Mo. 28. März 2016 um 16:54

Review: Nexus 6P im Test

von Christian Fritsch1 Kommentare

Inhaltsverzeichnis

  1. Technische Details
  2. Design und Verarbeitung
  3. Display
  4. Software
  5. Kamera
  6. Akku
  7. Fazit 

Technische Details 

Display-Diagonale 

5.7 Zoll 

Display-Typ 

AMOLED capacitive touchscreen, 16 Mio. Farben

Display-Auflösung 

1440 x 2560 (518 ppi)

Masse (L x B x H) in mm 

159.3 x 77.8 x 7.3 mm

Gewicht 

178 Gramm

Akku 

3450 mAh Akku (nicht wechselbar)

Chipsatz 

 

System 

Qualcomm MSM8994 Snapdragon 810

Prozessor 

Quad-core 1.55 GHz Cortex-A53 + Quad-core 2.0 GHz Cortex-A57

Grafik 

Adreno 430

RAM 

3 GB

Speicher 

32.64 oder 128 GB intern  

Konnektivität 

 

SIM-Karte 

Nano-SIM

Mobilfunk 

2G

GSM 850 / 900 / 1800 / 1900

3G

HSDPA 800 / 850 / 900 / 1700 / 1800 / 1900 / 2100

4G

LTE band 1(2100), 2(1900), 3(1800), 4(1700/2100), 5(850), 7(2600), 8(900), 9(1800), 17(700), 19(800), 20(800), 28(700), 38(2600), 39(1900), 40(2300), 41(2500)

  

WLAN

802.11a/b/g/n/ac, dual-band, Wi-Fi Direct, DLNA

Bluetooth 

v4.2, A2DP, LE

USB 

v2.0, Type-C 1.0

Infrarot 

Nein

NFC 

Ja

Video Ausgang 

Unbekannt

Kamera 

 

Hauptkamera 

12.3 MP, f/2.0, Laser-Autofokus,

Blitz LED 

dual-LED (dual tone) Blitz

Frontkamera 

8 MP, f/2.4

Sonstiges

 

GPS

Ja

Sensoren

Fingerprint, Beschleunigung, Gyro, Näherung, Kompass, Barometer

Betriebssystem

Android 6.0 

Farben

Aluminium, Graphite, Frost

Design und Verarbeitung

Als die ersten Bilder zum Nexus 6P aufgetaucht sind, begeisterte das Gerät nicht gerade durch sein Design. Nach dem Test und der Verwendung des 6P kann man sagen: Ja, aber. Ja, der Kamera-Buckel ist nicht besonders schön, aber es ist nicht so schlimm wie es auf den ersten Leaks den Anschein machte. Das 6P ist vom Design her ein wirklich durchaus gelungenes Smartphone mit Premium-Feeling und top Hardware. Der Hersteller Huawei hat hier nur das Beste für Google verbaut.

 

Das „Premium Feeling“ kommt auf, wenn man das Gerät anfasst: Das Metall liegt wirklich toll in der Hand und es gibt keine scharfen Kanten oder Ähnliches. Die Verarbeitung ist wirklich top, wie man es sich von einem High-End Smartphone wünscht. Es einfach macht Spass, das Gerät aus der Tasche zu holen und es zu benutzen!

Display

Bei dem Nexus 6P handelt es sich um ein 5.7 Zoll grosses AMOLED -Display. Der Pixel pro Zoll-Wert ist mit 518 wirklich hoch und man sieht überhaupt keine einzelnen Bildpunkte mehr. Wie von einem AMOLED gewöhnt sind die Farben sehr stark, allerdings hat man hier ein relativ guten Mittelwert gefunden. Die Farben wirken nicht extrem übersättigt, aber sie sind auch nicht extrem blass. Das Display reagiert sehr schnell auf Eingaben. Wie bereits vom Nexus 6 bekannt gibt es auch beim Nexus 6P die Funktion „Ambient Display“. Das Display bzw. die eingehende Benachrichtigung plus Uhrzeit werden für einen gewissen Zeitraum stromsparend Schwarz/Weiss angezeigt. Und wenn man auf eine Benachrichtigung antworten möchte, kann man über Berührung das herkömmliche Display aktivieren. Alles in allem ist das Display des Nexus 6P wirklich eines des besten Displays auf dem Markt bisher.

Nexus 6P Display

Software

Nexus Smartphone heisst gleichzeitig pures Android. In diesem Fall Android 6.0 Marshmallow. Wer eines der neueren Nexus Modelle aktuell in der Schublade liegen hat, kann seit ein paar Tagen schon die Developer Preview von der neusten Android-Version testen. Wie bei Nexus-Modellen üblich gibt es keinerlei Bloatware oder ähnliches auf dem Gerät. Das ist einer der Umstände, warum Nexus-Smartphones meistens wirklich schnell sind. Mit Doze hat Google ein neues Feature in Marshmallow eingeführt, dass die Akkulaufzeit verbessern soll, wenn man das Gerät nicht verwendet, wovon auch das Nexus 6P nun profitieren soll.

