Luftfeuchtigkeit ausgelegt. Verwendet werden kann der Stick bei 0°C bis 40°C und bis zu einer maximalen Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent.

Sicherheitsfunktionen des dataShur PRO2

Neben den internen Security-Features hat der verschlüsselte Stick auch eine Menge Funktionen, die man beim Benutzen selbst bemerkt und verwenden kann.

Vier PIN-Typen

Verschlüsselt werden die Daten auf dem Speicher des dataShur PRO 2 mittels AES-XTS-Algorithmus mit 256-bit Schlüssellänge, der FIPS PUB 197 zertifiziert ist für den gesamten Speicherinhalt und die PINs. Es gibt dazu vier verschiedene Typen von PIN:

  1. Admin-PIN für den Zugriff auf die Daten und die Verwaltung
  2. User-PIN für den Datenzugriff
  3. Recovery-PIN zum Vergeben eines neuen User-PIN
  4. Selbstzerstörungs-PIN zum Löschen aller Daten und PINs

PIN-Längen und mögliche Kombinationen

Als PIN zum Entschlüsseln muss hier eine Abfolge von sieben bis 15 Ziffern bzw. Zeichen eingegeben werden, die aus den 20 möglichen Tastenkombinationen (mit der Shift-Taste) gewählt wird. Unsichere Abfolgen, wie etwa rein aufsteigende, absteigende sowie gemischte Zahlenreihen oder pure Wiederholungen, werden automatisch abgelehnt. Da unter den Ziffern jeweils, wie auf Telefontastaturen längst bekannt, immer auch Buchstaben stehen, kann man statt einer Nummernfolge für den PIN auch Buchstaben oder Buchstaben- und Zahlenkombinationen wählen. Die Umschalt- oder Shift-Taste ermöglicht zudem, dies noch komplexer auszugestalten.

 

Das ergibt uns eine ganze Menge möglicher PIN-Kombinationen, genauer:

 

\( (10*2)^{[7;15]} \)

 

Denn 10 Ziffern mal 2 durch den Shift-Key hoch PIN-Länge, denn jede Ziffer darf theoretisch beliebig oft vor kommen. Das bedeutet natürlich auch, dass mit der PIN-Länge die Anzahl Möglichkeiten exponentiell ansteigen. Während eine 7-Zifffern-lange PIN schon 1.28 Milliarden mögliche Kombinationen ergibt, sind bei 15-Zeichen langen PINs sagenhafte 32.768 Trillionen Möglichkeiten wählbar. Das sind 18 Nullen nach dem Punkt! Gut, streng genommen müssen noch die unmöglichen Möglichkeiten angezogen werden. Aber die halten sich in Grenzen: Die Folgen aus gleichen Ziffern sind ja nur 20, egal wie lange die PINs sind: 1111111, 2222222, etc. und dasselbe in Kombination mit Shift. Aufsteigende und absteigende Zahlenabfolgen wiederum gibt es ein paar mehr Möglichkeiten, die der Algorythmus von iStorage ausschliesst, (etwa 789012345), doch auch die sind begrenzt. Da Shift+Ziffer nicht als konsekutiv betrachtet wird,also Shift+1 nicht nach 1 oder nach 0 folgt, hat jedes der 20 Zeichen genau zwei Möglichkeiten, eine ungültige Zahlenreihe zu eröffnen: Aufsteigend oder absteigend. Somit sind ​\( 20*2 \)​ Zahlenfolgen ungültig.

 

Wir sprechen hier also von 1.28 Milliarden – 40 Möglichkeiten bei 7-Ziffern-PINs und 32.768 Trillionen – 40 Möglichkeiten. Mathematisch notiert also:

 

\( (2*10)^{[7;15]}-2*20 \)

 

Trotz oder gerade aufgrund der minimalen Einschränkungen sind das immer noch immens viele mögliche Kombinationen. ​Das dies für selbst für Bruteforce-Attacken sehr schwierig werden dürfte, ist klar. Zufällig zu erraten dürfte auch aussichtslos sein, zumal die PIN-Länge ja meist nicht mal bekannt sein wird.

Burte Force Schutzmechanismus

Zudem schützt sich der dataShur PRO2 wie sein Vorgänger ebenfalls gegen rohe Gewalt gegen gen Schlüssel, indem nach einem bis zehn Fehlversuchen der User-PIN ungültig wird und das Gerät per Admin-PIN entsperrt werden muss. Die Anzahl Fehlversuche für die User-PIN kann im Admin-Modus konfiguriert werden von 1 bis 10. Admin-PINs haben immer 10 Fehlversuche und Recovery-PINs 5. Danach löscht sich der ganze Stick komplett selbst bzw. löscht den Recovery-PIN.

