So. 29. Juni 2014 um 16:56

Review: Surface Type Cover 2

von Robert Beltle4 Kommentare

Eines der Alleinstellungsmerkmale von Microsofts Surface Tablets, für das es auch viel Lob gab, sind die Cover mit eingebauter Tastatur. Zwei Varianten wurden bei der Präsentation der ersten Surface Geräte vorgestellt, das Touch Cover, das ähnlich funktioniert wie ein Touchscreen und das Type Cover, welches über richtige Tasten verfügt. Mit der zweiten Generation Surface Tablets wurden auch überarbeitete Varianten der Tastaturen eingeführt. Das Type Cover 2 möchte ich euch heute etwas ausführlicher vorstellen.

Type Cover- Was ist das eigentlich?

Zunächst einmal möchte ich denen, die es noch nicht kennen, nochmal kurz erklären was das Type Cover überhaupt ist. Die Surface Geräte besitzen alle einen sogenannten Kickstand, einen Ständer mit dem man das Tablet aufrecht hinstellen kann. Dadurch braucht man keine Anstecktastatur wie bei anderen Herstellern, um das Tablet in einen Laptop zu verwandeln. Stattdessen hat Microsoft dünne Cover entwickelt, die ähnlich wie Apples Smartcover mit einem Magnetverschluss am Gerät befestigt werden. Der Clue ist aber, wie schon erwähnt, dass Microsoft die Cover auf der Innenseite mit einer Tastatur ausgestattet hat.

Änderungen gegenüber dem Vorgänger

Die neuen Cover sind Weiterentwicklungen ihrer Vorgänger. Das Type Cover 2 ist noch einmal etwas dünner, dabei aber trotzdem steifer. Das ist vor allem dann nützlich, wenn man das Gerät auf einer instabilen Oberfläche nutzt. Vor allem in Verbindung mit den zwei Neigungswinkeln der zweiten Surface Generation kann man dadurch deutlich besser auf dem Schoss schreiben.

Die offensichtlichste Neuerung ist aber die Hintergrundbeleuchtung. In drei Stufen lassen sich die Tasten beleuchten. Ausser einem leichten Schein zwischen den Tasten leuchtet nur die Beschriftung, was sie gut lesbar macht. In drei Stufen lässt sich die Helligkeit einstellen. Dazu dienen die Tasten F1 und F2, welche beim Vorgänger die Lautstärke regelten. Microsoft hat es geschafft, dass die Tastenbeschriftung auch ohne Beleuchtung sehr gut lesbar ist, man merkt kaum einen Unterschied zur Bedruckung der alten Tasten. Das ist auch ganz nützlich, da sich die Hintergrundbeleuchtung bei Nichtbenutzung schnell abschaltet, um den Stromverbrauch zu minimieren.

Touchpad

Statt einem Klickpad ist jetzt ein normales Touchpad verbaut. Einen leichten Druckpunkt verspürt man nur bei den Bereichen ganz unten, die die Maustasten darstellen. Leider ist der Druckpunkt sehr dezent und es braucht etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen. Darüber hinaus wurde die Funktionalität aber erweitert. Konnte man bei der alten Version lediglich eine zwei Finger Geste nutzen, um zu scrollen, ist es nun auch möglich, die von Touchscreens bekannte Zoomgeste auszuführen. Das funktioniert theoretisch auch auf dem Homescreen, um die Kachelübersicht zu verkleinern. Leider ist der Zoomeffekt aber zu schwach und so ist es auf dem kleinen Touchpad kaum möglich, weit genug heraus zu zoomen, damit Windows nicht wieder zurück in die normale Ansicht wechselt. Man muss hier wirklich die ganze Diagonale ausnutzen. Ausserdem lässt sich auch der Rechtsklick durch ein Antippen mit zwei Fingern ausführen. Nach kurzer Zeit nutzte ich die rechte Maustaste fast nicht mehr, da die Geste wesentlich intuitiver funktioniert. Auch das Vor- und Zurückblättern in der Touchversion des Internet Explorers lässt sich durch Wischen mit zwei Fingern bedienen, was die Navigation deutlich erleichtert.

