So. 16. November 2014 um 14:27

Review: UMI C1 im Test

von Matthias Kutil1 Kommentare

In diesem Test stellen wir euch das UMI C1 vor, welches eine sehr günstige Alternative zu den anderen Phablets von Samsung, HTC und anderen Herstellern sein soll. Ob es eine ernstzunehmende Konkurrenz zu den Premium-Herstellern darstellt, wollen wir in diesem Testbericht herausfinden. An dieser Stelle gilt der Dank eFox-Shop für die Unterstützung bei dieser Review.

Lieferumfang

  • MicroUSB-Kabel
  • Kurzanleitung (innerhalb der Schachtel aufgedruckt)
  • Stromadapter
  • UMI C1
  • Akku

Design und Haptik

Das Design ist sehr ansprechend, das Gerät sieht echt gut aus. Die Vorderseite ist eine komplette Glasfläche mit bereits aufgebrachter Displayschutzfolie. Die Rückseite hat leichte runde Einkerbungen, wodurch es sich auf der Rückseite sehr angenehm anfühlt. Dieses Design sieht auch mal bisschen anders aus als die restlichen Smartphones, welche meistens nur eine flache Fläche haben. Das Gerät liegt sehr gut in der Hand, auch wenn es nur mit einer Hand bedient wird, hat man nie das Gefühl, dass es aus der Hand fallen könnte.

Auf der linken Seite vom Gerät befindet sich der Ausschaltknopf, auf der unteren Seite das Mikrofon und auf der Vorderseite die Frontkamera sowie die Hörmuschel. Auf der rechten Seiten ist die Lautstärkeregelung und auf der oberen Seite der Kopfhöreranschluss sowie der microUSB-Anschluss. Die normale Kamera und der Blitz befinden sich auf der Rückseite. Da die Kamera etwas vorsteht, bestehen Bedenken, dass diese evtl. verkratzen könnte mit der Zeit. Allerdings blieb sie bis jetzt kratzerfrei.

Technische Daten

Funknetz2G und 3G
WiFi802.11 b/g/n
Sim SlotDualSim
BetriebssystemAndroid 4.4
CPUMTK6582, Cortex A7 Octa Core
GPUMali-400
Interner Speicher16 GB
RAM1 GB
Display5.5 Zoll, 1280 x 720 Pixel
Kopfhöreranschluss3.5 mm
KameraFront: 2.0 MP, Back: 8 MP
Standby-Akku2-3 Tage
Akku2430 mAh
Gewicht411 g

Display

UMI verbaut beim C1 einen HD-Ready Bildschirm mit einer Auflösung von 1280×720 Pixel. Das Display löst gut auf und die Farben sind echt gut. Klar, die teuren Displays von Samsung und Sony, welche auch noch per Software noch bisschen bessere Farben rausholen wollen, sehen hübscher aus, aber wenn man den Preis beachtet, ist es ein super Display. Auf dem Display kann man auch gut zu Zweit ein Video schauen, ohne dass die Farbintensität je nach Blickwinkel gross abnehmen würde. Das Display misst stolze 5.5 Zoll und ist somit eher ein grosses Display das gezwungenermassen mit zwei Händen bedient werden muss. 

Performance und Akkulaufzeit

Der Akku hielt an einem normalen Arbeitstag locker durch. Am Abend war immer noch genügend Akku übrig und es musste im Test nie am Tag irgendwo eine Steckdose aufgesucht werden. Der Hersteller gibt hier mit den zwei bis drei Tagen Standby Laufzeit einen sehr realistischen Wert an, sofern das UMI C1 natürlich auch im Standby bleibt und Internet ausgeschaltet ist. Mein normaler Gebrauch im Test umfasste Surfen über WLAN und 3G, WhatsApp, Snapchat, Clash of Clans spielen, Facebook, Emails und Instagram. Whatsapp und Snapchat wird rege gebraucht, der Rest vielleicht mal alle paar Stunden. Mein Tag dauert von morgens um 05:10 bis Abends um 22:00.

Für den Performance Test wurde der 3D Mark Test geladen und das Gerät mit dem Sony Xperia Z1 Compact verglichen. Ebenso seht ihr auf den Screenshots auch immer noch ähnlich leistungsfähige Geräte.
Das UMI C1 ist ganz klar nicht zum Spielen von aufwändigen Spielen gemacht, denn es belegt immer einen eher tiefen Rang im Vergleich. Es erreichte somit im IceStorm Unlimited gerade mal 2852 Punkte und das Z1 Compact ganze 18856. Dies ist doch ein recht krasser Unterschied. Für die anderen beiden Tests war das Z1 Compact leider zu gut.

Software

Das UMI C1 wird wie viele Android Geräte mit einer Oberfläche vom Hersteller ausgeliefert. Diese ist stark dem iPhone nachempfunden. So ist es nicht möglich, Apps vom Homescreen zu entfernen, diese erscheinen direkt auf dem nächstem freiem Platz auf dem Homescreen. Ebenso ist es standardmässig nicht möglich, Widgets zu platzieren, diese muss man zuerst in den Einstellungen aktivieren. Dies ist eigentlich der einzige wirklich störende Faktor an dem Gerät. Ansonsten läuft es sauber und flüssig. Im Testverlauf gab es nur einmal einen Absturz bei Clash of Clans, allerdings hat dieses Spiel auch schon einen Absturz beim Sony Xperia Z1 Compact verursacht, von daher ist dies nicht allzu negativ zu bewerten. Hier kommt auch gleich der grosse Vorteil vom UMI C1 zum Einsatz: Der Akku lässt sich entfernen.  

Sehr anstrengend ist es, das Gerät einfach schnell mit dem PC zu verbinden. So findet der Computer nicht alle Treiber. UMI bietet diese Treiber auf ihrer Homepage auch nicht an. Was dann ging, war das UMI in den Kameramodus zu schalten, wodurch immerhin die Screenshots und die Fotos vom Gerät extrahiert werden konnten. Mittlerweile hat es nach dem dritten Versuch geklappt, das UMI via MTP zu verbinden. In diesem Modus werden alle Dateien schön angezeigt. Leider kappt das Gerät immer wieder die Verbindung zum PC aus irgendeinem Grund.

Kamera

Die Kamera leistet gute Arbeit. Die Fotos sind scharf und sehen auch recht farbgetreu aus. Was ein bisschen stört, ist, dass die Kamera zwar sehr schnell auslöst, aber wenn man das Foto nicht gleich kontrolliert, kann es sehr gut sein, dass es gar nicht scharf wurde. So mussten im Test die Hälfte der Fotos ein zweites Mal geschossen werden. Das ist aber wahrscheinlich nur eine Frage der Gewohnheit. Der Blitz arbeitet recht gut, dies könnt ihr beim Tonengel und dem Mario im Kart gut sehen. So wird das Objekt zwar bisschen zu stark belichtet, aber dies hält sich noch im Rahmen. Wenn es leicht dunkler ist, entsteht nicht sofort ein Rauschen, sondern es wird zuerst noch mit langer Belichtung probiert, das Foto gut zu machen.

Preis

Das UMI C1 gibt es derzeit nicht direkt bei uns zu kaufen, aber mehrere China-Importeure, so z. B. auch eFox-Shop bieten das Gerät für um die 110 Euro bzw. 140 SFr. an.

Fazit

Mir gefällt das UMI sehr, vor allem wenn man betrachtet, dass es doch sehr günstig zu kaufen ist. Ich meine wir reden hier von 139.99 USD. Für dieses Geld kann es echt extrem viel. Der 5.5 Zoll Display find ich eigentlich gelungen und die Kamera macht unter optimalen Verhältnissen gute Fotos. Das Gerät läuft schnell, solange man keine überaus grossen Games spielt, aber für die normalen Handyspiele genügt dieses Gerät locker. Ich würde dieses Gerät vor allem den Leuten empfehlen, bei denen die Tochter oder der Sohn schon lange für ein Handy stürmt und es nunmal gross sein soll. Oder für Leute, die einfach keine Games spielen wollen, denn hier habt ihr ein günstiges und starkes Gerät.

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Eine Antwort zu “Review: UMI C1 im Test”

  1. soeschelz sagt:

    Leider haben über 90% der Chinageräte den Nachteil, dass sie nie ein Update sehen und Custom ROMs gibts auch kaum, weil es einfach zu viele Modelle gibt.
    Da kann ich nur jedem hier in Europa raten, sich ein Motorola Moto E/G zu holen, da sind wenigstens die Updates bis zu einem gewissen Grad gesichert.

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