User-PIN-Regeln

Als Admin kann man mit der entsprechenden PIN zudem Einschränkungen und Vorgaben für die User PIN machen. Diese wählt  ja die Person, die den Stick benutzen wird, in der Regel selbst aus. Man kann hier jedoch festlegen, wie lange sie abweichend von den sieben Ziffern bzw. Zeichen mindestens sein muss und ob einer oder mehrere Spezialzeichen benötigt werden. Spezialzeichen werden per Shift-Tastenkombination eingegeben.

Einmalige Recovery PIN

Die einmalige User-Recovery-PIN kann mittels Admin-Modus eingestellt werden für den Fall, dass die User-PIN vergessen wurde. Mit dieser Recovery-PIN ist es nämlich möglich, eine neue PIN zu wählen, ohne die Daten zu verlieren.

Zurücksetzen und Selbstzerstörung

Der dataShur PRO2 kann komplett zurückgesetzt werden. Entweder durch fehlerhafte Eingaben des Admin-Pins oder durch die bereits erwähnte Selbstzerstörungs-PIN. Dabei werden alle PINs, die verschlüsselten internen Verschlüsselungs-Keys und alle Daten für immer unwiederbringlich zerstört. Das Gerät kann nun neu aufgesetzt werden, wobei pseudozufällige neue internen Verschlüsselungs-Keys generiert und verschlüsselt werden und der dataShur PRO2 neu Konfiguriert werden kann. Dies kann beliebig oft wiederholt werden.

Nur-Lesen-Modus und globaler Nur-Lesen-Modus

Im Recovery-Modus wird, entgegen der landläufigen Bedeutung, ja nur die User PIN Wiederhegrestellt durch die einmalig gültige Recovery-PIN. Jedoch kann mittels Admin-Modus der dataShur Stick auch in einen Nur-Lese-Modus gesetzt werden. Dann werden die Daten lesbar, können aber nicht mehr verändert werden. Dieser Modus bleibt so lange bestehen, bis er per Admin-Modus wieder deaktiviert wird. Zudem kann sogar ein globaler Nur-Lese-Modus konfiguriert werden, so dass auch nach dem Verlassen des Admin-Modus selbst die User-PIN keinen Schreibzugriff mehr auf die eigenen Daten erlaubt. Auch dieser Modus bleibt aktiv bis er manuell im Admin-Modus deaktiviert wird.

Automatisches Sperren

Zieht man den dataShur PRO2 Security-Datenstick vom Rechner ab oder schliesst diesen nach erfolgreicher PIN-Eingabe nicht innerhalb von 30 Sekunden an ein Gerät an, was den USB-Stick als Datenträger anspricht, sperrt er sich wieder automatisch. Diese Zeitspanne kann nicht verändert werden. Auch beim Auswerfen des Datenträgers im System wird er automatisch gesperrt. Dies jedoch kann über den Bootmodus deaktiviert werden.

Bootfähig machen

Im bootfähigen Modus wird der dataShur PRO2 nicht deaktiviert und gesperrt, wenn der Datenträger ausgeworfen wird. Die Entsperrt-LED bleibt grün. Um ihn in einem anderen Gerät zu verwenden, muss der Stick erst abgezogen werden.

Dies ist nützlich, wenn man ein Betriebssystem direkt von dem verschlüsselten Stick starten will.

Whitelisting

Das Whitelisting mittels einzigartiger VID/PID bzw. interner/externer Seriennummer und aufgedrucktem Barcode wurde bereits eingangs erwähnt. Dies ist insofern ein Security-Feature, als es in Netzwerkumgebungen, gerade von Unternehmen, hilfreich sein kann, einzuschränken, welche Peripheriegeräte wie USB-Sticks überhaupt benutzt werden können an den Rechnern. Für sogenannte Zero Clients oder auch Thin Clients ist das mitunter sehr interessant.

dataShur PRO2 vs. dataShur PRO

Im Vergleich zum Vorläufermodell dataShur PRO hat iStorage nunmehr einen etwas grösseren und etwas schwereren dataShur PRO2 aufgelegt. Der Stick ist nunmehr 7 mm länger und 3 mm höher, jedoch 1 mm schmaler laut Herstellerangaben. Dafür wiegt er inklusive Verschlusskappe fast 12 Gramm mehr.Das fällt im direkten Gegeneinander durchaus auf. Der Stick ist etwas klobiger und länger. Gerade in schmalen Laptops ist dies negativ, da der Stick so ein paar Millimeter nach unten aufträgt und so den Laptop vom Tisch anhebt, was zu einer unerwünschten mechanischen Belastung des USB-Anschlusses führt. Die feste Metall-Öse am Ende hingegen macht einen guten Eindruck und ist für alle, die den Stick etwa am Schlüsselbund befestigen wollen, sicherlich eine gute Lösung. Der filigrane Metalldraht des Vorgängermodells sah da schon etwas weniger vertrauenerweckend aus.

