So. 28. Dezember 2014 um 13:33

Review: Jawbone ERA BT-Headset im Test

von Bernd Günther0 Kommentare

Die Verpackung des Jawbone ERA ist fast so klein wie das Headset selbst. Im Lieferumfang befinden sich lediglich das Headset selbst, eine Kurzanleitung, ein 11 cm kurzes Ladekabel und vier Ohrpads in verschiedenen Grössen. Kommen wir aber erstmal zu dem Punkt, der direkt am Anfang erledigt werden muss: Das ERA bzw. die Jawbone App, die runtergeladen werden muss, verlangt ein Benutzerkonto, sofern ihr noch keines besitzt sowie je nach Auslieferungszeitpunkt ein Softwareupdate des Headsets. Sonst sucht euer iPhone das BT-Headset vergeblich. Ist dies erledigt, so sucht ihr das für euch passende Ohrpad aus und los geht’s.

 

Das Jawbone ERA bietet hohen Tragekomfort durch seine geringen Aussenmasse von 46.6 x 21.2 x 13.0 mm (L x B x T) und sein daraus resultierendes Gewicht von gerade einmal sechs Gramm. Auch bei längerem Tragen wird es nie unangenehm. Aber Achtung: Die geringen Abmessungen können dafür sorgen, dass das ERA mal in einer Tasche oder zu Hause verloren geht. Öffnet ihr die App auf eurem iPhone, so seht ihr den Button „Finden“. Wenn ihr den Button drückt, spielt das ERA einen Ton ab, um gefunden zu werden. Ein nettes Detail, was für einen Pluspunkt sorgt. Auf der Innenseite befindet sich der Ein-/Ausschalter und ein spezieller Sensor, welcher an eurer Haut anliegt und erkennt, ob gesprochen wird oder nicht. Mithilfe von NoiseAssassin 4.0 beseitigt das Jawbone ERA so Hintergrundgeräusche. Es unterscheidet zwischen Stimme und Hintergrundgeräuschen und legt die Priorität so auf das gesproche Wort, damit euer Gegenüber euch klar hören kann. Im Test funktionierte dieses Feature, getestet auf einem Weihnachtsmarkt, richtig gut. Der Gesprächspartner konnte nicht genau sagen, ob man sich abseits oder genau in der Menschenmenge befindet.

Die Unterseite beherbergt zwei Mikrofone. Auf der Hinterseite des Headsets befindet sich der Micro-USB Port zum Laden und der Knopf, um Gespräche anzunehmen und abzuweisen. Dieser Knopf ist Hauptbedienelement, denn er bietet zusätzlich zur Rufannahme oder Abweisung mehr Optionen. Führt ihr gerade kein Telefonat und drückt den Button dreimal, so wird Musik abgespielt und mit einem weiteren Druck wieder pausiert/gestoppt. Drückt ihr ihn einmal, so wird euch über das Headset die restliche Sprechzeit angesagt. Anrufe ignoiert/abgewiesen werden, indem ihr den Knopf für zwei Sekunden gedrückt haltet. Den Akkustand des Headsets zeigt euch die Jawbone App an oder ein kleines Akkusymbol neben dem BT-Symbol in der Statusleiste.

 

Das Jawbone ERA gibt es in den Farben schwarz, silber, bronze und rot. Der Preis beträgt 99,99 Euro. Zusätzlich kann für 30 Euro ein Charging Case (erhältlich in schwarz oder silber) gekauft werden, um die Sprechzeit zu verdoppeln.

 

Fazit

Das Jawbone ERA ist ein elegant designtes Headset, welches immer angenehm zu tragen ist. Einzig, dass man extra eine App runterladen und ein Benutzerkonto erstellen muss, wiegt das ganze Konzept für mich etwas negativ auf. Das war es dann aber auch schon, denn durch die App bekommt man zusätzliche Features, wie beispielsweise die Suchfunktion, die sehr hilfreich sein können. Mit einer UVP von 99,99 Euro bei Jawbone direkt oder auch bei Amazon liegt es im gehobenen Preisniveau für BT-Headsets. Es ist jedoch sein Geld wert, wenn man in Betracht zieht, dass man sich über günstigere Alternativen in einem oder mehreren Punkten ärgert und dann früher oder später doch zu etwas anderem greifen muss.

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen