Artikel: Richard Stallman: Android ist keine freie Software Artikel: Richard Stallman: Android ist keine freie Software
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  2. hmm wie ist das eigentlich mit der GPL? legt die auch fest, dass jede zusatzsoftware und treiber open source sein muss? wenn mans genau nimmt besteht doch das reine android OS nur aus dem kernel und der dalvik engine mit all seinen APIs oder? alles andere was von google dann entwickelt wurde, die ganzen anwendungen wie der mail client, kalender, browser und und und (nur als beispiele, ich sag jetzt nicht dass die closed source sind) sind zwar mit android zusammen ausgeliefert also kompettpaket wie bei den linux distros auch aber sind doch dennoch eigenentwicklungen die nix mit dem OS selber zu tun haben.... oder lieg ich da falsch?und auch unter linux distros am PC gibt es doch closed source treiber der hardwarehersteller die nicht unter die GPL fallen....so falsch find ich den ansatz der hardwarehersteller auch garnicht... man bedenke, dass man mit fehlerhaften treibern auch gern mal die hardware zerstören kann und bei solchen massensystemen wie android, viel eher vom normaluser mal probiert wird andere versionen zu flashen oder zu patchen....das mit den geschlossenen bootloadern und noch stärker gesperrten geräten bei den herstellern ist wiederum eine sache der hersteller selber und hat ja teils wieder andere mehr oder weniger gute gründe.... meist noch lizenzgründe wegen vorinstallierter software durch die die hersteller mitverdienen, simlock-systeme die mit offenem bootloader leicht umgehbar wären oder DRM schutzsysteme die entsprechend der vorgaben der medienindustrie gesichert werden müssen....SE beispielsweise lässt zwar bei ungebrandeten geräten das unlocken des bootloaders zu, löscht aber gleichzeitig auch unwiederbringlich die DRM schlüssel was die verwendung von DRM inhalten unmöglich macht....generell zu sagen android selber würde sich zu einem properitären system entwickeln finde ich definitiv übertrieben.... wenn überhaupt dann sorgen manche hersteller dafür...
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  3. Auf Desktop-Systemen mit Linux hast du die Wahl was du benutzen willst. Du kannst prprietäre Treiber installieren, und auch wieder entfernen und auf die OpenSource Treiber zurückgreifen etc. Alle Treiber in einem reinen Linuxsystem sind von Grund auf Frei und von der jeweiligen Distri zur Verfügung gestellt und über die Websites auch einsehbar. Der User kann auch jeweils NACH der Installation frei wählen wie er weiter verfahren will. Ob es nun Sinn macht Systeme zu verschliessen oder nicht ist ja hier nicht das Thema. Sondern das das verschliessen der Systeme Googles Aussagen in Waagschale werfen es wäre komplett frei. Stallmann hat nur aufgewogen was freie Software ist und es anhand des Android-Systems verglichen. Aber selbst mit Honeycumb geht Google im Moment andere Wege. Sie haben zwar gesagt sie würden den Quelltext offen legen, aber halten bis heute den Honeycumb Quelltext unter Verschluss. Eine Sache die Stallman zusätzlich bemängelt hat. Es hat ja auch niemand behauptet Android würde ich zu einem reinen proprietärem System entwickeln, es befürchten nur derzeit einige Analysten auf Grund der Handlungsstränge die derzeit bei Google vorgehen.
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  4. Was mich an den Herstellern (in meinem Fall HTC) am meisten aufregt, ist dass sie eeeewig warten, bis sie die Kernel source freigeben. Und die ist dann manchmal sogar irgendwie "kaputt", oder es fehlt etwas..Auch haben sie ihr versprechen alle neue Geräte werden unlockable sein nicht eingehalten.Die Apps, welche Google selbst geschrieben hat, können sie natürlich auch closed source machen, aber ich finde, dass wenn man Sourcecode verwendet, der unter der GPL Lizenz steht, muss man den Sourcecode auch Zeitgleich mit dem Offiziellen release veröffentlichen.