 

Markanter fallen jedoch die grösseren Tasten im Vergleich in den Blick sowie die die angeschrägte Oberseite, in der sie liegen. Damit kann man beim dataShur PRO2 nicht mehr wie beim dataShur PRO die Verschlusskappe ungeachtet der Ausrichtung aufsetzen. Das ist ärgerlich, zumal die Verschlusskappe auf dem dataShur PRO2 gerne mit den Gummitasten verkanntet, wenn man sie falsch aufzusetzen versucht.

 

Auch die Tasten sind, obschon sie etwas grösser sind als beim Vorgängermodell, schwieriger zu bedienen. Sie liegen näher beisammen und sind schräg. Zudem benötigen sie mehr Druck, was das Eintippen des PIN zu einer Übungs- und Gewöhnungssache macht.

 

Eine klassische Verschlimmbesserung an dieser Stelle.

 

Was hingegen technisch schon verbessert wurde, sind klar die Datenübertragungsraten. Während laut Herstellerangaben der dataShur PRO mit USB 3.0 noch 116 Mbit/s lesend und 43 Mbit/s schreibend in den Ring warf, ist der dataShur PRO2 mit USB 3.2 Gen. 2 mit 168.4 MB/s lesend und 116.5 MB/s schreibend dabei. Gerade die deutlich schnelle Schreibgeschwindigkeit fällt auf und macht sich bemerkbar.

 

Den neuen dataShur PRO2 gibt es in viel mehr Speichergrössen als das Vorgängermodell. Dieses war mit 4, 8, 16, 32 und 64 GB zu haben, während der PRO2 nun zudem auch noch 128, 256 und 512 GB bieten kann.

 

Auch die Sicherheitsfunktionen wurden verbessert. Kannte schon der dataShur PRO auch einen Admin-Modus und so eine User- und Recovery-PIN-Verwaltung, ist beispielsweise der Selbstzerstörungspin neu und James Bond hätte vermutlich Freude daran. Dieser ist nützlich, um im Falle der Fälle nicht auf die Brute-Force-Sicherung zu vertrauen, sondern direkt alle Daten sicher verschlüsselt überschreiben zu können. Oder, man denke an James Bond, um Androhung von unter Folter oder anderer schlimmen Konsequenzen, den falschen PIN herauszugeben.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Benchmarks

Die Leistung des dataShur PRO2 lässt sich durchaus sehen. Sowohl mit exFAT wie auch mit NTFS formatiert unter Windows 10 kommen via USB 3.2 stolze Werte zu Stande. Im Vergleich mit dem älteren dataShur PRO zeigt sich auch deutlich der Performance-Gewinn. Gemessen haben wir mit CrystalDiskMark 7.0.0 im Standard-sowie im Real World-Profil. Auch ist hier der Vergleich zum Vorgängermodell dataShur PRO mit 32 GB zu sehen.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

 

Insgesamt sehen die Leistungspunkte für den dataShur PRO 2 hier sehr ansehnlich aus. Durchgängig passable Geschwindigkeiten sowohl für sequenziellen wie auch zufälligen Zugriff auf den Datenspeicher. Ein Unterschied zwischen Dateisystemen NTFS und exFAT lässt sich zwar darstellen, ist aber kaum relevant. Ebenso der Eindruck, der Stick wäre langsamer als das Vorgängermodell im Benchmark, der vermutlich eher auf Messschwankungen zurückzuführen ist.

 

Vielmehr wichtig ist, dass die Schreibgeschwindigkeit im Vergleich zum dataShur PRO deutlich zugenommen hat und nun fast auf dem selben Niveau wie beim Lesezugriff liegt.

Testeindruck des dataShur PRO2 von iStorage

Im Alltagstest schlägt sich der Nachfolger des dataShur PRO recht gut. Die erste Inbetriebnahme ist schnell gemacht und der Stick dank der guten Datenraten zügig formatiert im Dateisystem der Wahl.

 

Die Eingabe und Bedienung der verschiedenen Funktionen ist relativ Intuitiv, sobald man sich in das Produkt eingearbeitet hat. Ein Griff zum englischsprachigen Handbuch ist aber dennoch öfter nötig. Will man beispielsweise die konfigurierte User-PIN-Policy prüfen, zeigt der dataShur PRO2 diese durch einen Blinkcode mit den drei LED an, was natürlich erläuterungsbedürftig ist.

Durch die verschiedenfarbigen LED erkennt man aber auch bald schnell selbst, in welchem Modus man gerade ist. Der dataShur PRO2 kann an allen Geräten und unter jedem Betriebssystem benutzt werden. Auch ältere USB-Anschlüsse funktionieren, natürlich entsprechend langsamer. Selbst am Smartphone und Tablet geht das, meist jedoch mit entsprechenden Adaptern wie für alle USB-Sticks.

