So. 24. April 2016 um 8:14

Review: Gigaset elements mit neuen Komponenten im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Der von kabellosen Festnetztelefonen vielen noch ein Begriff und neuerdings auch mit eigenen Smartphones auf dem Markt befindliche deutsche Hersteller Gigaset hat auch Smart Home Lösungen parat. Konkret bietet Gigaset mit dem elements genannten System seit einigen Jahren ein einfach zu installierendes Überwachungssystem für die heimischen vier Wände an. Das System besteht aus verschiedenen Sensoren, die kabellos per DECT mit der eigenen Basisstation kommunizieren und so Informationen über Tür, Fenster, Bewegungen im Raum usw. in die Cloud und damit auf Smartphone und Tablet liefern.

 

Was Gigaset elements kann, haben wir bereits vor zwei Jahren für euch getestet. Dieser erneute Test beleuchtet nun die Neuerungen, die neuen Sensoren und Produkte im Portfolio sowie die Software, die ebenfalls verbessert wurde.

 

Das ursprüngliche Starter Kit ist äusserlich und vom Umfang her unverändert geblieben und beinhaltet neben das base getauften Basisstation, die verschlüsselt mit der Gigaset-Cloud kommuniziert, einen Bewegungs- und einen Türsensor, door und motion genannt. motion erkennt bewegte Lebewesen zwischen 0.5 und 3 m/s in bis zu 12 m Distanz, was sich in Realität durchaus wiederfinden lässt. Flure von zehn Meter Länge sind problemlos zu überwachen, der Ausleuchtwinkel von 90 Grad ist breit genug für die meisten Einsätze. Das mitgelieferte Befestigungszubehör erleichtert es, den Sensor oberhalb der Türrahmenhöhe korrekt zu platzieren. Kleine Tiere wie Katzen oder Schosshunde lösen den Bewegungsmelder übrigens nicht aus, der Hersteller gibt 25 kg als Gewichtsklasse an.

door hingegen wird direkt an die Tür oberhalb der Klinke geklebt – fertig. Der Sensor registriert Erschütterungen und Bewegungen der Tür und schätzt so ab, ob diese vom normalen Öffnen stammen können oder nicht. Wenn nicht schlägt der Sensor Alarm, was sowohl in der App, als auch bei door selbst akustisch und optisch bemerkbar gemacht wird. Ist eine siren installiert, siehe unten, schlägt diese ebenfalls Alarm. Das funktioniert, ohne dass fundiertes Wissen um echte Einbruchsversuche vorhanden wäre, recht gut. Der Sensor schlägt nur ganz selten Fehlalarm, beispielsweise wenn die Tür mit Schwung zugeknallt wird. Um ein zuverlässige Erkennung zu gewährleisten, wir der Sensor sozusagen angelernt, indem die Tür geöffnet und geschlossen und der Status der App mitgeteilt wird.

 

Hinzu kamen in den letzten Jahren schon ein Fenstersensor namens window und eine Alarm-Sirene namens siren. Letzteres ist eine Sirene, die in der Steckdose platziert wird und einen 100 dB lauten Ton im Alarmfall von sich gibt.

window wird, ähnlich wie door, an ein Fenster in die linke obere Ecke geklebt und registriert Bewegungen und Erschütterungen. Dabei erkennt window nicht nur mutmassliche Einbruchsversuche, sondern auch, ob das Fenster geöffnet oder gekippt ist. Bei kleinen Fenstern ist diese Erkennung nicht ganz so zuverlässig, ein ruckartiges Öffnen wie es vermutlich beim Aufhebeln auftritt, wird hingegen unabhängig von der Fenstergrösse erkannt und löst im Gigaset elements-System den Alarm aus. Auch window wird per App angelernt und so konfiguriert.

 

Die Sensoren melden alle dem System per DECT-Ultra Low Energy (ULE) mittels AES-128 verschlüsselt über bis zu 50 m Distanz, ob Fenster und/oder Türen offen sind, ob sie verdächtig geöffnet wurden und ob Bewegung zu verzeichnen ist. Zusammen mit der Gigaset elements App kann das System auch komfortabel aktiviert und deaktiviert werden, wenn man die eigenen vier Wände verlässt oder wieder betritt.

Eingerichtet wird das System, indem zu erst die base Grundstation per Netzteil mit Strom und per Ethernetkabel mit einer Internetverbindung versorgt wird. Anschliessend wird die App auf iOS oder Android installiert (alternativ per Webbrowser) und der Aktivierungscode, der auf der Rückseite von base aufgedruckt ist, eingegeben. door und motion werden standardmässig gleich mit eingerichtet und müssen somit nur per Batterie mit Strom versorgt werden. Klappt dies mal nicht, sind sie aber wie Sensoren bis auf camera denkbar einfach und gleich einzurichten. In der App (oder per Webseite) wird die Schaltfläche zum Hinzufügen eines neuen Produkts gewählt und anschliessend an der Basisstation sowie am Sensor die Verbindungs-Taste gedrückt – fertig. Das klappt sehr gut und auch immer auf Anhieb, was auch daran liegt, dass man für diesen Prozess die Sensoren gleich neben base hat. Sind die Sensoren einmal Verbunden, können sie frei platziert werden können. Die angegebenen 50 Meter Distanz dabei werden, wie bei allen Funktechnologien, von Wänden, Strom- und Wasserleitungen sowie vielen anderen Dingen eingeschränkt, scheinen jedoch durchaus realistisch. Verbindungsprobleme sind nicht zu beobachten, wobei der eingesetzte DECT-ULE-Standard nicht auf konstanten Verbindungen beruht.

Als Erweiterung zum Gigaset elements Starter Kit gibt es unterdessen nicht nur Fenster- und Türsensoren, eine Steckdosen-Sirene sowie den Bewegungsmelder zusätzlich separat zu kaufen, die neuen Elemente plug, button und camera kamen ebenfalls hinzu.

window

Bei diesen Gerät handelt es sich um eine 5 x 5 x 2.5 cm kleine, weisse Box, die ähnlich wie door auf eine Fenster- oder Terassentüre geklebt wird und so über alle Bewegungen derselbigen informiert. Die Vorderseite des kleinen Kistchens ist im unteren Bereich mit einer Status-LED versehen. Auf der Oberseite des window ist ein Taster zum Initiieren des Verbindungsmodus zu finden.

 

Geliefert wird window mit einer passenden 3 V Fotobatterie sowie dem entsprechenden Befestigungsmaterial in Form eines Klebepads. Garantiebestimmungen und Kurzanleitung sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

siren

Das Gerät ist 6 x 6 x 3.5 cm gross und wird nicht per Batterie, sondern direkt über eine herkömmliche Steckdose mit Strom versorgt. Diese Sirene wird einfach in die Steckdose gesteckt und mittels rechtsseitigem Taster mit der base Basisstation von Gigaset elements verbunden. Das Gerät kann im Alarmfall einen 100 dB lauten Alarmton für bis zu 90 Sekunden von sich geben. Leider ist ein Herausziehen aus der Steckdose ausreichend, um sie zu deaktivieren, da siren über keinen eingebauten Akku oder eben eine Batterie verfügt.

plug

Bei plug handelt es sich um einen Adapter, der zwischen ein Gerät in die Steckdose gesteckt wird und es so erlaubt, dieses per App ein- und auszuschalten sowie in die Smart Home-Lösung zu integrieren. Dabei kann bis zu 16 A Leistung geschaltet werden.

plug hat den kleinsten Lieferumfang aller elements, denn neben den Garantiebestimmungen ist nur ein kleines Informationsheft und das plug selbst in der Packung enthalten. Der Schalt-Adapter besteht indes aus einem 6 x 6 x 3.5 cm kleinen, weissen Stecker, der in eine Schuko-Steckdose gesteckt wird und diese repliziert.

 

Unterhalb der Dose des plug ist eine Status-LED zu finden, auf der rechten Seite eine kleine Taste zum initiieren des Pairing-Modus. Konfiguriert und verbunden wird plug wie die anderen Komponenten von Gigaset elements per App, worüber der Schalter auch bedient wird. Geschaltet werden kann dabei nicht nur einfach ein und aus, sondern ebenfalls mit einer bestimmten Zeitdauer in Stunden und Minuten, so dass das eingeschaltete Gerät nach vorgegebener Dauer wieder ausgeschaltet wird oder umgekehrt. In der App können nunmehr auch in der neuen Version ebenfalls einfache bis komplexe Wenn-Dann-Regeln konfiguriert werden, beispielsweise „Wenn Bewegung erkannt dann plug für 15 Minuten einschalten“.

button

In Verbindung mit button kann plug auch direkt angesteuert werden, denn hierbei handelt es sich um einen DECT-Schalter. Dieser wird mit einer handelsüblichen 3 V-Fotobatterie betrieben und ist im Gigaset elements-üblichen Design weiss und mit abgerundeten Ecken gehalten. Mittig ist eine konfigurierbare Taste zu finden, darunter wiederum eine Status-LED und rechtsseitig ein Taster für den Pairing-Modus. button ist 5 x 5 x 3 cm gross.

 

Der Lieferumfang umfasst neben des buttons die passende Batterie, Garantiebestimmungen und Kurzanleitung, fünf verschiedene farbige Einsätze für die Taste selbst sowie Befestigungsmaterial in Form einer Halterung sowie eines Klebepads.

 

Durch den Batteriebetrieb und die Funkverbindung kann dieser Schalter an einer nahezu beliebigen Stelle platziert werden. Die Taste lässt sich gut und mit deutlich spürbarem Druckpunkt betätigen. Die Personalisierbarkeit durch die bunten Tasten-Einstätze macht es leicht, mehrere buttons gleichzeitig einzusetzen oder aber die Tastfläche leichter zu erkennen, als wenn sie weiss in weiss gehalten ist. Für die Verwendung mit der Gigaset elements App kann button technisch vier verschiedene Benutzungsarten unterscheiden:

  1. kurzer Klick von ca. 0.3 Sekunden
  2. langer Klick von mehr als zwei Sekunden
  3. sehr langer Klick von über sechs Sekunden
  4. Doppelklick bestehend aus zwei kurzen Klicks

Damit kann ein einzelner Taster mittels Regel-Manager per App für verschiedene Funktionen genutzt werden.

camera

camera ist, wie der Name ebenfalls schon verrät, eine IP-Kamera. Im Lieferumfang der 8.5 x 8.5 x 3 cm kleinen, weissen Box sind neben den üblichen Dokumenten ein Netzteil mit Verlängerungskabel, eine schwenk- und drehbare Halterung für die Wand- oder Deckenmontage enthalten sowie ein Ethernetkabel. Die Gigaset Kamera verfügt zwar über eine WLAN-Anbindung, wird jedoch zur ersten Einrichtung, ebenfalls per App, per Kabel mit dem heimischen Netz verbunden. Die camera wird als einziges Gigaset elements-Gerät nicht mit der Basisstation per DECT-Funk, sondern per WLAN, die Haifisch-Antenne ist deutlich an der Oberseite des Geräts zu erkennen, oder alternativ per Ethernet-Kabel verbunden. Die Kamera verfügt hinter der an HAL aus Kubricks 2010 A Space Odyssey erinnernden Optik über 30 Infrarot-LED, so dass sie auch bei Dunkelheit Bilder mit 720p-Auflösung liefern kann. Dieser LED-Scheinwerfer ist in der Lage, Räume über gut zwölf Meter Distanz unbemerkt auszuleuchten. Bei Tageslicht sind 15 Meter gut zu überblicken. Die Kamera kann den Bereich in einem horizontalen Winkel von 80 Grad und einem vertikalen Winkel von 45 Grad so überwachen.

 

Darüber hinaus verfügt sie über einen eigenen Bewegungs- und Helligkeitssensor sowie ein eingebautes Mikrofon, allesamt als kleine kreisrunde Öffnungen an der Vorderseite der Kamera zu sehen. camera hat ebenfalls eine eigene App und kann auch separat, ohne weitere Gigaset elements betrieben werden. Auch hier erfolgt die Einrichtung genau wie in der Gigaset elements App: Nach Eingabe des rückseitig auf der Kamera angebrachten Aktivierungscodes wird diese im selben Netz wie das Smartphone gesucht und bestenfalls gefunden. Nun kann das WLAN-Signal konfiguriert werden. Die Apps bieten beide für camera die Option, direkt Aufnahmen von lediglich bis zu 30 Sekunden im Speicher des Smartphones abzulegen, wenn man gerade live das Bild der Kamera verfolgt.

 

Will man jedoch die Kamera zur Überwachung nutzen, ist das Erstehen von Cloud-Paketen notwendig, die von 0,99 Euro bzw. 1.08 SFr. bis 4,99 Euro bzw. 5.50 SFr. monatlich oder um den Faktor zehn im Jahresabo zu haben sind. Diese Pakete ermöglichen es, automatische Videoaufnahmen beim Erkennen einer Bewegung in der Cloud von Gigaset zu erstellen, die dann entsprechend länger aufbewahrt  bzw. um weitere Funktionen wie eine uneingeschränkte manuelle Aufnahmen und zusätzlich konfigurierbare Bereiche, in denen Bewegungen erkannt werden sollen, erweitert werden. Ein Testpaket namens „Hallo Camera“ für Gigaset elements bzw. „Welcome Package“ für die eigenständige Gigaset Camera-App kostet einmalig 0,99 euro bzw. 1.08 SFr. und erlaubt den Zugriff auf alle Funktionen und Features der Cloud-Kamera einmalig für drei Monate. Mehr zu den um Abo-Möglichkeiten findet ihr im nachfolgenden Datenblatt-Auszug.

Die Live-Ansicht der Kamera ist stark abhängig von der Qualität und dem Durchsatz der WLAN-Verbindung. Ist diese nicht optimal, ist die Ansicht in der App bei weitem nicht mit der dezidierter Webcams zu vergleichen. Das Bild, was eigentlich in 720p übermittelt wird, wird stark komprimiert und sprunghaft dargestellt. Stimmt die Verbindung jedoch, liefert die Kamera solide Bilder. Ist aber der Upstream mindestens 1 mbit/s breit und eine Downloadrate von mehr als 5 mbit/s gewährleistet, stehen guten Bildern keine Hindernisse mehr im Weg, Licht vorausgesetzt. Bei schlechterer Belichtung aber bevor die Nachtsicht aktiviert wird, ist das Bild weitab von gut. 

 

Die aufgenommenen Bilder der Kamera sind jedoch auch bei schlechteren Verbindungen durchaus gut, da wird anscheinend genug Bildmaterial zwischengespeichert. Die Erkennung der kameraeigenen Bewegungssensoren funktioniert einwandfrei und erkennt Menschen und Tiere, die gross genug sind (Der Hersteller gibt 25 kg als Mindestmass an) auf ca. fünf bis sieben Meter Distanz zuverlässig. Wichtig ist also, wo die Sensoren aufgestellt werden, um zuverlässig zu funktionieren. Dazu muss man, je nach architektonischen Gegebenheiten, vielleicht etwas ausprobieren.

 

button und plug funktionieren ohne viel Zutun nach dem Pairing mit der Station und können in der App mit den Regeln einfach konfiguriert werden.

 

Gigaset elements
Entwickler: Gigaset elements
Preis: Kostenlos+
Gigaset Camera
Entwickler: Gigaset elements
Preis: Kostenlos+
Gigaset elements
Preis: Kostenlos+
Gigaset Camera
Preis: Kostenlos+

Preise

Die einzelnen Sensoren gibt es wie das Gigaset elements Starter Kit direkt beim Hersteller oder aber z. B. bei Amazon. Nachfolgend eine kleine Preisschau:

 

Gigaset elements Starter Kit 199,99 Euro bzw. 199.- SFr. Bei Amazon derzeit für lediglich 156,99 Euro erhältlich.

 

camera 149,99 Euro bzw. 169.- SFr. Bei Amazon für 116,99 Euro.

button 34,99 Euro bzw. 45.- SFr. Bei Amazon für 29,99 Euro.

window 49,99 Euro bzw. 55.- SFr. Bei Amazon für 39,99 Euro.

siren 49,99 Euro bzw. 55.- Fr. Bei Amazon für 34,83 Euro.

Den Verbraucher-Schalter plug gibt es für 49,99 Euro und nicht in der Schweiz zu kaufen, wohl aufgrund des nicht passenden Netzsteckers. Bei Amazon für 44.99 Euro zu haben. Schade, dass dieser nicht auch für schweizerische Steckdosen hergestellt wird. Mit entsprechenden Adaptern ist er jedoch trotzdem in der Schweiz einsetzbar.

 

Alternativ zum Starter Kit gibt es auch das Gigaset elements Alarm Kit bestehend aus Basisstation base, Türsensor door, Bewegungsmelder motion, Sirene siren und zwei Fenstersensoren window für 279,99 Euro. Dies entspricht einer Ersparnis von 69,97 Euro bei diesem Paket verglichen mit den Einzelpreise (Starter Kit plus siren und zwei window). Bei Amazon kostet das Alarm Kit derzeit nicht zu finden und dieses Kit ist auch in der Schweiz leider nicht erhältlich, unverständlicherweise.

