Review: Microsoft Lumia 435 im Test - PocketPC.ch
Sa. 28. Februar 2015 um 9:25

Review: Microsoft Lumia 435 im Test

von Marcel Kukelka1 Kommentare

Microsoft hat mit dem Lumia 435 ein weiteres günstiges Einsteiger Modell auf den Markt gebracht. Im Folgenden wurde das Gerät auf Herz und Nieren getestet und wir fassen im Testbericht für euch zusammen, was es so zu bieten hat.

Lieferumfang

Im Lieferumfang befindet sich das Lumia 435 inklusive einem Cover zum Wechseln, ein AC-18 Ladegerät, ein USB Kabel, der wechselbare Akku sowie eine Kurzanleitung. Ohrstöpsel sind nicht enthalten, was aber nicht weiter schlimm ist.

Design und Haptik

Das Lumia 435 ist relativ klein und dick, das Cover ist aus Plastik in der gewünschten Farbe. Die Kanten des Covers sind relativ eckig und deshalb liegt das Gerät nicht so gut in der Hand. Eventuell ist das eine Gewöhnungssache, ich persönlich bevorzuge dann aber doch die abgerundeten Varianten.

Alles im allen sieht man dem Lumia 435 leider an, dass es ein günstiges Einsteigergerät ist. Das Plastik wirkt nicht sehr hochwertig und man konnte spüren, dass das Cover hinten aufgesteckt ist. Der Übergang zwischen Device und Cover ist auch deutlich spürbar. Irgendwie kam immer wieder das Gefühl auf, dass das Cover hinten nicht richtig fest sei und man es verrücken könnte. Es war jedoch nur ein subjektives Gefühl, das Cover an sich sass auch nach mehrmaligem Entfernen noch fest.

Was mir persönlich gut gefallen hat, waren die drei Softkeys. Es gibt ja auch schon einige Modelle, bei denen die Tasten nur noch auf dem Touchscreen abgebildet werden. Leider sind die Softkeys nicht beleuchtet, so dass man im Dunkeln schon mal genauer hinschauen muss.

Der Touchscreen selbst reagiert sehr schnell und flüssig auf die Anweisungen des Benutzers.

Bei den Hardware Tasten wurde auf eine Kamerataste verzichtet. Die Laut/Leise-Tasten sind Lumia-typisch rechts oben und der An/Aus-Knopf rechts mittig unter den Laut/Leiser-Tasten angebracht.

Die Anschlüsse für USB und Kopfhörer sind ebenfalls am gewohnten Platz. Der USB-Port ist mittig an der Unterseite, direkt gegenüber an der Oberseite befindet sich die Kopfhörerbuchse.

Technische Details

Grösse: 118.1 x 64.7 x 11.7 mm
Gewicht:134.1 g
FarbenGrün, Orange, Weiss und Schwarz
Sprech- und Standby-Zeit:Sprechzeit GSM bis zu 20.9 Std.
Sprechzeit 3G bis zu 11.7 Std.
Video Playback bis zu 6.6 Std.
Musik Playback bis zu 64 Std.
Stand-by-Zeit bis zu 21 Tage
Betriebssystem:Windows Phone 8.1 inkl. Denim Update
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 200 MSM 8210, 1,2 GHz Dual-Core
Display:4 Zoll WVGA LCD, kapazitiver Touchscreen, kein Glance-Screen
Auflösung:800 x 480 Pixel
Arbeitsspeicher:1 GB
Speicher:8 GB intern, per microSD bis zu 128 GB erweiterbar
Netzwerke:GSM/EDGE: 850/900/1800/1900 MHz
WCDMA: Band 1 (2100 MHz), Band 2 (1900 MHz), Band 5 (850 MHz), Band 8 (900 MHz)
SIM-Typ:Micro-SIM (das Lumia 435 gibt es ebenfalls als Dual-SIM Variante)
Kamera:2MP FixFocus ohne Blitz; VGA-Frontkamera
Konnektivität:

A-GPS/GLONASS

WIFI (2,4 GHz) b/g/n

Bluetooth 4.0

Sensoren

Umgebungslichtsensor

Beschleunigungssensor

Näherungssensor

Audio:

3.5 mm AV Konnektor (AHJ)

FM Radio

Akku:1’560 mAh, austauschbar, kein Wireless Charging

 

Display

Auch beim Display merkt man deutlich den niedrigen Preis. Die volle Farbqualität sieht man nur, wenn man frontal auf das Gerät schaut. Legt man es beispielsweise auf einen Tisch und dreht es um die eigene Achse, während man den Homescreen sieht, so fällt sofort auf, dass sich die Farben verändern. Liegt das Telefon verkehrt herum, dann sind die Farben so, als wenn man frontal auf das Gerät schaut, also so wie sie sein müssten. Drehe ich das Gerät so herum, wie man es normalerweise gebraucht, mit dem USB-Port nach unten, so verblassen die Farben relativ stark. Das Ganze wurde dann auch nochmal mit dem Gerät in der Hand gemacht und man muss leider feststellen, dass die Farben nicht in allen Blickwinkeln so sind, wie man sie sich wünscht.

Dieses Defizit macht sich auch beim Anschauen von Fotos bemerkbar. Es ist schwierig, den perfekten Blickwinkel zu finden, gerade wenn man nicht weiss, wie das Bild eigentlich aussehen müsste.

Performance und Akkulaufzeit

Der mit 1’560 mAh ausgelegte Akku bringt einen bequem durch den Tag. Da das Display relativ klein ist und auf Dinge wie Tastenbeleuchtung verzichtet wurde, reicht der im Vergleich doch recht kleine Akku aus, um das Gerät mit ausreichend mit Strom zu versorgen. Wem die Kapazität nicht ausreicht, kann den Akku ohne Probleme austauschen.

Die Performance ist natürlich ebenfalls dem Preissegment des Gerätes angepasst. Das System läuft soweit aber flüssig mit wenig bis keinen Rucklern. Der verbaute 1 GB grosse RAM sorgt dafür, dass alle aktuell im Store befindlichen Spiele laufen, sofern sie nicht noch einen bestimmten Sensor verlangen. Ein Lagesensor fehlt dem Lumia 435 zum Beispiel. Asphalt 8: Airborne wurde testweise angespielt und bis auf leichte Ruckler im Sound konnten keine Probleme festgestellt werden. Die Grafik ist nicht perfekt, aber für ein Spielchen zwischendurch ausreichend.

Der Appstart ist natürlich nicht ganz so schnell wie auf den deutlich teureren Flagschiffen, aber dennoch akzeptabel. Günstige Android-Modelle bei gleichem Preis gehen hier oft schon in die Knie.

Software & Special Features

Softwaremässig bietet das Lumia 435 alles, was das Windows Phone Herz begehrt. Windows Phone 8.1 inklusive Denim Update ist bereits vorinstalliert.

Die Standard-Apps wie Office, here Drive+, here Maps und Skype sind ebenfalls bereits vorinstalliert. Mit here Drive+ ist eine kostenlose, weltweite Offlinenavigation vorhanden. Auch Word und Excel ist in der mobilen Office Variante kostenlos dabei.

Kamera und Sound

Die Hauptkamera des Lumia 435 ist mit ihren 2 MP natürlich nicht für die Profifotografie geeignet, das kann man aber bei dem günstigen Preis auch nicht erwarten. Wer eine Kamera für den einfachen Hausgebrauch sucht, wird aber leider auch enttäuscht. Selbst bei ausreichend Licht entstehen keine vernünftigen Bilder. Je weniger Licht vorhanden ist, umso schlechter bis unbrauchbar werden die Bilder. Generell sind die Bilder sehr stark verpixelt und werden etwas heller abgespeichert als man sie vor dem Abrücken auf dem Display sieht. Ein Blitz oder LED-Licht ist nicht vorhanden.

Durch das Fehlen der Kamera-Taste kann man die Kamera nur über das Notification-Center oder eine App (z.B. Lumia Camera) starten.

Da ein Bild mehr sagt als Worte, folgen ein paar Schnappschüsse.

Der Sound hingegen ist okay. Der Ton ist mit wenig Tiefen und Bässen gesegnet und gerade auf höherer Lautstärke übersteuert der Sound etwas und man hat das Gefühl, das Telefon schreit einen an, aber auch hier spiegelt sich natürlich der Preis wieder. Wie Eingangs bereits erwähnt, ist das Lumia 435 für normales Musikhören nebenbei aber durchaus brauchbar.

Sprachqualität und Empfang

Das Lumia 435 unterstützt kein LTE, dennoch bei der Sprachqualität und dem Empfang konnten keine gravierenden Unterschiede zu anderen Telefonen festgestellt werden. Die eigentliche Funktion eines Handys, das Telefonieren, ist hier also durchaus gut machbar. Des Weiteren ist der Empfang ja auch stark vom Netzanbieter und dessen Abdeckung abhängig, aber wenn man mit seinem bisherigen Gerät/Netzanbieter Empfang hat, so hat man diesen auch auf jeden Fall mit dem Lumia 435.

Fazit

Das Lumia 435 ist für den geringen Geldbeutel sicher keine schlechte Wahl, wobei ich persönlich aber lieber noch ein paar Euro drauf legen würde, um mir beispielsweise ein Lumia 535 zu kaufen. Der Preisunterschied ist minimal, jedoch hat das Lumia 535 viele der hier negativ angeführten Eigenschaften nicht. Lediglich der Touchscreen reagiert beim Lumia 435 um einiges besser als beim Lumia 535.

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Eine Antwort zu “Review: Microsoft Lumia 435 im Test”

  1. Defected sagt:

    Wo ich mir wieder die Frage stelle: Für was brauche ich ein 435, ein 532, ein 535 für Preise zwischen 85,41 € und 102,34 € (aktueller Stand)?
    Das 532 und das 535 hätten doch völlig gereicht.

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