Review: Samsung Galaxy S7 im Test - PocketPC.ch
Mi. 23. März 2016 um 17:13

Review: Samsung Galaxy S7 im Test

von Christian Fritsch1 Kommentare

Inhaltsverzeichnis:

Technische Details 

Display-Diagonale 

5,1 Zoll 

Display-Typ 

Super AMOLED capacitive touchscreen, 16 Mio. Farben

Display-Auflösung 

1440 x 2560  (577ppi)

Masse (L x B x H) in mm 

142.4 x 69.6 x 7.9 mm

Gewicht 

152 Gramm

Akku 

3000 mAh Akku (nicht wechselbar)

Chipsatz 

 

System 

Exynos 8890 Octa

Prozessor 

Quad-core 2.3 GHz Mongoose + quad-core 1.6 GHz Cortex-A53

Grafik 

Mali-T880 MP12

RAM 

4 GB

Speicher 

32 oder 64 GB plus Micro SD Slot

Konnektivität 

 

Sim Karte 

Nano-Sim 

Mobilfunk 

2G

GSM 850 / 900 / 1800 / 1900

3G

HSDPA 850 / 900 / 1900 / 2100

4G

LTE

  

WiFi 

Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, dual-band, Wi-Fi Direct

Bluetooth 

v4.2, A2DP, LE, apt-X

USB 

v2.0 , USB Host

Infrarot 

Nein

NFC 

Ja

Video Ausgang 

Unbekannt

Kamera 

 

Hauptkamera 

12 MP, f/1.7, 26mm, phase detection autofocus, OIS,

Blitz LED 

LED Flash

Frontkamera 

5 MP, f/1.7, 22mm

Sonstiges

 

GPS

Ja – A-GPS, GLONASS, BDS

Sensoren

Fingerprint, accelerometer, gyro, proximity, compass, barometer, heart rate, SpO2

Betriebssystem

Android 6.0 plus TouchWIZ UI

Farben

Black, White, Gold, Silver

Design & Verarbeitung

Würden wir aktuell über ein iPhone reden, wären wir dieses Jahr in einem S Jahr. Und genau das ist das Samsung Galaxy S7 in Sachen Design – ein S Jahr. Das heisst Fehler wurden korrigiert und das Design wurde leicht angepasst, aber auch wirklich nur ganz leicht. Beispielsweise hat die Rückseite des Samsung Galaxy S7 nun eine leicht gebogene Rückseite. Dadurch liegt es nicht mehr so kantig in der Hand wie sein Vorgänger, sondern schmiegt sich der Hand an.
 
Einer der grössten Kritikpunkte beim S6 war der "Kamerabuckel" und so hat man ihn ein wenig zurückgeschoben. Zwar wackelt es immer noch ein wenig, wenn man beim Schreiben auf einer ebenen Unterfläche tippt, allerdings stört es nicht mehr so extrem und das Kameraglas kann weniger verkratzen bzw. die Angst ist geringer. Sowohl der microSD-Slot, als auch die IP Zertifizierung des Samsung Galaxy S5 sind zurück. Bei der Zertifizierung hat Samsung nun sogar einen drauf gesetzt und statt IP67 ist das Gerät nun IP68 geschützt und es gibt keine lästige Klappe für den USB Port mehr. Das Gerät an sich ist ein wenig dicker geworden, was allerdings dem etwas grösseren Akku zu verdanken sein könnte. 
 
In Sachen Verarbeitung kann man eigentlich gar nicht meckern. Das Gerät ist sehr gut verarbeitet. Es wurden hochwertige Materialien wie Metall (für den Rahmen) und Glas für die Front- und Rückseite verwendet. Selbst bei der nicht Edge Variante des S7, welche wir getestet haben, wurde oben und unten an der Front das Glas ein wenig gebogen, damit es nicht mehr so scharfkantig ist, was für den Trend von 2.5D Glas spricht. Die Knöpfe an den Seiten haben einen wirklich guten Druckpunkt und die Position ist auch sehr angenehm. Was ein wenig stört, ist der Umstand, dass wenn man eine Lautstärke-Taste als Kamera Button verwenden will, muss man das Smartphone immer komplett in den Landscape-Modus drehen, hier wäre ein dedizierter Kamera-Button, wie man es beispielsweise vom Lumia 950 kennt, besser gewesen.

Display

Das Display des Galaxy S7 ist eines der besten, wenn nicht sogar das beste Display, auf dem Markt. Die Farben sind ein wenig übersättigt, wie man es von Samsung kennt, diese kann man allerdings durch verschiedene Profile anpassen. Einen individuelles Profil erstellen, kann man aber leider nicht. AMOLED generell ist für seine stark leuchtenden Farben eben bekannt. Die Auflösung des Displays ist 2550 x 1440 Pixel, dass entspricht einer Pixeldichte von 576 PPI. Einzelne Pixel sind natürlich dadurch kaum bis gar nicht zu erkennen. Die Blickwinkel des S7 sind herausragend stabil und ich persönlich konnte keine Farbveränderung von der Seite feststellen.
 
Ein neues cooles Feature des Samsung Galaxy S7, ist das "Always On Display". Mit dieser Funktion werden im Standby einzelne Pixel des Displays angesprochen, die dadurch die Uhrzeit, das Datum, die Akkulaufzeit und andere Dinge anzeigen können. Diese Funktion verbraucht laut Samsung 1% Akku pro Stunde. Neben den oben genannten Sachen, werden Benachrichtigungen anzeigt, doch hier gibt es allerdings ein Problem. Bisher werden nur Anrufe und SMS angezeigt. Drittanbieter Benachrichtigungen wie WhatsApp und Co. erscheinen nicht. Hier muss Samsung softwareseitig noch ein wenig Hand anlegen.
Samsung Galaxy S7 mit aktiviertem Always On Display.

Software

In Sachen Software bleibt sich Samsung treu. Es wird die aktuelle Android-Version (6.0.1) verwendet plus die Hauseigene Benutzeroberfläche TouchWIZ. Es gibt keine Ruckler oder ähnliches, was bei dieser Hardware Ausstattung natürlich auch zu erwarten sein sollte. Ein Integrierter News-Reader, wie man es von HTC mit Blinkfeed kennt, ist weiterhin vorhanden. Allerdings statt Flipboard-Briefing verwendet Samsung nun die App Upday. Diese App kommt aus dem Hause des Axel-Springer-Verlag. Sie kann zwar deaktiviert werden, deinstallieren ist jedoch nicht möglich!
 
Samsung hat im Laufe der Jahre sich immer mehr an das "pure" Android angenähert, auch wenn bis heute noch einiges an Weg dazu fehlt. Zwar gibt es viele Software Gimmicks, wie zum Beispiel Split-View (auch bald in Android N vorhanden), aber es wirkt ingesamt nicht mehr so überladen, wie es bei früheren Versionen der Fall war. Neu mit Android 6.0 ist die Einstellmöglichkeit von einzelnen Berechtigungen für Apps. Das ist zwar vielleicht Anfangs ungewohnt, aber so muss man nicht jeder App alle Rechte geben. Und wenn dann eine Funktion der App nicht funktioniert, dann kann man sie gegebenenfalls kurzzeitig aktivieren. Wie ich finde sehr positiv! 
 
Für alle Gamer hat Samsung ein Gaming Tool und einen Game Launcher in TouchWIZ eingebaut. Wenn man das erste Mal ein Spiel herunterlädt, wird dieser Game Launcher aktiviert und man findet dort alle seine heruntergeladenen Spiele wieder. Mit dem Game Tool kann man bestimmte Sachen – während man spielt – einstellen: Benachrichtigungen aktivieren, Tasten sperren, Spiel minimieren, Screenshot oder Aufnahme tätigen. Vor allem für den ein oder anderen Let’s Player interessant, dass man das jeweilige Game direkt über das Gaming Tool aufnehmen kann. Bei unserem Test Gerät hatte sich das Galaxy S7 zwei Mal aufgehängt und hat einen Neustart verursacht und gelegentlich sind WLAN-Probleme aufgetaucht. Hier hat nur geholfen, das WLAN kurz zu deaktivieren und wieder zu aktivieren, danach funktionierte die Verbindung ohne Probleme.

Kamera

Die Kamera ist in meinen Augen einer der absoluten Kaufkriterien für das Samsung Galaxy S7. Zwar hat Samsung gegenüber dem Vorgänger die Megapixel reduziert und zwar von 16 auf 12 Megapixel, dafür sind jedoch die Pixel selbst grösser geworden und zwar von 1,12µm auf 1,4µm. Durch diesen Umstand sind die einzelnen Pixel 56% lichtempfindlicher. Das heisst bei der offenen Blende von 1.7 ist das Bild bis zu 96 Prozent heller (laut Samsung). Natürlich ist man anfangs skeptisch, aber das Galaxy S7 macht wirklich sehr gute Bilder in dunkleren Lichtverhältnissen.
 
