Review: Lenovo Yoga Tablet 2 Pro im Test - PocketPC.ch
Fr. 09. Januar 2015 um 0:51

Review: Lenovo Yoga Tablet 2 Pro im Test

von Barbara Walter-Jeanrenaud3 Kommentare

13.3 Zoll und ein integrierter Beamer: Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro fällt auf Anhieb auf. Wie es sich im Alltag schlägt, haben wir für euch ausprobiert und im Testbericht zusammengefasst.

 

Inhaltsverzeichnis 

  1. Verpackung, Lieferumfang und erster Eindruck
  2. Verarbeitung und Design
  3. Technische Daten und Performance
  4. Display
  5. Beamer
  6. Kamera
  7. Sound
  8. Software
  9. Akku
  10. Fazit

1. Verpackung, Lieferumfang und erster Eindruck

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro kommt in einem schwarzen, stabilen Karton daher, auf dem das Lenovo-Logo und der Schriftzug Lenovo Tablet Yoga 2 Pro prangt. Im Lieferumfang befinden sich das Tablet, eine Kurzanleitung, ein Netzteil, ein MicroUSB zu USB Kabel sowie ein Päckchen mit Kopfhörern.

Was einem als allererstes ins Auge sticht, ist die Grösse des Tablets, mit 13.3 Zoll ist es im Vergleich zu anderen Tablets riesig. Dies hat allerdings einen Grund: Lenovo hatte eine Studie in Auftrag gegeben, nach der 80% der Leute ihre Tablets vor allem zu Hause nutzen und am liebsten Filme darauf schauen würden. Daher eignet sich das grosse Format und da es die meisten wohl nicht ständig mit sich herumtragen werden, stört es die Zielgruppe auch nicht, im Gegenteil.

Als zweites fällt einem DAS Alleinstellungsmerkmal des Yoga Tablet 2 Pro auf: Der Beamer. Dieser befindet sich am in Form einer „Röhre“ unteren Ende des Geräts und lässt sich auch gut als Griff verwenden. Dieser Projektor bringt die Bildschirminhalte direkt an die Wand – wie gut das funktioniert, lest ihr unter dem Punkt „Display und Beamer“.

Lenovo Yoga 2 Pro Tablet Lieferumfang

2. Verarbeitung und Design

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro liegt uns in silberner Ausführung vor. Es besteht aus einem sich hochwertig anfühlenden Kunststoff, der Ständer ist aus Metall gefertigt. Die Verarbeitung aller Komponenten zeigt sich sehr gut, allerdings sind die Druckpunkte der Tasten ein wenig zu hart. Bei unserem Modell kam es ab und an vor, dass es nicht auf Anhieb anging und man den Knopf zum Einschalten sehr stark und präzise drücken musste – bei anderen Gelegenheiten sprang es prompt an, wenn man den Button betätigte. Ein weiterer nicht ganz so benutzungsfreundlicher Knopf ist jener zum Scharfstellen des Beamers, dieser war zu Beginn sehr schwergängig, so dass eine Feinjustierung mitunter schwierig war. Nach unserem Langzeittest hat sich dieses Problem nun aber erledigt und der Button ist nun leichtläufig und bietet dennoch genug Widerstand, er leiert also nicht aus, sondern braucht wohl nur ein bisschen Zeit, um sich richtig „einzuschleifen“.

Eine weitere Kleinigkeit, die in Puncto Verarbeitung auffällt, ist, dass es bei einem Druck auf die Rückseite des Displays auf selbigen zu einer Art „Wellenbildung“ kommt. Natürlich sollte man generell nicht mit Gewalt auf seinem Gerät herumdrücken, jedoch fiel dieser Punkt auf und sollte daher auch nicht unerwähnt bleiben. In der Praxis traten diese „Wellen“ jedoch nie auf und auch auf das Display hatte es keine negativen Einwirkungen.

 

Das Design ist wirklich sehr schick. Das silberne Gehäuse wirkt metallisch und verfügt dennoch über alle Vorteile, die Kunststoff bietet, unter anderem ein geringeres Gewicht. Mit knapp einem Kilo ist das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro sicher kein Leichtgewicht, mit einem Rahmen aus Metall wäre es vielen Leuten deutlich zu schwer geworden. Der Beamer sticht positiv hervor, die „Röhre“ am unterem Rand des Geräts fügt sich sehr hübsch ins Design ein.

 

Der Standfuss des Tablets ist sehr praktisch und stufenlos verstellbar. So kann man das Tablet sehr bequem als Arbeitsgerät zum Tippen nutzen und mit nur einem Handgriff einen Fernseher daraus machen. Auch Aufhängen kann man das Tablet, der Standfuss kann bis zu 180 Grad geklappt werden und verfügt über eine Öffnung, an der ein Haken oder Nagel gut Platz findet.

 

Der Einschaltknopf befindet sich links unten am Tablet an der Röhre. Auf der anderen Seite der Röhre befindet sich der Beamer mitsamt dem Button zum Aktivieren und einem Regler zum Scharfstellen des selbigen. Auf der linken Seite des Tablets befinden sich neben dem 3.5 mm Klinkenanschluss ein Micro-USB Anschluss sowie die Lautstärketasten. Die Rückseite des Tablets ist strukturiert und fühlt sich somit schön griffig an. Hier befindet sich auch der per Knopfdruck ausklappbare Standfuss. Unter dem Standfuss befinden sich der Slot für die Micro-SD Karte sowie, sofern das 3G-Modell vorhanden ist, für die SIM-Karte. Die Lautsprecher, drei an der Zahl, werden von JBL gefertigt und finden an der Vorderseite links und rechts unten Platz. Das JBL-Logo wie das von Lenovo befinden sich auf der Rückseite des Geräts.

 

 

3. Technische Daten und Performance

 

Grösse33.32 x 22.3 cm, Dicke: 8 mm oben, 12.6 unten, Durchmesser der Röhre: 23 mm
Gewicht950 Gramm
BetriebssystemAndroid 4.4.2
Display13.3 Zoll LCD Display mit QHD (2’560 x 1’440 Pixel) Auflösung (221 ppi)
Interner Speicher32 GB, um bis zu 64 GB per Micro-SD extern erweiterbar
ProzessorIntel Atom Quadcore Z3745 mit 1.33 GHz, 2GB RAM
KameraFrontkamera mit 1.2 MP, Rückkamera mit 8 MP
Akku9’600 mAh
SoundsystemJBL mit 2 x 1.5 Watt Stereolautsprechern vorn, 5 Watt Subwoofer hinten, Dolby-Audio 2.1
VerbindungenBluetooth 4.0, Dualband WLAN (MiMo) a/b/g/n, je nach Version UMTS/LTE-Modul
SonstigesGPS, Kompass, MicroUSB Anschluss (OTG), 3.5 mm Klinkenanschluss, Beschleunigungs-, Umgebungslicht- und Hallsensor, Vibrationsmodul, Beamer

 

Der Intel Atom Prozessor gibt ordentlich Stoff und befeuert das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ausreichend mit Power. Es ist zwar nicht mit einem ausgewachsenen Notebook vergleichbar, schlägt aber in Puncto Ruckelfreiheit so manches Netbook. Im Test wurde es unter anderem zum Arbeiten verwendet, auch lange Textdokumente konnten ohne störende Hackler durchgescrollt werden. Auch das Spielen kommt nicht zu kurz, aktuelle Games konnten im Test ohne Probleme gespielt werden. An seine Grenzen kommt das Tablet dann, wenn im Hintergrund mehrere arbeitsintensive Aufgaben ausgeführt werden.

 

Im Geekbench 3 Benchmark kam das Yoga Tablet 2 Pro auf 792 Single Core und 2388 Multi-Core Punkte und liegt damit knapp hinter dem Samsung Galaxy Note 10.1 (2014). Im AnTuTu Benchmark kam es auf 34840 Punkte und liegt damit etwa gleich auf mit dem LG G3. Es kann sich also mit den Grossen der Branche messen, bleibt hinter dem ein oder anderen Topgerät zurück. Für den Alltagsgebrauch reicht die Performance, unabhängig von den Benchmarkergebnissen, jedoch vollkommen aus.

 

Die WLAN- und Bluetooth-Verbindungen sind beide sehr gut. Hervorzuheben ist die WLAN-Verbindung, diese war besser als beim OnePlus One, dem iPhone 5c, dem Nokia Lumia 1020 sowie dem Nokia Lumia 920. Auch in Ecken der Wohnung, in denen andere Geräte keinen Empfang mehr haben, empfing das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro das Signal immer noch einwandfrei.

 

 

4. Display

Das Display des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist spitze. Es ist klar, die Farben werden schön natürlich dargestellt und es besticht durch Schärfe. Zum Videoschauen ist es also bestens geeignet, auch Fotos und Spiele werden sehr schön dargestellt. Die QHD-Auflösung leistet hier ganze Arbeit. Zudem lässt sich die Helligkeit des Displays sehr umfangreich regeln – die höchste Helligkeitsstufe ist dabei so hell, dass sie ohne Sonnenbrille kaum zu ertragen ist, es gibt aber sicher Situationen, in denen sie angebracht ist. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut und auch bei direkter Sonneneinstrahlung sind die Bildschirminhalte noch gut erkennbar. 

Der 10-Punkt-Touchscreen reagiert präzise und schnell, hier gibt es keinerlei Probleme beim Tippen und Wischen. Das Format des Bildschirms ist auf Filme ausgelegt, diese werden auch optimal angezeigt und nicht verzerrt, keine schwarzen Ränder stören den Gesamteindruck. Ein Manko gibt es allerdings auch, denn nicht alle Apps sind auf die für ein Tablet doch eher ungewöhnlichen Seitenverhältnisse angepasst. So lassen sich manche Apps, wie beispielsweise die Facebook-App, nicht wirklich im Hochkant-Modus verwenden.

 

5. Beamer

Ein Beamer in einem Tablet? Ernsthaft? So wird sich wohl bei vielen Leute die erste Reaktion auf Lenovos neuesten Wurf anhören. Je länger man sich aber mit dem Tablet beschäftigt, desto mehr Einsatzmöglichkeiten kommen einem in den Sinn: Nicht nur zum Filmschauen im Bett oder zum Präsentieren an der Uni oder im Job ist das Gerät geeignet, auch könnten zum Beispiel Lehrkräfte an Schulen Verwendung für das Yoga Tablet 2 Pro finden. Vorbei scheinen die Zeiten der geteilten Beamer an Bildungsanstalten, die man oft erst beantragen muss, nur um dann im entscheidenden Moment den benötigten Schlüssel doch nicht zu erhalten. Mit dem Yoga Tablet 2 Pro von Lenovo hat man nun also Speicher-, Abspiel- und Präsentationsmedium in einem, was sehr praktisch sein kann, wenn denn die Qualität auch stimmt.

