LG Spirit - Gutes Einstiegsgerät zum Schnäppchenpreis LG Spirit - Gutes Einstiegsgerät zum Schnäppchenpreis
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  1. Da mein G4 urplötzlich die Grätsche gemacht hat (ohne fremdes Zutun, einfach so), habe ich mir auf die Schnelle übergangsweise ein LG Spirit zugelegt. Wer ein günstiges Smartphone für 120 € sucht, ist hier richtig.

    Pluspunkte:
    Die Sprach- und Verbindungsqualität im E-Netz ist besser als bei G3 und G4 (zu anderen Netzen kann ich es nicht sagen). Die Akustik an sich ist zwar relativ dumpf und man kann teilweise ein minimales Hintergrundrauschen wahrnehmen, aber die Verständlichkeit des Gesprächspartners ist besser, da es keine kurzen Unterbrechungen, verschluckte Wortsilben und Störgeräusche gibt, wie ich sie aber von G3 und G4 kenne. Allerdings kommt es zum Teil zu Rückkopplungen. Insgesamt trotzdem besser als bei meinen G3 und G4. Der Akku hält länger durch als bei den Premium-Geräten, obwohl er nur 2100 mAh Kapazität hat. Allerdings bricht er ab 14 bis 15 % innerhalb von 2 oder 3 Minuten völlig zusammen, runter auf 0 %. Da darf man sich dann nicht auf die Anzeige verlassen, 15 % entspricht hier eigentlich 1 %. Das Gerät ist optisch recht ansprechend, für die Preisklasse. Die Rückseite ist zwar aus Plastik, sieht aber aus wie Metall (der Kunststoff fühlt sich allerdings billiger an als bei G3 und G4). Der HD-Bildschirm ist scharf, hell und hat eine hohe Blickwinkelstabilität.

    Sonstiges:
    Die Farbdarstellung geht in Ordnung, allerdings sind die Farben deutlich matter als bei G3 und G4. Der Empfang ist nur Mittelmaß, die Performance unteres Mittelfeld. Apps und Menüs werden zwar meist relativ zügig geladen und auch Webseiten werden gar nicht mal so unperformant aufgebaut, allerdings lädt das Spirit beim Tabbed Browsing Tabs meistens bei jedem Aufruf erneut nach, selbst wenn nur zwei Tabs geöffnet sind und man nur zwischen diesen beiden Tabs wechselt. Das liegt wohl am kleinen Arbeitsspeicher von nur 1 GB, da ist offenbar kein Platz um Webseiten zwischenzuspeichern. Der Akku ist wechselbar und es werden sogar microSD-Karten unterstützt (was vorteilhaft ist, da der verbaute Flashspeicher nur 8 GB klein ist, von denen keine 3 GB nutzbar sind). Auf eine Benachrichtigungs-LED muss man genauso verzichten, wie auf einen Sensor, der die Display-Helligkeit automatisch regelt. Nützliche Features wie den Knock Code und das LG Clipboard finden sich auch auf dem kleinen Spirit. Die Kamera hat keinen manuellen Modus und schießt nur bei gutem Tageslicht brauchbare Bilder - teilweise. Denn der Autofokus ist nicht besonders zuverlässig, so dass Bilder immer wieder unscharf werden und es mehrere Versuche braucht. Aufnahmen bei nicht optimalem Licht kann man komplett vergessen (grundsätzlich unscharfer Matsch), mit Blitz gelingen allerdings auch bei Dunkelheit scharfe Bilder, wenn die Objekte nahe am Objektiv sind. LTE unterstützt das einfache Spirit nicht, allerdings gibt es ein Spirit 4G, welches LTE-Empfang mit an Board hat. Dieses kostet 20 € mehr.

    Fazit:
    In der Preisklasse um 120 € ist das Spirit bestimmt eines der besseren Smartphones. Schön kompakt (4,7" Bildschirmdiagonale) und leicht ist es außerdem. Ich bin für ein Übergangshandy mehr als zufrieden, kann zuverlässig telefonieren, messengen und im Web surfen. Wer nicht unbedingt High End braucht, kann mit dem Spirit durchaus längere Zeit glücklich werden. Ernste Mängel hat es eigentlich keine, die größten Minuspunkte sind die schlechte Kamera und die Sache mit dem Tabbed Browsing.




    Update 25.12.2015:

    Nach nun drei Wochen Gebrauch muss ich meine Empfehlung etwas revidieren. Die Kamera ist wirklich sehr schlecht, also richtig, richtig schlecht! Mittlerweile nervt sie mich nur noch. Dauernd braucht es mehrere Versuche bis wenigstens ein brauchbares Bild rauskommt und selbst das ist dann noch 0815. Und das auch nur bei sehr viel Licht, wie bereits geschrieben, andernfalls kommen tatsächlich nur Bilder für den Papierkorb heraus. Daher empfehle ich das Gerät wirklich nur Leuten, die absolut keinen Wert auf die Kamera legen bzw. solchen, die die Kamera sowieso gar nicht oder so gut wie gar nicht nutzen.

    Der kleine Arbeitsspeicher führt nicht nur zu ständigen Seiten-Reloads beim Tabbed Browsing, sondern auch zu Problemen beim Bilderupload auf z. B. Facebook. "Der Vorgang konnte aufgrund unzureichendem Arbeitsspeicher nicht ausgeführt werden", heißt es da oft. Wenn man den Versuch dann ein paar Mal wiederholt, klappt es irgendwann. Auch das nervt mich mittlerweile sehr.

    Endgültiges Fazit:
    Das Spirit ist gut zum Telefonieren und Messengen, mit überzeugender Ausdauer, Wechselakku, Speicherkartenslot und scharfem, hellem Bildschirm. Es kommt gut klar mit Apps wie Taschenrechnern, Pendel Panda Fahrplanauskunft, Idealo Preisvergleich, Billiger Tanken, Arte oder Klack TV Programm, Wörterbüchern, E-Mail Clients etc. Spiele habe ich, außer Doodle Jump, auf dem Spirit nicht gespielt. Hier reicht die Leistung vermutlich grundsätzlich nur für einfachere Games aus. Webbrowsen ist unter gewissen Einschränkungen relativ flott möglich, Fotos kann man überwiegend komplett vergessen.
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  2. PS:

    Das hier vorgestellte Spirit ohne LTE hat eine 5 Megapixel Kamera. Die LTE Version hat 8 Megapixel und auch die Linse bzw. Kameraoptik könnte bei der LTE-Version besser sein. Zumindest subjektiv sahen einige Spirit 4G Fotos, die ich im Internet gefunden habe, besser aus als von meinem Spirit. Wirklich gut waren die aber auch nicht, eher brauchbares Mittelmaß.
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