Bei normalen Lichteinflüssen erwischt man die Kamera öfter einmal dabei, dass das Bild ein wenig überbelichten kann. Hier kann man bestimmt noch ein wenig an der Software seitens Samsung schrauben. Wer will kann das aber auch per manueller Einstellungen in der gut gemachten Kamera-App beheben.
 
Ein sehr tolles Feature, was man nicht mehr missen möchte, ist der Doppelklick auf den Homebutton, welcher die Kamera-App aufruft und diese direkt einsatzbereit ist. Der Autofokus der sogenannten Dual-Pixel-Technik ist vielleicht der schnellste Autofokus aktuell in einer Smartphone Kamera. Mit Dual-Pixel ist gemeint, dass jeder Pixel einen sogenannten subPixel besitzt, der für den Autofokus dieses Bereiches zuständig ist, was zu teils erstaunlichen Geschwindigkeiten führt.
 
Des Weiteren haben die Bilder eine tolle Gesamtschärfe, sind trotz der etwas weniger gewordenen 12 MP sehr detailreich und bieten einen sehr guten Kontrast. Enttäuschen wird euch die Kamera im Galaxy S7 also erstmal nicht.

Akku

In Sachen Akku kann man beim Samsung Galaxy S7 wirklich nicht meckern. Er ist 3’000 mAh gross und man kommt ohne Probleme, auch mit stärkerer Nutzung, durch den Tag. Bei unserem Testgerät waren circa 20-30 Prozent Rest-Akkukapazität nach einem durchschnittlichen Tag mit Twitter, E-Mail, Musik, WhatsApp und Co.
 
Hier noch eine persönliche Beobachtung zum Akku: Mir ist über Nacht schon einmal aufgefallen, dass der Akku am nächsten Morgen leer war. Ob es eine App im Hintergrund war, sich etwas aufgehängt hat oder einfach der Normalverbrauch schuld war, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht lag es auch an dem weiter oben beschriebenen WLAN-Problem. Es lies sich auch aus den durch Android verfügbaren Daten nicht herauslesen.

Fazit

Alles in allem ist das Samsung Galaxy S7 für mich aktuell das beste Android-Smartphone auf dem Markt! Es hat wirklich tolle Hardware, ein super Design, eine wirklich klasse Kamera und eine tolle Akkulaufzeit. IP68 ist ein Bonus, der neben der Sony Xperia Z Reihe nun auch wieder für Samsung-Geräte bereitsteht. Der Exynos 8890 Prozessor ist wahnsinnig schnell und generell schreit die Hardware und das ganze Smartphone an sich nach purem Highend. Zwar hat sich äusserlich zum Vorgänger nicht viel geändert, doch hat Samsung – genau wie Apple mit seinen s-Devices – an den richtigen Schrauben gedreht und präsentiert uns ein wirklich stimmiges Gesamtpaket.
 
Etwas seltsam mutete allerdings die mysteriösen Abstürze und der einmal aufgetretene hohe Akkuverbrauch über Nacht an. Dinge, die allerdngs per Software-Update lösbar sind und in erster Linie nicht den Gesamteindruck schmälern. Samsung hat mit dem Galaxy S7 ein absolutes Top-Smartphone für 2016 auf den Markt geworfen.
 
 
Vielen Dank an 1und1, die uns das Gerät für diesen Test zur Verfügung gestellt haben. Bestellungen bis zum 31.3.2016 erhalten eine Gear VR kostenlos.
 
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Eine Antwort zu “Review: Samsung Galaxy S7 im Test”

  1. Entrail sagt:

    Das Problem mit dem Akku könnte evtl an Wlan/BT liegen. Habe bei meinem Nexus 6p auch das Problem, dass selbst bei frisch installierten Roms (egal ob stock oder custom wie cm, purenexus o.ä.) sehr häufige wakelocks produziert werden. Habe im Netz dann einen Thread diesbezüglich gefunden in dem es hieß das BT dafür verantwortlich ist. Und, zumindest bei mir, scheint das zum Teil zu stimmen. Bei den neu installierten Roms auf denen ich extra keine Apps oder sonstige Einstellungen vorgenommen hatte um genau das Problem zu identifizieren, ist in der Regel BT aktiviert gewesen (standardmäßig). Nachdem ich BT deaktiviert hatte waren die Wakelocks weg. Der Standbyverbrauch war aber trotzdem noch relativ hoch teilweise. Das scheint am aktivierten Wlan zu liegen. habe jetzt evtl so 1-2 % pro Stunde als Batterydrain. Ohne Wlan mit BT waren es evtl 3-5%. Wie gesagt alles Stock selbst wenn ich das Gerät im abgesicherten Modus gestartet hatte.

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