Und das tut sie. Lenovo gibt an, dass man optimale Ergebnisse mit ca. zwei Metern Abstand zur Wand oder anderen Projektionsflächen erhält. Das stimmt auch so, man kann allerdings auch bei grösserem Abstand noch gute Ergebnisse erzielen, jedoch leidet dann die Helligkeit und der Kontrast. Erstaunlicherweise bringt der Beamer auch in hellen Räumen durchaus noch brauchbare Bilder an die Wand, dennoch wirken Filme und Präsentationen erst in abgedunkelter Umgebung richtig gut und sind ohne Störfaktoren geniessbar. Das Bild wird mit den empfohlenen zwei Metern Abstand maximal 50 Zoll gross, die Auflösung beträgt 854 x 480 Pixel (WVGA) und die Helligkeit beträgt 40 bis 50 ANSI-Lumen. Wie lange die Birne hält, wird nirgendwo angegeben, die Lebensdauer wird sich aber wohl im mittleren Bereich bewegen. Mit den hochwertigsten Beamern kann er nicht mithalten, mit den Mittelklassegeräten aus dem Elektronikfachmarkt aber allemal. Grund dafür ist die teilweise nicht ganz gleichmässig scharfe Darstellung der Bildschirminhalte. Auffällig war dies im Test bei bestimmten detailreichen Bildern, besonders an den Rändern war es schwierig, alles scharf zu stellen, so dass auch die Mitte des projizierten Bildes immer noch gut dargestellt war. Alles in allem kann man mit dem Ergebnis aber gut leben, man kauft schliesslich kein Heimkinosystem, sondern in erster Linie ein Tablet mit Zusatzfunktion.

 

Die Ausrichtung des Beamers ist ein kleines bisschen Gewohnheitssache, aber nach einer kurzen Weile des Herumspielens hat man den Dreh raus. Vor der ersten wichtigen Präsentation, die man mit dem Gerät halten möchte, muss man allerdings unbedingt etwas üben und sich die Stellung des Tablets sowie des Winkels markieren.

 

Das Bild regelt sich automatisch auf eine rechteckige Darstellung an der Wand, auch wenn das Licht nicht ganz gerade auf die Wand fällt. Dabei können Winkel bis hin zu 45 Grad ausgeglichen werden. Schön ist hier, dass dank der automatischen Regulierung das Bild auch an die Decke geworfen werden kann, so dass man Filme auch im Liegen, zum Beispiel im Bett, geniessen kann. Das Bild wird übrigens stets im Querformat angezeigt, in den Beamereinstellungen lässt sich aber auch ein Hochkantformat auswählen. Das Einschalten des Beamers ist ganz einfach entweder manuell über den dazugehörigen Knopf oder aber über die App möglich.

Zum Scharfstellen wird der beim Punkt Design und Verarbeitung bereits angesprochene Schieberegler benutzt. Nachdem dieser etwas „eingeschliffen“ ist, geschieht die Reglung auch schön flüssig.

 

 

6. Kamera

Die Kameras des Tablets sind in Ordnung. Man kann bei Tageslicht ganz gute Fotos mit der etwas langsamen 8 Megapixel Kamera aufnehmen, bei Dämmerlicht oder generell schlechten Lichtverhältnissen werden die Bilder sehr schnell verrauscht und verlieren viele Details. Videos können in FullHD-Auflösung aufgenommen werden.

Die 1.6 Megapixel Frontkamera konnte bei der Videotelefonie in HD-Qualität überzeugen. Das Gegenüber am Rechner konnte mich sehr gut erkennen, die Darstellung war scharf und rauschte nicht. Obwohl die Lichtverhältnisse nicht die besten waren, fing die Kamera genügend Licht ein. Zum Fotografieren ist die Kamera dennoch nur bedingt geeignet, hier sollte auf die 8 MP Rückkamera zurückgegriffen werden.

7. Sound

Die im Tablet verbauten Lautsprecher stammen von JBL und der Sound kann beim Filmschauen und Musikhören durchaus überzeugen. Sehr schön ist, dass die Stereolautsprecher an der Vorderseite des Tablets angebracht sind – das ist nicht immer so und macht gerade bei einem Entertainmentgerät natürlich sehr viel Sinn. Dem Filmspass auf der Couch steht also auch audiotechnisch nichts im Wege.

 

Der Dolby-Audio 2.1 Sound sorgt für einen umfassenden Klang, auch Tiefen werden durch den Subwoofer auf der Rückseite des Tablets toll wiedergegeben. Natürlich ist ein Tablet immer noch keine Musikanlage, aber für ein Gerät dieser Klasse und Grössenordnung ist der Klang eine Wucht.

Auch die mitgelieferten In-Ear Kopfhörer von JBL sind hochwertig und liefern einen guten Klang ab, auch dem Solo-Filmgenuss wird hier also Rechnung getragen. 

8. Software

Vorinstalliert ist Android 4.4.2 mit einer von Lenovo stark angepassten Nutzeroberfläche, die in Grundzügen an iOS erinnert. So gibt es, anders als gewohnt, keinen speziellen App-Drawer, sondern alle Programme werden auf dem Homescreen angeordnet. Die einen mögen das übersichtlich finden, die anderen absolut unübersichtlich – das ist und bleibt wohl eine Geschmacks-, wenn nicht gar Glaubensfrage. Bei einem Tablet dieser Grösse ist die Anordnung allerdings praktisch, jedoch belegt sie bei vielen installierten Apps doch schon viel Platz, den man vielleicht lieber für andere Widgets verwendet hätte.

 

Das sehr angenehm zu bedienende Shortcut-Menü lässt sich von unten nach oben ausfahren. Absolut erwähnenswert ist auch die Multitasking-Funktion. Diese lässt einen mehrere Fenster gleichzeitig öffnen und bedienen, wobei diese Fenster in ihren Grössen und Positionen mit dem Finger angepasst werden können. Sehr praktisch ist dies beispielsweise beim Schreiben von Emails, wenn gleichzeitig Chrome geöffnet und sichtbar ist. Auch sehr schön ist die Funktion, dass die Bildschirmpräsentation über den Beamer so gestaltet werden kann, dass man zwar ein Video oder ähnliches abspielt, auf dem Tablet aber gleichzeitig etwas lesen oder eine Email schreiben kann.

 

Von Lenovo vorinstallierte Apps umfassen, neben den üblichen Verdächtigen wie den Apps von Twitter, Skype, Facebook und Soundrekorder, Navigate von Route66, die Projektor-App zum Bedienen des Beamers, eine E-Mail- und Nachrichtenapplikation, ein Programm namens eFrame zum Erstellen von Slideshows, eine Sicherheitslösung inklusive Ad-Blocker und Performance Tool, einen Video-Player, eine Wecker-App, eine Notiz- und Zeichenapp, einen Kalender und einen Taschenrechner. Mit den Programmen SYNCit HD, CLONEit und SHAREit können Einstellungen, Daten und Kontakte in die Cloud oder auf andere Geräte übertragen werden. Diese Apps lassen sich nur teilweise deinstallieren, was schon einiges an Speicherplatz frisst und das System auf den ersten Eindruck hin schon etwas überlädt. Allerdings sind die meisten der Anwendungen schon brauchbar, mehr Wahlfreiheit wäre dennoch schön gewesen.

9. Akku

Der Akku des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro hat es in sich: Mit 9’600 mAh präsentiert er sich notebookmässig stark. Mit einer Ladung kommt man laut Hersteller auf grandiose 15 Stunden Laufzeit – ein Traum für ein Tablet. Reine Videowiedergabe über den Beamer sollen dem Akku laut Hersteller drei Stunden entlocken, was sich im Test auch bestätigte. Schaltet man das Display dazu aus, kommt man auf fast die doppelte Laufzeit von 5 Stunden und 45 Minuten. Im Alltagsgebrauch, also beim Arbeiten, Spielen, Emails Lesen und Schreiben, ein paar Youtube-Videos per Beamer Schauen, Musikhören und Surfen, hielt der Akku im Langzeittest im Durchschnitt 11 Stunden und 43 Minuten, um genau zu sein. Je nach Beanspruchung lagen die Ergebnisse zwischen 8 und 14 Stunden, was ein absolut sehenswertes Ergebnis ist, jedoch unter der Herstellerangabe von Lenovo liegt. Die 15 Stunden konnten nur bei sehr mässig anspruchsvoller Nutzung des Tablets zum Surfen und Arbeiten erzielt werden, Spiele und Videos durften dabei aber dann nicht genutzt werden. Gerade in der Anfangszeit verleitet der Beamer natürlich zum Testen und Vorführen, wodurch natürlich wesentlich mehr Akku draufgeht, als wenn man sich schon an das Gerät gewöhnt hat und es in den Alltag einfliessen lässt. Einige gemütliche Surfabende auf der Couch macht es aber auf jeden Fall mit, ohne jedes Mal danach an den Strom zu müssen.

