So. 31. August 2014 um 21:01

Review: Netatmo Regensensor im Test

von Jörg Renken4 Kommentare

Der Netatmo Regensensor ist ein Gadget, das seit kurzem als Ergänzung zur Netatmo Wetterstation erhältlich ist. Konnte man bislang mit der Wetterstation Luftfeuchtigkeit, Temperatur, barometrischer Luftdruck, Lautstärkepegel und CO2-Gehalt eines Raumes messen, so wird sie mit Hilfe des Netatmo Regensensors jetzt sinnvoll ergänzt. Somit ist es jetzt auch möglich zu messen, wie viel Millimeter Niederschlag, also wie viel Regen, am Messort gefallen sind. Durch die (freiwillige) Anbindung an die Netatmo Weathermap kann man sich selber ein Bild davon machen, wie gerade das Wetter ist.

 

Lieferumfang des Netatmo Regensensors

Der Lieferumfang des Netatmo Regensensors umfasst alles Nötige. In der Verpackung ist folgendes enthalten:

  • Der Regenmesser
  • Zwei passende AAA-Batterien 
  • Eine bebilderte Kurzanleitung

Technische Daten und Funktionsweise des Netatmo Regensensors

Der Netatmo Regensensor hat folgende technische Daten:

 

MessungenRegen
Messbereich0.2 mm/h bis 900 mm/h
MessartNiederschlagskippwaage
Messtolleranz1 mm/h
Anbindung an BasisstationWLAN
Max. Verbindungsreichweite 100 m

 

Wie oben beschrieben handelt es sich bei der Messart des Netatmo Regensensors um eine sogenannte Niederschlagskippwaage. In der nachfolgenden Grafik wird dessen Funktionsweise erläutert.

Funktionsweise des Netatmo Regensensors

Dabei fliesst das Wasser über den Trichter auf eine Wippe (1). Diese Wippe ist beweglich aufgehängt (2) und seitlich mit einem Magneten versehen. Ist eine Seite der Wippe vollgelaufen, so bewegt sich die Wippe nach unten und somit wird der Magnet bewegt. Diese Bewegung wird durch einen Sensor registriert und an die Basisstation weitergegeben. Das Wasser fliesst anschliessend durch zwei Öffnungen (3) nach unten ab. Jede Bewegung der Wippe steht für eine bestimmte Menge an Regen, die vom Netatmo Regensensor gemessen wurde.

 

Die Verarbeitung und Handhabung des Netatmo Regensensors

Bei der Verarbeitung des Netatmo Regensensors muss festgehalten werden, dass diese sich nicht so eindeutig darstellen lässt. Einerseits ist die Verarbeitung des Netatmo Regensensors wirklich gut. Alles sieht hochwertig aus und ist wirklich stabil. Andererseits muss festgehalten werden, dass beide Regensensoren, als sie bei uns ankamen, defekt waren. Beim ersten Regensensor fehlte der Stift, der die Wippe fixierte. Der Sensor wurde ausgetauscht. Beim zweiten Netatmo Regensensor war die Wippe aus der Verankerung herausgefallen (siehe letztes Bild im Album). Man konnte sie aber wieder mit ein wenig Geschick einsetzen. Das sollte meiner Meinung nach bei einem solch hochwertigen und hochpreisigen Produkt nicht passieren. Vielleicht sind die Defekt beim Transport durch den Paketdienst entstanden.

Der Netatmo Regensensor kann entweder einfach auf eine ebene Unterlage gestellt werden oder aber man fixiert ihn über zwei Befestigungspunkte mittels Schrauben sicher an einer Unterlage. Ferner ist der Netatmo Regensensor an der Unterseite mit einem 1/4 Zoll-Standardgewinde zur Befestigung auf einem Fotostativ versehen. Warum man einen Regensensor auf ein Fotostativ stellen sollte, erschliesst sich allerdings nicht. Ist der Regensensor einmal mit der Basisstation verbunden, was sehr einfach mit Hilfe der Netatmo Wetter-App geschieht, muss man ihn nur noch an einer geeigneten Stelle aufstellen und schon können die Messungen beginnen. Die damit gewonnenen Messwerte passten recht gut zu den Vergleichswerten einer altes, analogen Regenmessers: Ein Messzylinder mit einer Literskala. 

Die Auswertung des Netatmo Regensensors passiert entweder über die Netatmo-App oder mittels entsprechender Fremdprogrammen. Die Netatmo-App stellt die gemessenen Niederschlagsmengen des Regensensors entweder im Startbildschirm als stündlichen oder kumulativen Wert oder aber als Grafik dar. Sie ist für Android, iOS und Windows Phone verfügbar. Fremdprogramme wie Weather Pro für iOS, oder Temps für Mac OS X können aber auch die Daten der Wetterstation auswerten.

 

Fazit

Trotz der beiden Defekte kann ich sagen, dass der Netatmo Regensensor wirklich eine sinnvolle Ergänzung zur Netatmo Wetterstation ist. Die Einbindung in das vorhandene Messnetz passiert recht einfach und die Messungen sind wirklich gut, soweit ich das als Hobby-Meteorologe beurteilen kann. Auch, dass andere Wetterprogramme auf die Daten des Netatmo Regensensors zugreifen können, finde ich wirklich gut. Somit spreche ich dem Netatmo Regensensor – trotz der beiden Defekte – eine Kaufempfehlung aus. 

 

Zu beziehen ist der Netatmo Regensensor entweder über den Netatmo Shop für 69 EUR oder aber bei Amazon ab 67.99 EUR.

Das könnte Sie auch interessieren

4 Antworten zu “Review: Netatmo Regensensor im Test”

  1. Benz-Driver sagt:

    Netatmo macht es ja genial – lässt überall private Wetterstationen instalieren und die Leute zahlen noch dafür. Besser kann man es echt nicht machen… *lol*

  2. Setter sagt:

    Bezüglich Gewinde für ein Stativ. Es gibt kleine Erdspieße manche haben auch dieses Gewinde.

    Bezüglich Wippe. Das Wippe beim Tramsport „herausfällt“ dürfte nicht selten sein. Ich denke das dieses Element sehr leicht beweglich sein muss. Für den Transport fehlt m.E. einfach nur eine Art der Transportsicherung.

  3. Setter sagt:

    PS: Ganz vergessen. Interessantes Gadget. Vor allem die Umsetzung der Messung ist interessant.

  4. Jörg Renken sagt:

    Danke, auf einen Erdspieß mit Gewinde bin ich – muss ich ja zugeben – nicht gekommen.

Schreibe einen Kommentar

Teilen