Sa. 26. April 2014 um 9:23

Review: Onkyo ES-CTI300-Kopfhörer

von Jörg Renken0 Kommentare

Wer heutzutage ein Smartphone hat, hat meistens auch seine Musiksammlung auf dem Smartphone präsent. Dabei ist es mittlerweile egal, ob man ein iPhone, Samsung Galaxy S5 oder ähnliches hat. Will man die Musiksammlung nutzen, so braucht man einen Kopfhörer. Die Auswahl ist mittlerweile aber so gross geworden, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Darum will ich euch heute den von Apple zertifizierten On-Ear-Kopfhörer Onkyo ES-CTI300 vorstellen.

Onkyo ES-CTI300 (s)
Der On-Ear-Kopfhörer Onkyo ES-CTI300 in der silbernen Ausführung mit braunem Kunstleder.

Technische Daten und Lieferumfang

Die technischen Daten des Onkyo ES-CTI300 sehen wie folgt aus:

 

Treibertyp:

Dynamisch, Titan

Treibergrösse:

4 cm

Frequenzgang:

10 Hz – 27’000 Hz

Max. Belastbarkeit

1 W

Ausgangs-Schalldruck:

97 dB/mW

Nennimpedanz:

32 Ohm

Kabellänge:

1.2 m

Gewicht (ohne Kabel):

235 g

 

Dabei steuert der Onkyo ES-CTI300 folgende iOS-Devices:

    • iPhone 3GS oder höher
    • iPad
    • iPod touch (2. Generation oder höher)
    • iPod classic (120 GB, 160 GB [2009])
    • iPod nano ab der 4. Generation
    • iPod shuffle ab der 3. Generation (nur Unterstützung der Fernbedienungsfunktion)

Im Lieferumfang des Onkyo ES-CTI300 ist folgendes enthalten:

    • Onkyo ES-CTI300
    • Bedienungsanleitung
    • Transporttasche

Bild (Verpackung - Front)   Bild (Inhalt) 

Verarbeitung und Handhabung

Die Verarbeitung des Onkyo ES-CTI300 ist wirklich gut. Es gibt keine Grate und Kanten, alles ist wirklich passgenau verarbeitet. So ziemlich alles, was aus Metall sein kann, ist auch aus Metall. Einzig die Bedieneinheit zur Steuerung des iOS-Devices ist aus Plastik.

Nimmt man den Onkyo ES-CTI300 aus seiner Blisterverpackung, so muss man als erstes das Kabel anbringen. Beim Onkyo ES-CTI300 ist das Kabel zweigeteilt, je Ohrmuschel wird ein Kabelende angebracht. Dabei ist das Anbringen auch ohne Lesen der Bedienungsanleitung problemlos machbar, denn die Stecker passen nur in einer Richtung in die Buchse. Hat man dies geschafft, so steht einer Nutzung nichts mehr im Wege. Hat man sein iPhone angeschlossen, so stellt man fest, dass die Kabellänge von 1.2 m mehr als ausreichend ist. Beim Aufsetzen des Onkyo ES-CTI300 war ich das erste Mal erstaunt. Standardmässig stelle ich die Kopfhörer auf die grösstmögliche Form ein, damit er auf meinen „zierlichen“ Kopf passt. Doch beim Onkyo ES-CTI300 musste ich das erste Mal die Einstellung verkleinern. Das ist mir bislang bei noch keinem der von mir getesteten Kopfhörer passiert. Allerdings will ich einen negativen Punkt nicht verschweigen: Der Stecker des Onkyo ES-CTI300. Betrachtet man diesen, so fällt einem im ersten Moment nichts Negatives auf. Im Gegenteil: der Winkelstecker ist wirklich gut verarbeitet. Will man ihn aber in ein iPhone stecken, dass die originale iPhone-Hülle von Apple nutzt, so bekommt man ihn nicht hinein. Grund dafür ist, dass der Stecker vom Durchmesser her zu gross ist. Dieses Manko dürfte an sich nicht sein und sollte von Onkyo geändert werden. Will man den Onkyo ES-CTI300 trotzdem nutzen, bleibt einem leider nichts anderes übrig, als die Hülle zu wechseln. Bei Hüllen, die unten offen sind, hat man keine Probleme.

 

Tragekomfort und Klangerlebnis des Onkyo ES-CTI300

Der Tragekomfort des Onkyo ES-CTI300 ist wirklich gut. Ich habe ihn teilweise mehrere Stunden aufgehabt und hatte trotzdem kein unangenehmes Gefühl beim Tragen, obwohl ich Brillenträger bin. Erreicht wird dieser Tragekomfort durch die gute Einstellmöglichkeit des Onkyo ES-CTI300 und durch das sehr weiche Kunstleder an den Ohrmuscheln und dem Bügel. Früher war es ja vielfach so, dass Kunstleder dafür gesorgt hat, dass man leicht geschwitzt hat. Das ist hier nicht der Fall. Auch dadurch fällt der Onkyo ES-CTI300 nicht unangenehm auf.

Kommen wir jetzt zum wichtigsten Kaufkriterium: Dem Klang. Will man zum Beispiel einen Kopfhörer testen, so ist es wichtig, möglichst immer die gleichen Musiktitel zu benutzen. Dazu habe ich mir eine kleine Musiksammlung zusammengestellt (siehe hier), die von ruhigen Musikstücken über Filmmusik bis zu Hard Rock ein breites Musikspektrum umfasst. Ausserdem ist es wichtig, noch einmal hervorzuheben, dass man bei der Beurteilung des Klanges wirklich subjektiv vorgeht. Also sollte man vor dem Kauf eines Kopfhörers Probehören und selber entscheiden, ob einem der Klang wirklich zusagt.

Die Dynamik des Onkyo ES-CTI300 ist wirklich nicht schlecht. Höhen und Mitten sind präsent, dominieren aber nicht. Und die Bässe sind nicht – wie man es vielfach bei anderen Kopfhörern hat – so dominant. Beim Onkyo ES-CTI300 habe ich auch wieder mit dem Titel „The Droid Invasion“ von John Williams angefangen. Doch anders als bei meiner letzten Kopfhörer-Review, beim Bowers & Wilkins P7 (wir testeten), wo man förmlich die Bespannung der grossen Trommeln vor seinem geistigen Auge sehen konnte, fehlte mir beim Onkyo ES-CTI300 das damalige Wow-Erlebnis. Damit will ich aber in keiner Weise sagen, dass der Klang des Onkyo ES-CTI300 schlecht wäre. Im Gegenteil: Auch hier war der Bass präsent. Doch irgendwie fehlte das letzte Quäntchen Sound. Ich kann es nur schwer in Worte kleiden, allerdings muss man der Fairness halber sagen, dass der Bowers & Wilkins P7 auch ungefähr doppelt so teuer ist wie der Onkyo ES-CTI300. Letztlich hat mich der Onkyo ES-CTI300 aber überzeugt, denn das Preis-Leistungsverhältnis ist wirklich gut.

 

Fazit

Bis auf das Manko, dass der Stecker des Onkyo ES-CTI300 im Durchmesser zu gross war, hat mir der Kopfhörer wirklich gut gefallen. Leichte Abstriche im Klang macht er beim Tragekomfort wieder wett. Daher kann ich den Onkyo ES-CTI300 wirklich empfehlen.

Zu kaufen gibt es den Onkyo ES-CTI300 in Silber oder Schwarz zum Beispiel bei Amazon für je 199 EUR.

 

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