Fr. 04. April 2014 um 9:50

Review: Muvit Display und Geräte-Schutzfolien im Test

von Marc Hoffmann0 Kommentare

Smartphones werden immer grösser, die Materialien immer Edler aber dadurch oft auch Empfindlicher. Somit ist der Einsatz von Schutzfolien für die empfindlichen Displays oder, wie im Falle der Sony Xperia Smartphones auch für die Rückseiten empfehlenswert. Wir haben von Mobilefun.de einen Satz solcher Folien des Herstellers Muvit zur Verfügung gestellt bekommen und für euch an unserem Sony Xperia Z1 getestet.

 

Verpackung

 

Die Folien sind in einem dünnen Papp-Brief verpackt, welcher sicher verklebt ist. Leider hat uns das Öffnen genau dieser schon starke Nerven gekostet. Eine Perforation oder eine Lasche zum Öffnen fehlt und die Seiten waren so gut verklebt, dass auch das Trennen nicht funktionierte. So musste also die Schere herhalten, ohne zu wissen wo genau die Folien liegen. Es reichte jedoch aus an der unteren Kante etwa einen Zentimeter mit der Schere abzuschneiden. Die Folien blieben auch heil und liessen sich problemlos entnehmen.

Enthalten sind insgesamt sogar 3 einzelne Folien. Eine für die Rückseite und zwei für die Vorderseite, wobei man hier die Wahl hat, eine Fingerabdruck abweisende Glare-Folie aufzubringen oder eine mattierte gegen Reflexionen. Getestet haben wir beide und uns zuerst für die Hochglanz Variante entschieden.

 

Aufbringen der Folien

 

Zum Anbringen der Folien ist alles Notwendige dabei. Neben den Schutzfolien selbst, welche zwischen zwei Trägerelementen vor Verschmutzung und Fingerabdrücken geschützt sind, findet sich noch ein kleiner Kunststoff-Spachtel zum Andrücken und ein kleines Mikrofaser Tuch zum Entfernen von Staub und Reinigen der Flächen.

Dies sollte man so gründlich wie möglich erledigen, da die kleinsten Staubkörner bereits unschöne Blasen werfen können. Zuerst zieht man die blauen Schutzelemente von den Folien ab und bringt diese dann vorsichtig auf dem Gerät auf. Dies geht recht einfach von Statten und man sieht sofort, wo die adhäsive Schicht bereits Kontakt hat. Sofern man die Kanten langsam absenkt bekommt man sie ohne Probleme und Bläschen auf das Display oder die Rückseite. Zum Schluss noch die zweite Schutzschicht mit dem roten Marker abziehen und fertig. Hat man sauber gearbeitet, ist zumindest die Glare Folie nahezu unsichtbar.

Neben einer möglichst staubfreien Umgebung, im Idealfall ein Badezimmer nach einer heissen Dusche, ist noch eine ruhige Hand und ein wenig gutes Augenmass notwendig. Sind diese Anforderungen erfüllt, wird das Aufbringen zum Kinderspiel.

 

Qualität und Wirkungsweise

 

Die Schutzfolien selbst bestehen aus recht hartem Kunststoff und wirken dadurch recht robust. Zwar sind sie dennoch kratzempfindlicher als ein Glasdisplay selbst, aber lassen sich eben leicht ersetzen, was bei einem Display nicht der Fall ist.

Alle drei Folien sind passgenau gearbeitet, aber dennoch minimal kleiner als die vorinstallierte Splitterschutzfolie von Sony oder das Display selbst. Das ist auch gut so, damit man bei etwas ungenauem Aufbringen keine überstehenden Kanten erzeugt. Die rückseitige Folie fühlt sich genau so an wie die originale, ist aber dafür eine Spur rutschiger, besonders wenn man schwitzige Finger hat. Dafür weist sie aber Fingerabdrücke ab, sodass sich nicht so schnell fettige Schlieren bilden und falls doch, lassen diese sich leicht wieder abwischen. Der Ausschnitt für die Kamera ist eine grosse Öffnung, welche Kamera und Blitz einschliesst und so ein Einbluten des Blitzes in die Bilder verhindert.

Die Glare Display-Folie hat die selben Eigenschaften wie die rückseitige. Frisch nach dem Aufbringen zieht sie Fingerabdrücke zwar extrem stark an, was aber an der adhäsiven Beschichtung der Trägerfolie liegt. Hat man diese nach ein paar mal polieren abgerieben, fühlt sie sich an als wäre keine Folie auf dem Display und lässt sich ebenso leicht reinigen wie die Rückseite.

Zum Schluss haben wir noch die mattierte Displayfolie aufgebracht. Diese hat eine leicht raue Oberfläche, um Reflexionen gerade bei Sonnenlicht zu vermeiden. Zudem nimmt sie Fingerabdrücke zwar schwerer an, ist aber auch etwas schwieriger wieder zu reinigen, wenn sie erst einmal drauf sind. Der Effekt bei Tageslicht ist recht gut und man muss nicht mehr ständig das Display so drehen, dass man nicht seine eigene Spiegelung anstelle des Inhaltes sehen muss. Allerdings leidet darunter auch leicht die Darstellung des Displays und man muss mit einem leichten Körnungseffekt leben, der gerade bei einfarbigen Flächen zu sehen ist. Hier sollte man gut abwägen, was einem wichtiger ist.

 

Fazit

 

Schutzfolien sind heute beinahe schon ein Muss. Robustes Gorillaglas 3 oder das vergleichbare Tragontail Glas wird selbst im High-End Smartphone Bereich noch nicht überall verwendet und selbst diese sind nicht völlig Immun gegen Kratzer. Wer also seinem Smartphone einen hohen Wiederverkaufswert erhalten oder einfach die Optik wahren will, sollte auf jeden Fall zu Schutzfolien für Display und eventuell auch die Rückseite greifen. Die Folien von Muvit sind hier eine sehr gute Wahl und bieten einen guten Rundumschutz für Sony-Geräte, aber man bekommt sie natürlich auch als Display-Only Variante für viele andere Geräte. Ob man nun die glare oder die matte Folie wählt, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Wer die getesteten Folien selbst probieren möchte, kann diese hier bestellen.

Wir bedanken uns auch noch einmal recht herzlich bei den Leuten von Mobilefun.de, welche uns die Folien zum Testen zur Verfügung gestellt haben.

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