[Tutorial]Partitionsgrößen ändern
Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. 01.10.2012, 19:13
    #1
    Guten Abend! Wie versprochen hier das Tutorial auf Deutsch.
    Es ist aber doch etwas anders, als bei den XDAs beschrieben. Für Interessenten hier aber der XDA Thread.

    Eins Vorweg: Ihr tut dies auf eigene Gefahr! Weder ich, noch PocketPC.ch übernehmen Haftung über gebrickte Handys.

    Fangen wir auch gleich mal an.

    1. Das wird benötigt:
    • CWM Recovery – Ich empfehle hier die neuste Version zu nehmen
    • Eingerichtetes ADB – Das Handy muss auch im Recovery erkannt werden!
    • Custom ROM(*.zip) auf einer externen SD-Karte, wahlweise funktioniert auch ein Backup
    • Geduld
    • Ebenfalls empfehle ich ein wenig Kenntnis in der Unix/Linux Shell


    2. Partitionsgrößen auswerten
    Als erstes benötigt ihr eure Partitionsgrößen. Am Ende des Tutorials habe ich einige, von mir geschriebene, Beispiele. U. a. CM10, ARHD, Criskelo.
    Möchtet ihr diese aber selbst anpassen, müsst ihr zuerst wissen, wie viel Speicher denn tatsächlich verbraucht wird. Dazu könnt ihr den Befehl „df“ über einen Terminal-Emulator, oder die ADB-Shell, nutzen.
    Dazu könnt ihr folgendes machen:
    Code:
    #Die nötigen Dateisysteme mounten
    mount /preload /dev/block/mmcblk0p10
    
    #Die Größen auslesen
    df /system
    df /preload
    df /cache
    
    #Die Dateisysteme wieder unmounten
    umount /preload
    In der Spalte „Used“ seht ihr, wie viel auf den Partitionen belegt wird. An diesen Größen solltet ihr euch orientieren, aber nicht kleiner werden!

    Zum Auswerten könnt ihr die Stock.xls aus meiner Dropbox als Vorlage nutzen. Dort müsst ihr nur noch eure gewollten Größen eintragen. Möchtet ihr zusätzlich eine Swap-Partition, müsst ihr noch eine 13. Partition unten anfügen. Das Ende dieser Partition liegt dann bei 15.8GB. Das Ende von Userdata muss dann ebenfalls noch geändert werden.

    2.1. Partitionserläuterung
    Cache wird der Größe nach wohl für OTA/FOTA vom System genutzt. Möchtet ihr keine OTA/FOTA Funktion, die bei Custom ROMs sowieso komplett wegfällt, könnt ihr die Partition kleiner machen. Wichtig hierbei ist, dass das Recovery diese Partition ebenfalls nutzt. Ich empfehle hierbei mindestens 20MB.
    Möchtet ihr CM10 nutzen, empfehle ich hier – je nach Benutzer – mehr als 100MB. CM10 legt den Dalvik-Cache auf die Cache-Partition. Normalerweise liegt diese auf der Data-Partition.
    System erklärt sich direkt selbst. Hier wird das System abgelegt.
    Hidden wird als /preload gemountet. Was es sich großartig damit auf sich hat weiß ich nicht. Mit 1MB hatte ich nie Probleme.
    OTA weiß ich ebenfalls nicht. Dem Namen nach wird es evtl. auch für OTA/FOTA genutzt. 1MB machte aber auch hier kein Problem.
    USERDATA ist die Data-Partition.

    2.2. Die Vorbereitung
    Nun empfehle ich euch eure Custom ROM und alles was ihr sonst noch benötigt auf die externe(!) SD-Karte zu speichern.
    Nun haben wir alles was wir benötigen und können auch direkt ins Recovery starten.
    Ist dies getan könnt ihr optional noch ein Backup machen. Ich empfehle ein Backup für alle, die direkt alle Daten wieder haben wollen. Die Partitionsgrößen werden beim Zurückspielen des Backups nicht mehr geändert.

    2.3. Partitionen aushängen
    Seid ihr im Recovery startet ihr am PC die Eingabeaufforderung. Danach geht ihr per adb shell in die ADB-Shell.
    Dort geben wir nun nacheinander folgendes ein, um die Partitionen auszuhängen:
    Code:
    umount /dev/block/mmcblk0p8
    umount /dev/block/mmcblk0p9
    umount /dev/block/mmcblk0p10
    umount /dev/block/mmcblk0p11
    umount /dev/block/mmcblk0p12
    Solltet ihr einen Fehler erhalten mit “Invalid Argument”, könnt ihr diesen ignorieren. Dies bedeutet nur, dass die Partition bereits ausgehängt ist.

    3. Parted
    Jetzt kommen wir zum spannenden Teil, der Partitionierung.
    Wir gehen mit parted /dev/block/mmcblk0 in die Parted Umgebung, die uns von CWM bereit gestellt wird.
    Mit p könnt ihr eure derzeitige Partitionsbelegung einsehen.
    Wichtig hierbei ist, dass wir nur die Partitionen 8-12 ändern!