 

Ein grosses Thema bei Android Marshmallow sind die Berechtigungen. Das Berechtigungssystem unter Android war bisher relativ unübersichtlich und fehleranfällig. Wenn man eine App installieren wollte, musste man allen Berechtigungen zustimmen oder man konnte die App nicht installieren. Das kennt man von anderen Systemen, wie beispielsweise iOS, anders. Unter Marshmallow hat Google dieses System nun deutlich überarbeitet. Wenn nun eine App installiert, wird man erst einmal überhaupt nicht nach Berechtigungen gefragt, erst wenn man ein bestimmtes Feature, wie beispielsweise die Kamera verwenden will, ähnlich wie Apple dies auch gelöst hat. Hier kann man dann individuell zustimmen oder eben auch verweigern. Unter Einstlunngen, Apps kann man bei der jeweiligen App die Berechtigungen auch einzeln bearbeiten. Ein grosser Pluspunkt in Sachen Privatsphärenschutz.

 

Alles in allem ist Android Marshmallow eine wirklich gute Weiterentwicklung zu Android 5.0 Lollipop. Viele Bugs wurden behoben und das System wurde deutlich verbessert. Jetzt sollte es einfach noch ein paar Hersteller geben, die statt auf ihren UI auf pure Android setzen.

Kamera

Die Kamera bei einem Nexus-Smartphone war in der Vergangenheit nicht immer die beste seiner Preisklasse. Oft wurde sich über die Kamera des jeweiligen Nexus Smartphones beschwert. Google hat wohl auch deswegen dieses Jahr ziemlich viel Wert auf die Kamera gelegt und die Kamera des Nexus 6P kann sich wirklich sehen lassen. Zwar kann weiterhin nicht mit den besten Androiden (LG G4 oder Samsung Galaxy S7) mithalten. Dennoch ist es wirklich eine gute Kamera, mit der man wirklich tolle Ergebnisse unterwegs erzielen kann. Oft hat man ja keine Lust, seine grosse DSLR oder DSLM aus der Tasche zu holen und benutzt das Smartphone. Mit dem Nexus 6P muss man sich keine Sorgen machen. Schwächen liegen wie bei den meisten Smartphones, im Low-Light-Bereich.

Akku

Beim Akku des Nexus 6P muss man zwei Dinge ansprechen: Erstens die Laufzeit und zweitens den Ladevorgang. Fangen wir mit der Laufzeit an: Die Laufzeit des 3450 mAh grossen Akkus ist durchaus in Ordnung, man kommt locker mit dem Gerät über den Tag. Meistens verbleiben dann noch rund 20- 30 Prozent der Ladung. Das besondere an dem Akku bzw. an Nexus 6P ist jedoch der Aufladeport. Google hat hier den neuen USB-Standard USB-Type C verwendet. Ebenfalls besonders ist die Zeit, die das Gerät zum Aufladen benötigt: Ein bisschen mehr als eine Stunde und das Gerät ist dank Quick Charge aufgeladen. Wirklich Klasse, denn nach einer knappen halben Stunde hat man rund 50%. Wenn man das Gerät viel benutzt hat und es laden muss, geht man schnell in ein Café lädt es für ein paar Minuten auf und kommt dann wahrscheinlich damit durch den Rest des Tages.

Fazit

Das Nexus 6P ist das beste Nexus-Gerät, das ich bisher benutzen durfte. Es hat ein tolles Display, läuft flüssig, hat eine gute Akkulaufzeit, wird schnell aufgeladen und hat ein gute Kamera. Es macht Spass, das Gerät zu verwenden. Passend dazu sieht es, vielleicht bis auf den Kamera-Buckel, sehr gut aus. Das Gerät ist in drei Farben erhältlich. Mir persönlich gefällt die schwarze Variante, welche ich auch für diesen Test benutzte, am besten. Der Preis für das Gerät ist nicht gerade günstig, allerdings erhält man dafür auch Pure Android und schnelle Updates. Ich gehe davon aus, dass im Sommer das 6P ein Update auf Android N erhalten wird. Hier noch zur Info Das Nexus 6P hat einen Fingerprintsensor auf der Rückseite. Dieser wurde von mir nicht verwendet, da ich auf diese Sensoren generell verzichte. Zu diesem Thema kann ich an dieser Stelle leider nichts sagen. Alles in Allem ist das Nexus 6P ein wirklich tolles Smartphone.

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Eine Antwort zu “Review: Nexus 6P im Test”

  1. Spooky1 sagt:

    Ich finde den Fingerprintsensor beim Nexus 5X und 6P sehr gelungen. Er ist ideal positioniert, sodass ich bequem mit dem Zeigfinger mein Smartphone entsperren kann, ohne ein kleineres akrobatisches Kunststück zu absolvieren. Selten kommt es vor, dass ich dazu mehrere Versuche brauche.

    Ich bin wirklich positiv überzeugt vom Nexus 6P und kann mich dem Satz „… das beste Nexus-Gerät, das ich bisher benutzen durfte.“ nur anschliessen.

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