So. 14. August 2016 um 15:25

Review: MiPow Playbulb Color im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Die MiPow Playbulb Color ist eine Glühbirne mit gewissen Extras: Nicht nur die LED-Farbe und -Helligkeit sind per App via Bluetooth einstellbar, auch ist ein Bluetooth-Lautsprecher gleich integriert, so dass man einfach und bequem Musik hören kann.

 

Geliefert wird die Playbulb mit herkömmlichem E26/27 Schraubgewinde zusammen mit einer Kurzanleitung. Die Glühbirne selbst ist klassisch birnenförmig gestaltet, 13.8 cm lang und hat an der breitesten Stelle einen Durchmesser von 8 cm. Der weisse Strahlkörper aus weisslichem Kunststoff nimmt dabei lediglich das untere Drittel der Kugelform ein, darüber ist ein Ringgitter zu finden und anschliessend das weisse Kunststoffgehäuse. Die Verarbeitung ist hervorragend. Nichts knarzt, nichts wackelt.

 

Im Inneren steckt die Technik, um warmweisses LED-Licht mit bis zu 260 Lumen zu produzieren, bzw. in allen möglichen Farben zu mischen sowie um Musik per Bluetooth 4.0 Smart zu streamen. Das Smart Home Gadget wiegt insgesamt knapp 200 Gramm, ist mit bis zu 5 Watt für die Lichtquelle aktuell in Energieklasse A+ eingestuft und verbraucht als Lautsprecher nochmals bis zu 3 Watt.

Die Inbetriebnahme ist denkbar einfach: In eine passende Lampenfassung geschraubt und mit Strom versorgt – fertig. Auf dem Smartphone oder Tablet, das nicht weiter als sechs bis zehn Meter entfernt sein darf und mit Bluetooth 4.0 ausgestattet ist, kann nun das Gerät namens PLAYBULB COLOUR in den Bluetooth-Einstellungen verbunden werden, schon kann beliebig Musik kabellos über die Glühbirne wiedergegeben werden. Interessant übrigens, dass das Bluetooth-Signal britisch Playbulb Colour lautet, obschon die LED-Leuchte überall als Playbulb Color bezeichnet wird. Das erstmalige Verbinden quittiert die MiPow Playbulb Color mit einem kurzen Signalton.

 

Installiert man nun noch die entsprechende App für iOS oder Android, können auch die Farbe und Helligkeit des Lichts gesteuert werden. Leider ist Windows Phone/10 hier aussen vor.

PLAYBULB X
Entwickler: MIPOW
Preis: Kostenlos
PLAYBULB X
Entwickler: miPOW Ltd.
Preis: Kostenlos

Die App erfordert nunmehr eine weitere Bluetooth-Verbindung zum Signal PLAYBULB COLOUR LED. Es können mehrere Geräte aus dem Sortiment von MiPow gleichzeitig verbunden und angesteuert, gruppiert und umbenannt werden, so auch Lampen und Leuchtmittel ohne Musik-Funktion. Gruppen können auch gemeinsam angesteuert werden. Die Einstellungen ermöglichen es weiter, den Musikmodus ein- bzw. auszuschalten, ein Passwort zu setzen sowie die Playbulb auf den Auslieferungszustand zurück zu setzen.

 

Nun kann man unter dem Reiter Lichtsteuerung über zwei Schalter die Farbwahl und den Schüttelmodus aktivieren, wobei letzterer ermöglicht, eine zufällige Farbe und Helligkeitseinstellung zu bekommen, indem man das Smartphone schüttelt. Wird Farbe aktiviert, kann aus einem Farbrad der gewünschte Ton ausgewählt. Darunter ist ein Schiebregler für die Helligkeit zu finden, die vier voreingestellten Farben Rot, Grün, Blau und Weiss sowie der Zugriff auf Effekte. Unter Effekte kann man sowohl Blinken, Kerzenflackern, Pulsieren als auch automatische Farbwechsel auswählen und näher konfigurieren. Für automatische Farbwechsel gibt es zwei Effekte: Regenbogen und Regenbogen sanft, wobei letzterer Zwischentöne zwischen den einzelnen Farben wählt und so sanfte Übergänge produziert.

 

Der Reiter Musikplayer beinhaltet einen einfachen Player für lokale Musikstücke mit Equalizer und Playlisten-Funktion. Der Reiter Szene ermöglicht es, die Farbe der LED-Glühbirne auf Basis eines Bildes zu gestalten und so dessen Stimmung wiederzugeben. Weiter gibt es einen Timer, um die Lampe uhrzeitabhängig ein- bzw. auszuschalten.

 

So kann per App einfach und bequem die gewünschte Farbe und Helligkeit der LED-Leuchte konfiguriert werden. Schaltet man nun aber die Playbulb LED-Glühbirne per Stromschalter aus, sind alle Einstellungen weg. Auch wenn die App noch geöffnet ist und die entsprechende Einstellung vor hält, startet die Playbulb Color mit warmweissen Licht in voller Intensität. Erst wenn man in der App eine neue Einstellung tätigt, wird ein Update zur LED-Steuerung geschickt und die Farbe und/oder die Helligkeit angepasst. Nur die Musikverbindung wird automatisch wieder aufgenommen.

Das ganze funktioniert erstaunlich gut. Der Lautsprecher ist besser als erwartet und produziert einen lauten, klaren Sound. Die Bluetooth-Verbindung wird nach dem erneuten Einschalten der Playbulb schnell durch das Smartphone oder Tablet wieder aufgenommen, denn die Glühbirne ist nahezu sofort wieder einsatzbereit. Allerdings darf man von einem derart kleinen Lautsprecher auch keine Wunder verlangen, dennoch gefällt das Gehörte durchaus.

 

Die LED sind mit 260 Lumen sehr hell und durch die App-Steuerung individuell konfigurierbar. Das weisse Licht ist deutlich angenehmer und erscheint weniger bläulich, als das bei vielen LED-Leuchten manchmal vor kommt. Durch den breiten Abstrahlwinkel kann sie problemlos wie eine herkömmliche LED-Glühbirne ganze Räume beleuchten. Sie stahlt allerdings vornehmlich nach unten und ist in vielen Lampenschirmen, die das Licht auch zur Seite versuchen zu streuen, etwas verloren.

Preis

Die MiPow Playbulb Color gibt es für 59,99 Euro bei Mobilefun erhältlich bzw. 61,06 Euro bei Amazon. In der Schweiz kostet die Smart Home Glühbirne z. B. bei pcp.ch 57.- SFr.

Fazit

Ein tolles Gadget für verschiedenste Einsatzmöglichkeit ist die MiPow Playbulb Color auf jeden Fall. Mehr als ein Spielzeug ist sie durchaus und vermag durch eine durchdachte und stimmige App zu überzeugen, sowie durch die tolle Verarbeitung und die Licht- und Soundeigenschaften. So kann man beispielsweise die Lampen eines Foyers oder einer Bar mit einer Reihe Playbulbs ausstatten und als Gruppe steuern, womit nicht nur das Licht harmonisch und passend zur Stimmung für alle Lampen gewählt werden könnte, sondern auch die Musik aus allen Lampen schallt.

 

Schade nur, dass die Playbulb Color an Gedächtnisverlust leidet. Eine Option, die zuletzt gewählten Einstellungen zu speichern, wäre wirklich das Tüpfelchen auf dem I.

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen