So. 15. November 2015 um 18:00

Review: TomTom Bandit im Test

von Matthias Kutil0 Kommentare

In diesem Test stellen wir euch die neue Actioncam von TomTom vor. Die TomTom Bandit hat einen Formfaktor, welcher an die Sony-Kamera erinnert oder auch der Midland-Cam gleicht. 

 

Technische Daten

Auflösung4K (15fps), 2,7K (30fps), FullHD (60fps), 720p (120fps) 
Einzelbild16MP
Seitenverhältnis16:9
Gewicht190 g
SpeichermediummicroSD
WLANJa
Akku1’900 mAh (im Test ca. zwei Stunden Betrieb möglich)
Grösse94 x 38 x 52 mm

 

Anschlüsse und Zubehör

Die Kamera besitzt zwei LEDs, welche rot blinken, wenn eine Aufnahmen läuft. Der Batteriestatus und Speicherstatus wird auf dem Display jeweils angezeigt. Der Display ist ähnlich aufgebaut wie bei anderen TomTom-Geräten. Mit einem Steuerkreuz lässt sich jeweils überall hin navigieren und Einstellungen verändern. Das Steuerkreuz lässt sich wirklich sehr gut bedienen, auch wenn man mal kalte Finger, etwa beim Skiefahren, hat. Zum Starten einer Aufnahme gibt es einen extra Knopf. Ebenso gibt es einen Knopf, um eine Aufnahme abzubrechen. Wenn eine Aufnahme gestartet ist, kann durch Drücken des Aufnahmeknopfs eine Markierung gesetzt werden. Dies ist vor allem dann nützlich, wenn man zum Beispiel vor einer Schanze steht und die Stelle im dreistündigen Video schnell finden will.
Die grösste Stärke bei der TomTom Bandit ist beim Batteriestick. Will man die Kamera aufladen oder am PC anschliessen, kann man hinten einen Knopf drücken, woraufhin der komplette Akku inkl. Kartenleser und einem USB-Anschluss herauskommt. Dies ist sehr praktisch, da man jetzt die Kamera an jeden PC anschliessen kann und die Daten auf den PC schieben kann und zugleich die Kamera aufgeladen wird. Kabel werden da komplett hinfällig und überflüssig.

Die TomTom Bandit kommt mit eigenen Halterungskleber, ähnlich wie die GoPro. Somit lässt sich die Kamera auf jedem flachen Untergrund befestigen. Meine Kamera kam ebenso mit einer Lenkerhalterung für’s Velo.

 

 

Autofahrt

Ich konnte beim Autofahren die Kamera ausgiebig testen. Einmal bei Sonnenuntergang und einmal mitten im Tag. 

Sonnenuntergang

Beim Video, welches während des Sonnenuntergangs gemacht wurde, wird schnell klar, dass die Kamera zwar mit schlechten Lichtverhätlnissen einigermassen gut klarkommt, allerdings hat sie Probleme mit Gegenlicht. Leider hatte ich an dem Tag keine andere Kamera dabei für einen Direktvergleich. Was auch noch auffiel ist, dass die Kamera am Abend eher verwaschene Videos macht. Dies sieht man vor allem dann gut, wenn man insbesondere auf die Bäume achtet.

Tag

Bei der Fahrt am Tag ist die Videoqualität vergleichsweise wirklich gut. Alles ist gestochen scharf und sieht gut aus. Manchmal hat die Kamera Probleme mit dem Hochnebel, der von der Sonne stark beleuchtet wird, aber da hat praktisch jede Kamera Mühe. Im Test fiel auf, dass die Kamera zwar schnell die Helligkeitseinstellungen verändert, wenn es dunkel wird, aber diese nicht gleich schnell anpasst, wenn es plötzlich heller wird. Diesen Umstand sieht man gut am Anfang des Videos, wo es in den Wald rein und wieder aus dem Wald raus geht.

Der Sound ist nur hier schlimm, weil relativ viel Fahrtwind vorhanden ist. Ansonsten sind die Tonaufnahmen gut, einfach ganz leicht dumpf.

 

 

 

Video erstellen

Ein Video kann ganz einfach erstellt werden, indem die Kamera mit dem Smartphone verbunden wird. Dann muss man nur noch in die App reingehen, das Video auswählen und das Smartphone schütteln. Dann wird sofort ein Video erstellt, welches auf verschiedenen Markierungen beruht, die während der Aufnahme erstellt wurden. Dies sind zum Beispiel Punkte, an denen die höchste Beschleunigung war, die maximale Geschwindigkeit und viele andere Faktoren. Ebenso lassen sich auch manuelle Punkte erstellen. Anschliessend kann man noch ein Lied auswählen, welches den Clip untermalen soll. Dies ist wirklich eine sehr einfache Art, schnell ein cooles Video zum Teilen zu bekommen. Allerdings habe ich kein Lied ausgewählt bei meinem Video, da man nicht anpassen kann, welche Passage des Lieds verwendet werden soll. Die einzige Vorschau die man ansehen kann, ist immer die mit dem originalen Ton, was etwas schade ist.

 

Fazit

Ich finde die Kamera vor allem perfekt für all die Leute, welche gerne eine Kamera dabei haben und die Fahrt mit dem Snowboard, Fahrrad oder Skateboard aufnehmen, dann aber nie die Zeit finden, die Filme zu editieren. Die App könnte noch ein paar mehr Einstellungen für die Videobearbeitung vertragen, aber ist so bereits genial und sehr einfach zu bedienen. Die Kamera selbst macht auch gute Aufnahmen und ist sicher eine Überlegung wert, wenn man nicht die allerneuste Kamera von GoPro oder Contour braucht.

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