 

Die Tasten sind wie erwähnt im Vergleich etwas schwergängiger und unhandlicher, doch wer das Vorgängermodell nicht kennt, und auch wer doch, wird sich schnell an die Tasten gewöhnen und damit zurecht kommen können.

 

Unter Vollast wird der Stick spürbar warm. Darüber sollte man sich aber nicht wundern. Schliesslich müssen alle Daten ja nicht nur gespeichert sondern auch allerhand Verschlüsselung damit angestellt werden.

Bilder: PocketPC.ch / Jeanrenaud

Preis und Fazit zum dataShur PRO2

Den dataShur PRO2 USB-Stick mit Hardwareverschlüsselung und USB 3.2 gibt es in den Grössen 4 GB, 8 GB, 16 GB, 32 GB, 64 GB, 128 GB, 256 GB und 512 GB. Jedoch variieren die Preise zwischen den einzelnen Varianten ziemlich, so dass man sich gut überlegen muss, wie viel Speicherplatz man auf dem transportablen USB-Stick braucht. Die von uns getestete Variante mit 256 GB schlägt mit knapp 410 Euro zu Buche. Direkt beim Hersteller iStorage UK ist es für 279 £ zu bekommen. Digitech.ch beispielsweise verlangt für den Hochsicherheits-USB-Stick mit 256 GB gerade 424.- SFr.

 

 

Wer den iStorage datashur PRO2 USB.3.2-Stick kauft, bekommt man ein sehr interessantes, schnelles und portables Speichermedium mit Hardwareveschlüsselung und PIN-Tastatur. Damit ist sichergestellt, dass der Stick auf jedem Betriebssystem und egal mit welchen Daten darauf sicher funktioniert, da keine Programme auf dem Rechner installiert oder gestartet werden müssen. Wer will, kann den Stick ja auch in den Boot-Modus versetzen und davon ein Betriebssystem verschlüsselt starten.

 

Die Sicherheitsfunktionen machen den dataShur PRO2 nicht gerade preiswert und auch nicht gerade handlich. Doch nicht ohne Grund, scheint es, ist iStorage nach eigenen Angaben weltmarktführend für PIN-gesicherte, hardwareverschlüsselte Speicherlösungen.

 

Die nahtlose, verlässliche Verschlüsselung und die vergleichsweise einfache Bedienbarkeit machen den dataShur PRO2 jedoch für Personen, die entsprechenden Bedarf an sicheren Offline-Speicherlösungen haben, sicherlich interessant.

Oder doch das Vorgängermodell?

Gerade weil per Admin-PIN mehrere User-PINs vergeben und verwaltet werden können und die neu hinzugekommene Selbstzerstörungs-PIN (Stichwort: absolut plausibles Dementi) machen neben dem James-Bond-Feeling den dataShur-Stick noch ein Stückchen sicherer als das Vorgängermodell. Was allerdings wie erwähnt auffällt, sind kleinere designtechnische Rückschritte. Die Tasten sind zwar etwas grösser, dafür aber leicht schräg und leicht versenkt, was sie schwieriger zu treffen macht. Da macht auch die neue Shift-Taste, welche die Anzahl möglicher PIN-Kombinationen nochmals vervielfacht, wenig wett. Zudem ist der Stick grösser und schwerer als das Vorgängermodell geworden und in vielen, gerade sehr flachen, Laptops tiefer als der Boden des Rechners, so dass er auf der Unterlage aufliegt. Dies und die Dachspitze der Oberseite, die den Verschluss nun eine Richtung aufzwingt, stehen dem dataShur PRO2 nicht gut zu Gesicht. Der nun fest eingebaute Schlüsselring-Halter aus einer Zinklegierung ist zwar ein Plus, benötigt aber schon arg grosse Schlüsselringe. Da war die Drahtschlaufe am dataShur PRO der ersten Generation ebenfalls handlicher.

 

Kurzum: Wer die neuen Features des dataShur PRO2, die Schreibgeschwindigkeit  und/oder die Speicherkapazität von mehr als 64 GB nicht unbedingt möchte oder braucht, kann vermutlich, auch aufgrund der günstigeren Preise, getrost zum älteren dataShurt PRO greifen. Mit dem dataShur PRO2 macht man aber auch auf keinen Fall etwas falsch. Dafür bekommt man einen sehr schnellen, sehr sicheren und robusten Datenspeicher für unterwegs mit bis zu 512 GB Speicherplatz.

 

Die drei Jahre Garantie und lebenslangen technischen Support des Herstellers zeigen, wie sehr iStorage seinen Fertigungsprozessen vertraut.

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