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  5. @Oneok mit Honeycomb geb ich dir recht das stimmt... find ich auch nciht ok...klar ist das so schwieriger für die entwickler fangemeinde und auch für die hersteller (bezogen auf honeycomb) selber anpassungen vorzunehmen, andererseits muss man auch sagen, dass diese "anpassungen" am android quellcode bei smartphones seitens der hersteller schon sehr oft probleme gamacht hat.... besonders was kompatibilität angeht....mag ja sein dass google sein wort nicht hält, mit dem offenen system, allerdings muss man auch die kehrseite der medallie sehen, dass es dem user zugute kommt, da die hersteller keine chance bekommen am kernel was zu ändern und so schon fast gezwungenermaßen schneller updates liefern müssen/können und kompatibilitätsprobleme mit apps vermieden werden.... ich kann mich noch gut erinnern wie auf den samsung android geräten und auch bei HTC tonnenweise kommentare im market waren mit apps die nicht laufen oder crashen, die aber auf anderen geräten tadellos liefen welche nicht so extrem angepasst wurde....das sind aber sachen, die den normaluser nicht wirklich interessieren... für den musses laufen.... aber, dass google seine versprechen einhält würd ich mir trotz allem wünschen da am ende doch jeder davon profitiert....@localhostseh ich auch so... hab das bei HTC auch beobachtet so nebenbei.... das ist nen punkt wo ich SE mal loben muss... ihr versprechen, alle freien xperias seit dem Arc unlockable zu machen haben sie bisher anstandslos umgesetzt....
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  6. Hi zusammenIch bin nicht so erfahren in sachen Android wie es manche von euch scheinen aber ich habe glaubich das meiste versanden. Doch ich habe trotzdem eine Frage. Wie ist es mit dem Thema Sicherheit? Wäre die gesamte Source offen, könnte man da mit einem gewissen Know-How nicht extremen Schaden anrichten? Vor allem bei den Benutzen die ihr erwähnt habt, die eigentlich nur wollen dass ihr Gerät läuft. Ich weiss nicht inwiefern das jetzt hierhin passt. Aber das war das erste was mir in den Sinn gekommen ist als ich gelesen habe dass Google und andere Hersteller ihre Quellcodes nicht komplett offenlegen...
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  7. Natürlich ist es sinnvoll einige Dinge unter Verschluss zu halten. Ich würde iOS nicht benutzen wenn ich es nicht so sehen würde. Auch bei Android ist vieles unter Verschluss das meiner Meinung nach nicht direkt an den User gehen soll. Verwerflich hierbei ist eben, dass Google vom Betriebssystem redet "frei und offen für jedermann" und mittlerweile kann Google eigene gesteckte Ziele nicht mehr halten, die Stallman nun kritisiert. Aber es war abzusehen, auch das die Hersteller ihre eigene Kiste bauen wollen. Es widerspricht nur der GPL und freien Software Ideologie. Auch das Google anteile aus den Linux APIs genommen und einverleibt hat ohne sie preis zu geben sehen Stallmann und Müller (FOSS Patents) kritisch. Es wurde damit direkt gegen die GNU GPL verstoßen. Auch die Kommentare der APIs wurden zu eigenen Zwecken entfernt.Google sollte sich besinnen: Die Custom-Blöcke frei machen und "systemintegrative" Dinge weiter sperren und es am Ende auch öffentlich machen und sagen: "Wir haben zur Einfachheit und der Benutzerfreundlichkeit im System einige Dinge gesperrt und halten sie unter Verschluss" Ich glaube dann wäre auch Stallman zufrieden Solange sie die Linux APIs in ihrem System freigeben würden... ^^
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  8. Zitat Zitat von mexmirror Beitrag anzeigen
    Hi zusammenIch bin nicht so erfahren in sachen Android wie es manche von euch scheinen aber ich habe glaubich das meiste versanden. Doch ich habe trotzdem eine Frage. Wie ist es mit dem Thema Sicherheit? Wäre die gesamte Source offen, könnte man da mit einem gewissen Know-How nicht extremen Schaden anrichten? Vor allem bei den Benutzen die ihr erwähnt habt, die eigentlich nur wollen dass ihr Gerät läuft. Ich weiss nicht inwiefern das jetzt hierhin passt. Aber das war das erste was mir in den Sinn gekommen ist als ich gelesen habe dass Google und andere Hersteller ihre Quellcodes nicht komplett offenlegen...