Das Aufladen des Lenovo Yoga Tablet 2 Pro dauert etwa drei bis vier Stunden, was bei einem Akku der Grössenordnung ein gutes Ergebnis ist.

10. Fazit

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist eine runde Sache, vor allem die „Röhre“ mit dem darin liegenden Beamer fällt auf – und das zurecht. Das Alleinstellungsmerkmal des Entertainment-Tablets kann wirklich als solches betrachtet werden und Lenovo blamiert sich mit dieser Idee nicht. Die Qualität des Tablets an sich und die des Beamers stimmen, die Verarbeitung und die Performance sind gut und entsprechen den Erwartungen. Das Display trumpft auf, so dass das Gerät auch gut und gern als kleiner Fernseher genutzt werden kann, der Sound, der aus dem Tablet heraus kommt, kann zudem überzeugen. Gepaart mit einer exzellenten Akkulaufzeit macht es das Gerät zu einem sehr schönen Gesamtpaket.

 

Wenn etwas negativ aufstösst, sind es höchstens Kleinigkeiten. So ist das etwas überladene UI von Lenovo nicht ganz gelungen, zwar gefällt die Anordnung der Apps, jedoch sind doch zu viel nicht deinstallierbare Programme eingebaut. Auch, dass nicht alle Apps in dem etwas gewöhnungsbedürftigen Seitenverhältnis horizontal darstellbar sind, ist nicht geschickt gelöst.

 

Mit diesen kleinen Mankos kann man aber gut leben. Wer also auf der Suche nach einem Tablet für daheim ist, Spass an technischen Spielereien wie dem Beamer hat und gern mal Filme an die Wand wirft, ist mit dem Lenovo Yoga Tablet 2 Pro sehr gut bedient. Auch Leute, die oft und viel präsentieren müssen und nicht immer einen firmen-, schul- oder unieigenen Beamer bekommen, können das Yoga Tablet 2 Pro sicher sehr gut gebrauchen. Wer allerdings etwas Kleines zum Mitnehmen und zum Zeitvertreib in der Bahn oder im Flugzeug sucht, wird mit anderen Produkten glücklicher werden.

 

Das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro ist für 639 SFr. bzw 499 Euro in der WLAN-Variante und 599 Euro in der LTE-Variante erhältlich. Derzeit ist aber nur die WLAN-Variante verfügbar, das LTE-Modell wird in Kürze erwartet.

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3 Antworten zu “Review: Lenovo Yoga Tablet 2 Pro im Test”

  1. rootshell sagt:

    Sehr schönes Review ist trifft genau meine Meinung. Ich habe mit dem Tablet schon ein paar „Kinoabende“ mit Freunden unternommen und bin jedes Mal aufs Neue fasziniert, wie groß man das Bild doch bei abgedunkeltem Raum bekommen kann. Zum Filme schauen (sofern der Film nicht ausschließlich aus Nachtsszenen besteht, die zugegeben dann schon etwas dunkel sind), kann man durchaus etwa 4m Diagonale erreichen. Die Auflösung stört dabei nicht im geringsten, das Kinoerlebnis ist top!

  2. terraoutlaw sagt:

    Sehr spannend. Das nenne ich mal eine der wenigen „Innovationen“ in letzter Zeit. Sehr gut gemacht …

  3. BlackHeart sagt:

    Ich habe das Tablet seit Release und liebe ihn. Sehe leider weit und breit kein vergleichbares Tablet mit einem so fantastischen Bildschirm, so ein Riesenakku etc. Schade, dass Lenovo beim Nachfolger auf das 13 Zoll Modell verzichtet hat. Seehr schade..

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