Mi. 02. Dezember 2015 um 17:35

Review: Orbsmart Soundpad 500 im Test

von Pascal Reidies0 Kommentare

Das Orbsmart Soundpad 500 ist ein Internetradio auf Android-Basis. Ausgestattet ist es mit einem Quadcore Rockchip SOC, mit vier Cortex A7-Kernen zu 1.3 GHz und Mali 400MP2 GPU, einem Touchscreen und Android 5.1 Lollipop. Es bietet ein vollwertiges Android-Betriebssystem inklusive Google Play Store. Der eingebaute Akku ermöglicht ebenfalls den portablen Betrieb.

Verarbeitung, Design und Hardware

Das Orbsmart Soundpad 500 Internet-Radio ist aus einem weissen Hochglanz-Plastik mit schwarzer Vorderseite hergestellt. Der Touchscreen ist in der Front zwischen den Lautsprechern angebracht. Die Frontkamera ist über dem Bildschirm zu finden, auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse (HDMI, USB, MicroSD, Line-Out, DC-12V). Mit 32x11x16 cm ist das Gerät nicht grösser als andere gängige Bluetooth Lautsprecher (z. B. Creative D100), bietet aber viel mehr Funktionen an.

Die Verarbeitung ist tadellos. Das Gerät macht einen stabilen Eindruck und der schwere Standfuss ermöglicht dem knapp 500 Gramm leichten Gerät einen sicheren Halt. Die mitgelieferte Fernbedienung war für mich erst einmal etwas befremdlich. Nach einiger Eingewöhnungszeit macht die Fernbedienung aber enorm viel Sinn, um Titel in den jeweiligen Musik-Apps einfacher zu verwalten oder das Gerät ohne den Touchscreen aus grösserer Entfernung zu bedienen.

Das Orbsmart Soundpad 500 kostet z. B. bei Amazon 179,90 Euro und bietet einen Quadcore Rock Chip RK3128. Ausserdem 1 GB Arbeitsspeicher, 8 GB interner Speicher, WLAN und Bluetooth 4.0. In der Schweiz geht das Soundpad 500 z. B. bei ELV für 197.89 SFr. über den virtuellen Ladentisch.

Die Hardware und technische Details

Masse

32x11x16 cm

Akku

3200 mAh

Betriebssystem

Android 5.1 Lollipop

Prozessor

Quadcore Rockchip RK3128 Cortex A7 @ 1.3 GHz mit Mali 400MP2 GPU

Verbindung

WLAN 802.11b/g/n (2.4 GHz)
Bluetooth 4.0

Anschlüsse

1x HDMI / 1x microUSB 2.0 / 1x Line Out

Arbeitsspeicher

1 GB RAM

Speicher

8 GB interner Speicher

Speicherkarten

MicroSD-Slot

Display

7 Zoll Display (1024*600 Pixel)

Kamera

Frontkamera mit 0.3 Megapixel

Lautsprecher

Aktive Stereolautsprecher

Leistung

Der Quadcore Rockchip RK3128 reicht aus, die gängigen Musik-Apps ohne Probleme auszuführen. Natürlich ist die CPU aber auch das komplette Orbsmart Soundpad 500 nicht dazu gedacht, High End-Spiele auszuführen, sondern primär um Musik abzuspielen, aber YouTube und andere Multimedia-Anwendungen funktionieren ebenfalls problemlos. Der Touchscreen hat eine Auflösung von 1024*600 Pixel, was in Zeiten von UltraHD und quasi schon Standard-HD-Displays nicht enorm viel ist, reicht aber vor allem für ein Internetradio absolut aus.

Die Lautsprecher machen ein leichtes Brummgeräusch wenn zum Beispiel ein Benachrichtungston abgeklungen ist. Dieser erlischt aber nach einigen Sekunden wieder. Wahrscheinlich wird dann der Lautsprecher nicht mehr mit Strom versorgt. In der dauerhaften Benutzung zum Beispiel mittels Spotify ist dies aber nicht aufgefallen. Je nachdem, wie laut man den Orbsmart stellt, ändert sich die Klangqualität. Auf voller Lautstärke kann man Störgeräusche wahrnehmen. Wenn man jedoch bedenkt, dass es sich hier primär um ein Radio, etwa fürs Büro handelt, wird man das Gerät wahrscheinlich nie mit voller Lautstärke benutzen. Auf mittlerer bis hoher Lautstärke ist der Klang verglichen mit handelsüblichen Radios einwandfrei und gerade durch die höhere digitale Qualität der Soundquelle (z. B. Spotify oder Radio Stream) ist der Klangeindruck deutlich angenehmer als beim analog Radio.

Fazit

Das Orbsmart 500 ist ein interessantes Internetradio. Durch die Integration des Google Play Store kann man theoretisch alle Android Apps nutzen und vor allem für Musik-Streaming per Spotify oder Amazon Prime Music sorgen. Mit Radio Apps, wie Radio.de, kann man zusätzlich lokale Radiosender hören und dies zum Teil in einer deutlich besseren Qualität, als im analogen Radio. Viele Radiostationen haben auch ihre eigene Android App, über die man seinen Lieblingsradiosender in besserer Qualität hören kann. Falls man das Soundpad 500 in die Küche stellt, kann man auch noch eine Rezepte App oder die Webseiten von Kochzeitschriften aufrufen und den Orbsmart als Kochbuch nutzen. Braucht man so ein Gerät? Nicht unbedingt. Alternativ kann man auch auf das Smartphone zurückgreifen und einen herkömmlichen Bluetooth-Lautsprecher benutzen. Es gibt jedoch auch Anwendungsszenarien, in denen ich mir dieses Gerät gut vorstellen kann: Zum Beispiel in einem Haushalt mit mehreren Personen ist dies ein Top-Gerät für die Küche oder in einem kleinen Büro. Man ist deutlich freier in der Wahl der Musik, als mit einem normalen Radio und kann zusätzlich auch noch das Internet und Apps für viele andere Sachen nutzen. Auch die eingebaute Kamera kann nicht nur für Skype, sondern zum Beispiel per App auch von unterwegs kurz genutzt werden um zu prüfen, ob zu Hause noch alles in Ordnung ist oder die Katzen die Küche verwüstet haben.

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