    Da ich auch für Android und andere Linux Distris entwickel kann ich dir das recht genau schildern ^^ Eine erweiterte Gefahr besteht eigentlich bei OpenSource nicht. Es Entwickeln so viele Leute daran das Sicherheitslücken schneller erkannt und gefixed werden als bei proprietärer Software. Zum Beispiel grad bei Linux ist es so das Patches sofort eingespielt werden sobald sie raus sind. Mozilla Firefox und Googles Chrome sind auch komplett Open Source und deutlich sicherer als der Internet Explorer der nur schleppend mit Updates versorgt werden. Natürlich bietet OpenSource auch die Gefahr durch den eigenen Nutzer. Aber das bleibt jedem selbst überlassen in wie weit er in seinem System rumfummelt. Generell Sorgen machen muss man sich aber jetzt nicht nur weil der Quelltext frei zugänglich ist
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  9. 23.09.2011, 14:16
    #9
    Rein theoretisch bietet dir ein offener Quelltext theoretisch sogar Vorteile im Bereich Sicherheit, da auch andere Leute als der Hersteller sich das ganze im Hinblick auf sicherheitsrelevante Bugs ansehen können.Zur Frage der Treiber. Laut GPL sind alle "abgeleiteten Werke" (darunter wird in der Praxis meistens definiert, alles was nicht ohne den GPL-Code laufen kann) ebenfalls unter die GPL zu stellen. Das betrifft also eigentlich auch die Treiber (insofern sind auch proprietäre Treiber am Desktop immer ein Verstoss gegen die GPL). Das wird halt geduldet, da man mit einer Ahndung des Vorgehens noch blöder dastehen würde (genauso wie Google gern mal gegen die GPL verstösst aber keiner der Kernel-Hacker dagegen vorgeht, da sie Android als große Chance sehen für Linux).Nicht davon betroffen sind die Userland-Tools (zu denen auch die Dalvik VM zählt). D.h. der Kernel ist GPL aber alles was da nicht dazugehört und auf den Standard-Unix-APIs aufsetzt kann quasi eine beliebige Lizenz haben. Um das sicherzustellen liefert Google statt der Standard-Linux GLibc C-Library ihre eigene Implementierung namens Bionic.Generell sehe ich ja den Weg das System zu standardisieren und das auch durchzusetzen als gut an (siehe den Weg von WP7 im Vergleich zu Windows Mobile) aber dann soll man auch hergehen und sagen: das was wir offengelegt haben ist alleine nicht (mehr) wirklich sinnvoll nutzbar. Das geht damit los, dass man eben besondere Anforderungen von Google erfüllen muss um den Marketplace nutzen zu dürfen (was wie wir wissen auch beinhaltet die Google-Location-Services verwenden zu müsen statt die anderer Anbieter, usw.). In einer Untersuchung im Auftrag der EU kam kürzlich heraus, dass Symbian in quasi jeglicher Hinsicht freier ist als Android - nur weiß halt kaum wer, dass das auch schon seit Jahren Open Source ist.Android entspricht momentan am ehesten MacOS X, dass zwar einige OpenSource Komponenten nutzt (Kernel, WebServer, etc.) aber letzten Endes dann doch als propritäres System anzusehen ist (wobei deren Kernel nicht GPL ist sondern BSD und damit keine Lizenzprobleme bei proprietären Treibern produziert).
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  10. /signed Ballz! Sehr schön ausgeschrieben
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  11. würd ich auch voll zustimmen wie gesagt falsch isses sicher nicht was google macht aber eherlich sollen sie bitte trotzdem sein....
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  12. Falsch ist es definitv nicht ^^ User können weniger kaputt machen und die Systeme sind stabiler und durchaus schneller. WP7 ist in meinen Augen damit einen sehr ordentlichen Weg eingeschlagen ^^
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  13. 23.09.2011, 15:51
    #13
    Wieso befürchtet man denn, dass google ein eigenes System entwickelt? Motorola ist doch immer ganz in Ordnung gewesen. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, dass Google ein "eigenes" Smartphone (Sehen wir mal von den Nexen ab) wäre das doch faaaantastisch.