Tastatur

Obwohl die Tastatur sehr dünn ist, noch dünner als der Vorgänger, hat Microsoft es geschafft, ein sehr gutes Tippgefühl zu vermitteln. Der Tastenhub ist zwar nicht sehr gross, aber angenehm. Natürlich lässt sich schon auf Grund der Grösse nicht dasselbe Ergebnis wie bei einer herkömmlichen Tastatur erreichen, aber es lassen sich durchaus auch längere Texte angenehm schreiben. Ich habe beispielsweise diese Review komplett auf dem Type Cover verfasst. Das Layout orientiert sich am typisch kompakten Laptopdesign. Die F-Tasten weisen dabei eine Doppelbelegung auf: Neben Standardfunktionen wie Bildlauf- und Multimediafunktionen wie Play/Pause findet man hier auch die Einstellmöglichkeit der Hintergrundbeleuchtung. Die eigentliche Besonderheit sind aber die Windows 8 Tasten. Über sie lassen sich die Funktionen der Charmbar direkt erreichen, was deren Nutzung im Laptopmodus vereinfacht. Benutzt man diese Tasten nicht, kann man sie jedoch auch permanent auf F-Tasten umstellen.

Design

Die Oberfläche des Covers ist leicht rau und weich, aber nicht mehr stoffartig. Dafür ist die Oberfläche jetzt innen und aussen gleich, lediglich die Tasten sind glatt. Farblich hat man jetzt die Wahl zwischen schwarz, hellblau, violett und pink. Über die Auswahl lässt sich streiten, aber man hat deutlich mehr Wahlmöglichkeit als bei der ersten Generation, welche nur in schwarz erhältlich war. Nun ist für jeden und jede etwas passendes dabei.

Fazit

Das Cover ergänzt die Surfacemodelle ideal und man kann damit so gut arbeiten wie mit einem kleinen Laptop. Die magnetische Verbindung zwischen Cover und Tablet ist verschleissfrei und sehr robust. Es gibt keine kleinen Plastikhaken, die leicht abbrechen können, wie bei anderen Herstellern. Die Oberfläche fühlt sich sehr angenehm an und das gesamte Gerät wirkt sehr hochwertig. Einziger Kritikpunkt ist das kleine Touchpad. Es eignet sich zwar sehr gut zur Mausnavigation, aber die schwierige Ausführung der Zoomgeste auf dem Homescreen trübt etwas den guten Eindruck. Darüber hinaus lässt sich das Pad auch schlecht erfühlen, da es nur durch eine leichte Einprägung begrenzt ist. Zu den Tastenbereichen am unteren Rand gibt es gar keine Abtrennung, diese sind lediglich durch eine Einprägung in der Mitte unterteilt. 

Ein weiterer Kritikpunkte ergibt sich im Zusammenspiel mit dem zum Test verwendeten Surface Pro 1. Es kommt gelegentlich zu Fehlfunktionen des Covers. Manchmal funktioniert es gar nicht, und manchmal streiken nur die Gesten des Touchpads. Zoomen, scrollen oder der Rechtsklick mit zwei Fingern sind dann nicht mehr möglich. Allerdings lässt sich das in den meisten Fällen dadurch beheben, dass man das Cover kurz vom Surface trennt.

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4 Antworten zu “Review: Surface Type Cover 2”

  1. Setter sagt:

    Danke für diese objektive Beschreibung welche die Vorteile aber auch die Schwächen aufzeigt.

    Zwei Fragen, wirkt sich neue Cover stark auf die Akkulaufzeit aus?

    Ist das Cover auch mit RT der ersten Generation kompatibel?

  2. Robert Beltle sagt:

    Ich habe keine Veränderung der Laufzeit bemerkt. Wer auf Nummer sicher gehen will kann die Beleuchtung ja ausschalten.

    Das Cover läuft mit allen Surface Modellen. Wenn ich das richtig verstanden habe sogar mit dem Pro 3, passt dann aber natürlich von der Größe her nicht.

  3. addip sagt:

    Sehr treffender Test! Eine kleine Sache ist euch entgangen 😉 die Tastaturbeleutung ist stufenlos, dazu einfach die heller bzw dunkler Taste gedrückt halten 🙂

  4. Yves Jeanrenaud sagt:

    oha! stimmt! sie hat entweder drei Stufen oder kann auch stufenlos geregelt werden. Sehr schön 😀 Danke addip

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