Di. 04. Juni 2019 um 7:09

Super Mario Maker 2: Warum ich eine Smartphone-Version haben möchte

von Marcel Laser0 Kommentare

Super Mario Maker 2 wird im kommenden Juni endlich für die Nintendo Switch veröffentlicht. Einige Stunden konnte ich mit dem Spiel bereits aus Testzwecken verbringen, doch lässt mich derzeit ein interessanter Gedanke nicht mehr los. Denn die Nintendo Switch Konsole ist sehr stark mit unseren Smartphones verwandt und ich denke, dass ein Super Mario Maker für unsere täglichen Begleiter absolut Sinn machen würde.

Mario Maker 2: Wie für den kapazitiven Touchscreen gemacht

Warum ich so denke, hat vor allem einen entscheidenden Grund. Noch nie fühlte sich Super Mario Maker auf einer Nintendo Konsole so toll an, wie auf der Switch. Die Wii U-Version und auch die Nintendo 3DS-Variante kommen hier beim Spielgefühl nicht mit. Das liegt vor allem daran, dass die Switch auf einen kapazitiven Bildschirm setzt, während Wii U (Tablet-Controller) und Nintendo 3DS mit resistiven Displays arbeiten.

 

Den Finger auf einem kapazitiven Display für den Level-Bau zu nutzen, fühlt sich richtig gut an. Irgendwie schon fast natürlich. So viel kann ich jedenfalls schon verraten: Nintendo hat sich eine Menge Mühe gegeben, den Super Mario Maker 2-Editor für die Display-Bedienung zu optimieren. Kein Wunder, die Erfahrung des ersten Teils ist hier von Vorteil. Man darf also stark davon ausgehen, dass die meisten Super Mario Maker 2 auf dem Display der Switch spielen werden.

 

Nun ist es so, dass viele Smartphones bereits über riesige Displays verfügen. Egal ob iPhone XS Max, Samsung Galaxy S10+ oder gar das Huawei Mate 20 X. Es wäre also ein Leichtes, das Spielprinzip von Super Mario Maker 2 auf diese Geräte zu übertragen. Zudem ist die Prozessor-Leistung der High-End-Smartphones der Nintendo Switch bereits seit längerer Zeit deutlich überlegen. Egal ob CPU oder GPU: Aktuelle Geräte schlagen die Switch um Längen.


Super Mario Maker 2: Einfach perfekt für einen kapazitiven Touchscreen.

Steuerung auf Smartphones nur ein kleines Teilproblem?

Natürlich muss auch ich als Konsolen- und PC-Spieler einige Kompromisse eingehen. Die Meisten lieben einfach das haptische Feedback echter Buttons eines Controllers, dass beim herumdrücken mit dem Finger auf dem Display fehlt. Denn die Level in Super Mario Maker 2 müssen ja nicht nur gebaut, sondern auch ausprobiert und gespielt werden.

 

Ich sehe das allerdings an dieser Stelle pragmatisch. Die Nintendo Switch begleitet mich fast ausnahmslos auf all meinen Reisen. Ich habe zusammen mit dem Smartphone und der Switch also sowieso fast immer mehrere Geräte in meiner Tasche. Rein theoretisch hätte ich kein Problem damit, einen Controller für das Smartphone gegen die Switch im Rucksack zu tauschen.

 

Dann würde auch die Steuerung von Super Mario Maker 2 auf einem Smartphone kein Problem mehr darstellen. Die Level könnten in Ruhe gebaut und bespielt werden. Nach Abschluss der “Arbeit” müsste man diese dann nur noch für alle zugänglich bei Nintendo hochladen.

Super Mario Maker 2: Grössere Basis bedeutet mehr Content

Auch wenn die Wii U als Fehltritt bezeichnet wird, so ist Super Mario Maker ein vielgespielter Online-Titel und YouTube-Videos zum Thema generieren täglich Millionen von Klicks. Da Spieler und Spielerinnen ja ihre eigenen Level kreieren und hochladen können, gibt es auch fortwährenden Nachschub an Herausforderungen.

 

Ein Super Mario Maker 2 für Smartphones würde dieses Erlebnis noch einmal drastisch erweitern. Man stelle sich einfach vor, dass die Commmunity eben durch Smartphones noch einmal deutlich aufgestockt wird. Der Nachschub an Content würde exponentiell in die Höhe schnellen.

 

Und seine Werke auch unterwegs zu bearbeiten, ohne ein zweites Gerät mitschleppen zu müssen, wäre ebenfalls ein Traum. Einfach das Smartphone aus der Tasche nehmen und ein Level bauen, mit einem Gerät weniger dabei, würde ich durchaus begrüssen.

Galaxy S9 beim Spielen
Smartphone Displays werden immer grösser und das Gaming-Erlebnis dadurch besser.

Ein Smartphone kann die Switch allerdings nie ersetzen

Das bringt mich nun auch zu meinem letzten Punkt, denn grundsätzlich ist ein Smartphone kein direkter Switch-Ersatz. Schliesslich haben wir die Nintendo Switch in erster Linie nicht nur für ein einziges Spiel und die optimierte Programmierung für den Handheld hat schon so seine Vorteile.

 

Für ein Super Mario Maker 2 für Smartphones müsste Nintendo auch einiges öffnen, damit eine Plattform-übergreifende Kompatibilität gewährleistet wäre. Zumal das Spiel im Internet nur spielbar ist, wenn man selbst ein Nintendo Online-Abonnement besitzt. Das erschwert die Situation natürlich noch weiter.

 

Ich würde mich aber auch schon darüber freuen, wenn es lediglich den Editor aus Super Mario Maker 2 für Smartphones geben würde! Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass das wohl absolutes Wunschdenken bleibt. Dennoch freue ich mich riesig auf das Spiel für meine Nintendo Switch. Und der neu ausgelöste Hype scheint auch auf YouTube wieder für ordentliche Klickzahlen zu sorgen.

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