Do. 14. April 2016 um 15:16

Review: Samsung Galaxy TabPro S im Test

von Marcel Kukelka0 Kommentare

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören neben dem Tablet selbst ein Full-Size Keyboard & Touchpad (in Gerätefarbe Schwarz oder Weiss) welches als Backcover genutzt werden kann, ein Fast Charging Adapter zum schnellen Aufladen, ein USB Type-C Kabel (beides in Weiss) und die Schnellstartanleitung. Exklusiv bei notebooksbilliger.de gibt es aktuell noch ein Jahresabo für Office 365 Personal dazu.

Technische Details

BetriebssystemWindows 10 (je nach Variante Home oder Pro)
ProzessorIntel® Core™ m3-6Y30
64-bit Intel® Turbo Boost-Technology 2.0
(bis zu 2,2 GHz)
RAM4 GB
Speicher128 SSD
Display12″ Super AMOLED-Display
Auflösung2160 × 1440 px
Kamera5 MP AF
Frontkamera5 MP
Wireless

Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac MMO

Wi-Fi Direct

Bluetooth 4.1

NFC

GPS mit GLONASS

Anschlüsse

1x USB Type C

1x 3.5 mm Klinke

Sensoren

Beschleunigungssensor

Näherungssensor

Umgebungslichtsensor

Akku

5200 mAh (39.5 W, 7.6 V)

Abmessungen (H x B x T)

198.8 x 290.3 x 6.3 mm 

Gewicht

ca. 693 g

Design

Das Design ist sehr wertig und das Tablet liegt sehr gut in der Hand. Das mitgelieferte schwarze Backcover zieht den Schmutz leider förmlich an. Nach nur kurzer Zeit sind erste weisse Flecken erkennbar, welche sich aber mit einem feuchten Tuch leicht entfernen lassen. Das Cover wird durch einen Magneten gehalten und auch der Dock-Anschluss für die Tastatur ist magnetisch, welches das An- und Abdocken sehr einfach macht.

 

Die Tastatur selbst ist mit ihren flachen und ohne wenig Zwischenraum angebrachten Tasten etwas gewöhnungsbedürftig. Auch der Anschlag ist ungewohnt und wirkt beim Schreiben von längeren Texten eher schwammig. So schlichen sich oft Tippfehler ein weil z.B. ein Tastenanschlag nicht ankam oder eine Nachbartaste getroffen wurde.

 

Ansonsten ist die Bedienung aber sehr komfortabel und man hat alles was man sich wünschen kann. Neben der Tastatur besitzt das Cover auch noch ein Touchpad, wie man es von normalen Laptops gewöhnt ist. Mit dem Cover kann man das Galaxy TabPro S also durchaus als würdigen Laptop-Ersatz ansehen.

 

Angedockt kann man das Tablet in zwei Stufen arretieren. Einmal recht steil und einmal sehr flach (welches unsere bevorzugte Position war). Abgedockt kann man das Tablet dann in das Cover legen und spart sich dann damit eine Hülle.

 

Das Tablet als reines Tablet zu nutzen, ist mit angelegtem Backcover allerdings etwas schwierig. Hierfür sollte man das Rückenteil entfernen, was für uns einen kleinen Nachteil darstellt, da man das Backcover dann irgendwo verstauen muss.

Performance

Das Samsung Galaxy TabPro S ist ein kleines Kraftpaket. So ziemlich alle Aufgaben lassen sich problemlos lösen. Selbst etwas aufwändigere Spiele, wie beispielsweise Diablo 3 von Blizzard, laufen flüssig. Natürlich muss man dem Grafikchip einiges Nachsehen, aber für ein Spielchen zwischendurch hat uns die Brauchbarkeit hier positiv überrascht. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass dieses in eher eingeschränkter Weise möglich ist. Die GPU rechnet auf dem Niveau der älteren Intel HD 4400 und so muss man auch bei Diablo 3 den ein oder anderen grafischen Abstrich hinnehmen. Aber wir reden hier immer noch von einem Tablet! Angetrieben wird das Galaxy TabPro S von einem Intel Core m3 mit einer Maximalfrequenz von 2.2 GHz und kann auf 4 GB RAM für Multitasking zurückgreifen.

 

Als Betriebssystem ist hier ein vollwertiges Windows 10 in der 64bit-Variante installiert, so das eigentlich alle Apps und auch normalen Windows-Programme ohne Probleme laufen können und sollten. Manchmal hat Windows 10 allerdings mit der Skalierung auf dem – im Vergleich zum PC – kleinen Display Probleme. Diese sind aber nicht dem Gerät zuzuschreiben und Microsoft arbeitet ja auch mit Hochdruck noch an der Verbesserung von Windows 10 und dessen Multiplattformeinsatz in nahezu allen Bereichen und Anzeigen.

 

Lediglich der einzig verbaute USB-Type-C Anschluss fiel als einzige Schnittstelle recht negativ auf. Ein zweiter wäre unserer Meinung nach hier durchaus angebracht gewesen und hätte den Support deutlich erweitert. Lädt man das Tablet, ist z.B. ein Arbeiten mit der Maus nicht mehr möglich. Eine Festplatte oder ein Speicherstick findet dann auch keinen Platz mehr. Das schränkt das Gerät mit Windows 10 stellenweise enorm ein.

 

Generell ist natürlich ein USB-OTG-Adapter nötig um überhaupt USB-Geräte anzuschliessen. Dies funktionierte in unserem Test aber sehr gut. Auch ist leider kein HDMI- bzw. DVI-Anschluss verbaut, so das man keinen externen Monitor oder TV direkt anschliessen kann.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit hat in unserem Test die zehn Stunden Angabe des Herstellers oft sogar übertroffen. Bei 50% Bildschirmhelligkeit wurde 15 Stunden Restlaufzeit angezeigt. Natürlich hängt das aber auch stark von der genutzten Software ab. Beim Spielen von z. B. grafisch hochwertigen Spielen entlädt sich der Akku logischerweise deutlich schneller als beim Schreiben eines Reviews für Pocketpc.ch.

 

Das Aufladen mit dem im Zubehör enthaltenen Schnellladegerät dauert für eine komplette Aufladung etwas mehr als zwei Stunden. Samsung gibt hier 150 Minuten an und liegt damit also voll im Soll.

Display

Das 12″ SAMOLED Display ist zu jeder Zeit sehr gut lesbar. Auch jetzt während der ersten Frühlingstage konnte man bei entsprechender Bildschirmhelligkeit selbst im Garten bei strahlendem Sonnenschein sehr gut mit dem Gerät arbeiten. Eine direkte Sonneneinstrahlung ist allerdings für gewisse Winkel schlecht, da das Display doch recht stark spiegelt. Ablesen liessen sich die Inhalte allerdings nahezu zu jeder Zeit.

 

Aber auch Abends im abgedunkelten Raum ist ein Arbeiten gut möglich. Lediglich die Tastatur-Tasten vom Cover sieht man dann schlecht, denn das Displaylicht reicht nicht ganz aus um die Tastatur zu beleuchten. Regelt man die Helligkeit zu hoch, dann überstrahlt es die Tastatur enorm.

 

Die Schärfe ist mit 2160 × 1440 Pixel auf 12 Zoll gesehen mehr als nur ausreichend scharf und kann daher nicht nur für das betrachten von Bildern herhalten, sondern auch mit hochauflösenden Videos als Entertainment-Device auf der Couche dienen.

Gutes Display: Hochauflösend, schöne Farben. Leider spiegelt es einen Tick zu stark.

Kamera und Sound

Die Kamera reicht unserer Meinung nach für Schnappschüsse vollkommen aus. Professionelle Bilder wird man allerdings nicht damit schiessen können. Im Folgenden könnt ihr euch unter dem Text hier ein paar Schnappschüsse anschauen. Das letzte Bild wurde mit der Frontkamera gemacht, was allerdings dazu führte, dass das Motiv wohl nicht all zu gut gewählt scheint. Allerdings lässt sich mit der Frontkamera auf einem Tablet auch schlecht ernsthaft Fotos knipsen.

 

Beide Kameras lösen übrigens mit 5 MP auf und haben recht identische Werte zu verzeichnen. Samsung gibt den rückseitigen Knipser aber noch zusätzlich mit einem AF-Modus – also Autofokus – in der Gerätebeschreibung an. Generell sind beide Kameras aber auf dem selben Niveau wiederzufinden.

Soundmässig reiht sich das Gerät bei anderen Tablets ein. Der Ton klingt nicht blechern und hat für mich eine ausreichend gute Qualität. Ein handelsübliches Boxensetup für kleineres Geld ersetzen die Lautsprecher aber eher nicht. Über den 3.5mm-Klinke Kopfhöreranschluss könnte man daher eben  ein solches externe Lautsprecher-Set betreiben, wenn man besseren Klang braucht.

Fazit

Das Samsung Galaxy TabPro S ist insgesamt ein sehr tolles Gerät. Es macht Spass es zu benutzen. Dank der Tabletgrösse ist es gerade für Geschäftsleute und Studenten sicher der ideale Begleiter, da auch im Zug, Bus, Flugzeug oder gar in der Universität/Schule das Gerät einen vollwertigen PC – mit nur wenigen Ausnahmen – komplett ersetzen kann.

 

Die Leistung reicht sogar für nicht ganz so anspruchsvolle Spiele. Selbst Diablo 3 lief mit Abstrichen flüssig auf dem Galaxy TabPro S. Das heisst, dass am Ende vor allem das Surfen, Office und andere Anwendungen in dem Bereich nahezu keine Probleme machen sollten. Auch das Display trägt zum angenehmen Arbeiten hervorragend bei.

 

Als Kritikpunkte lassen wir vor allem den USB-Type-C Anschluss stehen, welcher als einzige Schnittstelle dient. Auch das fehlen von HDMI macht einen nicht ganz so kompletten Eindruck und lässt das Tablet beschnitten erscheinen. Zumal der Preis mit rund 999 Euro bzw. 1’049 SFr nicht gerade gering bemessen ist.

 

 

 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei notebooksbilliger.de für die freundliche Bereitstellung eines Testgerätes!

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