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  14. Die Analysten haben die "Befürchtung" das Google von seinem "natürlichen" Android-Weg weg gehen wird und ein eigenes System aufbaut. Zwar immer noch Android, aber eben nicht mehr für andere sondern nur noch für sich und seine eigenen Smartphones. Ähnlich wie Apple eben. Das ist die Befürchtung der Analysten
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  15. 23.09.2011, 22:47
    #15
    Es ist gut, dass Android nicht in allen Punkten offen ist. Aber: Momentan handeln Google und auch die Smartphone hersteller ohne Lizenz. Die ist automatisch erloschen, mit dem verschweigen von SourceCode (nach der GPL) und kann nur durch ALLE beteiligten Entwickler wieder erteilt werden. Und ich glaube da werden sich einige wehren.Google wäre gut damit beraten, eine eigene OpenSource Lizenz zu erstellen. Schließlich hat Google auch eine ganz eigene Auffassung von diesem Begriff, der konträr zur allgemeinen Definition steht.Vor einigen Jahren war ich bei einem Vortrag mehrere Apple Entwickler, damals noch für Mac OS X auf PowerPC. Die hatten eine grandiose Idee: Man hat feste Hardware und dafür geschriebene Software. Die Hardware kann dabei Mängel haben, die später durch die Software ausgeglichen wird. Das selbe Prinzip ist beim iPhone angewendet worden. Ich kann durchaus die Befürchtung der Analysten teilen, denn Google hat inzwischen sehr viel Erfahrung gesammelt und weiß, dass es besser ist wenige gut funktionierende Komplettsysteme zu haben, als viele mit minimalem Funktionsumfang (Windowsprinzip, es läuft auf allen Rechnern gleich schlecht)
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  16. Man hätte sich aus über 700 Header-Dateien von Linux bedient, Quelltext kopiert und entsprechende Kommentare entfernt und somit einen riesigen Urheberrechts-Stein ins Rollen gebracht
    Hammer.Da kann man ja nur hoffen, das es nicht einfach so im Sande verläuft.Android baut auf Linux auf und da Linux "Open Spurce" ist, sollte das auch so bleiben und nicht durch illegale Änderungen als Eigentum behandelt werden.Das ist schon ein Ding...
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  17. Das Problem ist nicht, dass sich einige der Kernel-Entwickler wehren würden sondern, dass auch sehr viele einzelne kleine Patches im Laufe der Zeit eingeflossen sind - alle Urheber ausfindig zu machen (was nötig wäre) könnte schlicht und ergreifend nicht mer möglich sein.Eine Möglichkeit aus dem Dilemma wäre einen anderen Kernel zu nutzen (z.B. einen der BSD-Kernel), da diese ja dank der BSD-Lizenz keine Copyleft Klauseln beinhalten. Wobei die BSD-Kernel soweit ich weiß nicht für ARM-Architekturen optimiert sind.
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  18. Das stimmt wohl, es wird sehr schwierig werden, die einzelnen Dateien ausfindig zu machen und sie "wieder zu erkennen" und sie dann dem eigentlichen Endwickler zuzuordnen.Da ist von Guttenberg wohl nicht der einzigste, der abschreibt. Wenn man bedenkt, was große Firmen anstellen um ihre Software zu schützen (rechtliche Schritte), aber selber nicht besser sind wie der gemeine Raubkopierer. Da wird dann wohl mit zweierlei Maß gemessen, und am Ende kommen sie wieder ungeschoren davon. Naja... immer auf die Kleinen.
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  19. 24.09.2011, 20:31
    #19
    Dass der Gründer der Free Software Foundation nicht 'Hurra' ruft, wenn er Google untersucht, ist logisch. Trotzdem ist es das mit Abstand 'freiste' und 'offenste' OS für Smartphones, und das ist nicht zuletzt für den Erfolg von Android verantwortlich.
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  20. Wie eben eine Studie besagt ist Symbian deutlich freier aufgestellt als das Android ist. Auch Maemo/MeeGo liegt in der Hinsicht vorne. Was Android so weit nach vorne gebracht hat ist, dass es zur richtigen Zeit da war und die Hersteller von Smartphones nicht direkt mit Kosten konfrontierte um etwas zum iPhone vergleichbares anzubieten.
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