    3.1. Partitionen löschen
    Dazu macht ihr einfach folgendes:
    Code:
    rm 8
    rm 9
    rm 10
    rm 11
    rm 12
    Zur erklärung: rm steht für „remove“. Hierbei wird die angegebene Partition gelöscht.
    rm 8 löscht zum Beispiel die CACHE-Partition.

    3.2. Partitionen erstellen
    Wir nähern uns dem Ende. Nun erstellen wir die Partitionen wieder, mit unseren gewünschten Größen.
    Dazu nehmen wir den Befehl mkpart, welcher wie folgt aufgebaut ist:
    Code:
    mkpart PART_TYPE PART_BEGIN PART_END
    PART_TYPE = Ist es eine logical, extended oder primary. Wir nutzen hier immer primary. Die anderen beiden interessieren uns nicht.
    PART_BEGIN = Wo die Partition beginnt. Hier einfach das Ende der vorigen Partition nehmen.
    PART_END = Gibt an, wo die Partition zu Ende ist. 15.8GB ist das absolute Ende unseres S3. (16GB Variante) Dieses Ende sollte bei der letzten Partition angegeben sein.

    Beispiel
    Code:
     mkpart primary 92.3MB 117.3MB
    mkpart primary 117.3MB 1092.3MB
    mkpart primary 1092.3MB 1093.3MB
    mkpart primary 1093.3MB 1094.3MB
    mkpart primary 1094.3MB 15.8GB
    Die Partitionsgrößen müsst ihr an eure vorherige selbst erstelle Partitionstabelle anpassen.

    3.2.1. Partitionsnamen vergeben (Optional)
    Ihr könnt nun mit dem Befehl name den Partitionen wieder ihren Namen verleihen. Dies dient hauptsächlich der Übersichtlichkeit. Einen wirklichen Nutzen hat dies nicht.
    Dazu könnt ihr folgenden Befehl verwenden:
    Code:
    name PART_NUMBER PART_NAME
    PART_NUMBER = Die Nummer der Partition. Diese könnt ihr mit dem Befehl print herausfinden.
    PART_NAME = Der Name der Partition. Diesen könnt ihr auch in Anführungszeichen, also als Beispiel „CACHE“, setzen.

    4. Partitionen formatieren
    Ab jetzt benötigen wir Parted nicht mehr. Daher können wir es per quit verlassen.
    Zum Formatieren benutzen wir nun mke2fs. Dies ist wie folgt aufgebaut:
    Code:
    mke2fs [OPTION] PART_FORMAT PARTITION
    [OPTION] = Dies ist die Option, die wir auswählen. -T nutzen wir für jede Partition.
    PART_FORMAT = Das Format, in dem die Partition formatiert wird. Wir nutzen für jede Partition das ext4 Format.
    PARTITION = Die Partition, die wir formatieren wollen. Diese sind unter /dev/block/mmcblk0pNUMBER zu finden. NUMBER muss hier noch durch die jeweilige Partition ersetzt werden.

    Beispiel
    Code:
     mke2fs -T ext4 /dev/block/mmcblk0p8
    mke2fs -T ext4 /dev/block/mmcblk0p9
    mke2fs -T ext4 /dev/block/mmcblk0p10
    mke2fs -T ext4 /dev/block/mmcblk0p12
    !WICHTIG! Partition 11 wird nicht(!) formatiert.

    4.1. Swap formatieren
    Um den Swap zu formatieren nutzen wir einfach mkswap.

    Beispiel
    Code:
    mkswap –L SW1 /dev/block/mmcblk0p13
    5. Der Abschluss
    Nun kommen wir zum schönsten Teil. Ihr seid nun fertig mit dem partitionieren. Ihr könnt nun einfach die Eingabeaufforderung am PC schließen.

    Ich empfehle euch nun einen Neustart des Handys ins Recovery. Danach könnt ihr euer ROM per ZIP oder einfach per Backup wieder aufspielen.

    5.1. Swap aktivieren
    Um den Swap zu aktivieren könnt ihr folgendes in einem Terminal Emulator eingeben:
    Code:
    su –c swapon /dev/block/mmcblk0p13
    Nach einem Neustart muss dies wiederholt werden!

    6. Fertig
    Glückwunsch! Euer Handy ist neu formatiert.

    Die oben genannten Partitionstabellen könnt ihr hier auf meiner Dropbox finden.
    Geändert von g0dsCookie (29.10.2012 um 10:37 Uhr)
    7
     

  2. 29.10.2012, 10:40
    #2
    Ich hoffe, der kleine "Push" ist erlaubt.

    Ich möchte nur anmerken, dass ich die Anleitung nochmal neu aufgebaut und formuliert habe. Außerdem hatte die Anleitung kleine Fehler enthalten.
    Ich hoffe, dass es diesmal fehlerfrei ist.

    Natürlich sind weiterhin Verbesserungsvorschläge und/oder Wünsche gerne gesehen. Von euch erstellte Partitionstabellen dürft ihr natürlich ebenfalls frei geben. Diese werde ich auch im Thread erwähnen.
    0
     

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