Fazit

Gigaset hat mit den Erweiterungen und Verbesserungen von Gigaset elements wiederum vieles richtig gemacht. Die neuen Sensoren plug, button und camera zusammen mit window und siren sowie der neuen App ermöglichen ein umfassenderes Sicherheitssystem für zu Hause, dass im Vergleich mit einer professionellen Alarmanlage durch den relativ günstigen Anschaffungspreis (gerade im Alarm Kit-Paket) und im Vergleich mit anderen Smart Home-Lösungen durch die einfache, intuitive und problemlose Konfiguration besticht. Allein der Hersteller eQ-3 hat vor Kurzem die Erweiterung seiner Smart Home-Lösung HomeMatic um Sicherheits-Komponenten angekündigt und bietet damit voraussichtlich eine Alternative zu Gigaset elements. Wir sind gespannt, wie sich die Produkte im Vergleich machen werden.

 

Dank des DECT-ULE Funkübertragungsstandards werden praktisch nur dann Daten übertragen, wenn auch wirklich etwas zu übermitteln ist (plus einen stündlichem Heartbeat) und dies auch noch mit sehr wenig Energie, so dass nicht nur die Batterien der meisten Sensoren bis zu zwei Jahre durchhalten, sondern auch weniger Funksignale gesendet werden – sehr löblich. Dadurch, dass die Funkübertragung anders als bei vielen DECT-Festnetztelefonen verschlüsselt abläuft, ist auch hier kein Sicherheitsrisiko zu befürchten.

Die Ausnahme hierbei bildet wie erwähnt die Gigaset camera, welche aufgrund der niedrigen Datenraten von DECT auf WLAN bzw. LAN zurückgreifen muss, um Bilder übermitteln zu können. plug und siren werden ebenfalls nicht über Batterien mit Strom versorgt.

 

Die neue App und Webseite kann durch die intuitive, einfache und stimmige Bedienbarkeit überzeugen und eröffnet dennoch gleichzeitig mit der Funktion, eigene Regeln zu konfigurieren, neue Anwendungsmöglichkeiten. Alarme und Meldungen werden zuverlässig zu allen verbundenen Smartphones und/oder Tablets übertragen und dies praktisch ohne Verzögerung – abhängig natürlich von deren Internetanbindung. Die Profile „Ausser Haus“, „Zuhause“ und „Individuell“ sind für die schnelle Konfiguration der Funktionen des Sicherheitssystems vollkommen ausreichend und naheliegend in der Bedienung. 

Schade, dass hier wiederum nur Android und iOS mit Apps bedacht wurden. Als Alternative bleibt jedoch noch der Zugriff via my.gigaset-elements.com, worüber unter anderem die Kamera betrachtet und bedient, sowie auch plug geschaltet und die Regeln des eigenen Gigaset elements-Systems bearbeitet werden können. Keine Ideallösung für Windows 10 Mobile, aber immerhin.

 

Der Vorteil von Gigaset elements liegt auch hier weiterhin in einer in sich geschlossenen und auf die einzelnen Komponenten optimal abgestimmten und so einfach zu installierenden und benutzbaren Lösung. Ja, es ist keine professionelle Alarmanlage, aber für den Heimgebrauch reicht die Gigaset-Lösung vermutlich in den meisten Fällen durchaus und kann für ein merkliches Gefühl von Sicherheit sorgen. Wie gesagt muss dafür auch nicht entsprechend professionell viel Geld in die Hand genommen oder Installationsaufwand betrieben werden. Die Zuverlässigkeit des Alarm-Systems ist vielseitig zu betrachten. Beispielsweise kann door erkennen, dass eine Tür ohne Schlüssel geöffnet wird, weil im Test der Riegel abgeklebt wurde. In Kombination mit darauf anschlagenden Bewegungsmelder, der nicht etwa durch Schleichgang ausgetrickst werden kann, funktioniert der Alarm sehr zuverlässig. window reagiert ähnlich auf Rütteln oder stärkeres Klopfen am Fenster, so oder so nimmt camera darauf hin fünf Minuten lang automatisch auf, was sich in ihrem Blickfeld abspielt. 

 

Wer diesen Komfort schätzt und dafür mit einer Cloud mit Serverstandorten in Deutschland zufrieden ist, ist mit Gigaset elements sicherlich gut bedient. Natürlich bleibt das System weiterhin keine professionelle Alarmanlage, aber sie vermittelt dennoch ein elementares Gefühl: Sicherheit.

vg-wort
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