Sa. 02. Juli 2016 um 14:57

Review: Somikon USB-OTG-Endoskop-Kamera von PEARL im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Der bekannte Versandhändler PEARL hat seit einer Weile die Somikon USB-Endoskop-Kamera im Sortiment, die mit USB-OTG-Funktionalität heraus sticht. In diesem Test wollen wir für euch klären, was die flexible Kamera taugt.

Die Somikon USB-Endoskop-Kamera kommt zusammen mit einer miniCD, die Software für Windows beinhaltet, einem USB-OnTheGo (OTG)-Adapter mit microUSB-Anschluss sowie einer Kurzanleitung und einem Sortiment von drei Haken und Magnete zum Fischen oder Aufgreifen von Gegenständen.

Die Endoskopkamera selbst besteht aus einem 57 mm langen Kamerakopf mit knapp 10 mm Durchmesser, in dem vier hellweisse LED untergebracht sind. Daran befindet sich ein 1.55 m langer, flexibler Schwanenhals, an dessen Ende ein USB-Stick zu finden ist, der eine Taste sowie ein Regelrädchen beinhaltet. Das Rädchen steuert die Helligkeit der vier LED stufenlos, die Taste dient als Auslöser. Insgesamt ist die Kamera nach IP67-Schutzart, also Staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen, geschützt.

Der flexible Schlauch kann beinahe zu 48 Grad gebogen werden und so sehr flexibel durch Rohre und Winkel geschoben werden. Der Sensor liefert Bilder in VGA-Auslösung, also mit 640×480 Bildpunkten, Videos mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde.

 

Unter Windows ab Windows 7 werden keinerlei Treiber oder zusätzliche Programme benötigt. Die Kamera kann selbst von der Windows 10-eigenen Kamera-App direkt benutzt werden.

Für Android ab 4.3 empfiehlt PEARL die kostenlose App phonescope.

phonescope
Entwickler: theron fang
Preis: Kostenlos

Die Kamera-App selbst ist wenig spektakulär aufgebaut. Neben einer Auslöse-Taste ist eine Schaltfläche zum Rotieren des Bilds sowie eine zum Umschalten zwischen Foto- und Videoaufnahmen zu sehen. Die Kamera übermittelt ihre VGA-Aufnahmen als Vollbild und speichert entsprechend in den Medienordner von Android ab.

 

Das Ganze funktioniert einwandfrei. Die App startet zügig und die Kamera wird sofort erkannt, auch lassen sich Aufnahmen mittels Bildschrimtaste oder aber auch per Hardwarebutton an der Endoskop-Kamera selbst schnell auslösen. Auch unter Windows lässt sich die Kamera einwandfrei und ohne Umschweife benutzen. Hier will jedoch die Taste nicht immer mitspielen.

Die erwähnten mitgelieferten Haken und Ösen sind in der Produktbeschreibung wie auch im Handbuch nicht weiter erwähnt, jedoch recht intuitiv zu gebrauchen. Sie werden mittels Kunststoffring am Kamerakopf befestigt und dienen so dazu, kleinere Gegenstände zu bergen, Schrauben oder Ringe beispielsweise. Das braucht jedoch eine ganze Menge Geduld und Geschick – vermutlich mehr, als ich aufzubringen vermag. Die LED sind ordentlich hell und können den Raum vor der Kamera auf gut einen halben Meter erleuchten.

Preis

Für 29,90 Euro bzw. 39.95 SFr. ist die Somikon USB-Endoskop-Kamera direkt bei PEARL zu kaufen.

Fazit

Für den Preis und in Anbetracht der USB-OTG-Funktionalität ist das Gadget durchaus brauchbar. Natürlich sind die Aufnahmen mit einer derart geringen Auflösung nicht gerade berauschend – wobei Rauschen es ganz gut trifft, denn das Bildrauschen ist ziemlich hoch. Auch lässt sich mit der Kamera nicht gezielt fokussieren, so dass vieles ziemlich unscharf bleibt. Dennoch zeigt das Endoskop auch dank der vier hellen LED auch aus dunklen Ecken noch passable Bilder. Zum Bergen von kleinen Gegenständen jedoch eignet sich die Somikon USB-Endoskop-Kamera nur sehr bedingt, da man lediglich die Kamera vor- und zurückziehen kann, dabei den Gegenstand aus dem Fokus verliert und so ziemlich wörtlich im Trüben fischt. Aber wer nachsehen möchte, was da das Abflussrohr verstopft oder warum der Zahn hinten links gerade so ziept, kann dies mit der Endoskopkamera schnell und unkompliziert für wenig Geld tun.

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen