So. 03. Januar 2016 um 1:30

Review: IrisPen Air 7 von I.R.I.S. Link im Test

von Bernd Günther0 Kommentare

Der Scanner ist ideal für den Urlaub um z.B. Speisekarten von ausländischen Restaurants in die eigene Sprache zu übersetzen. So oder so ähnlich könnte das Endfazit ausschauen. Allerdings gibt es ein paar Probleme in der Handhabung des Stiftes und der App (gestestet unter iOS) selbst. Dies liegt soweit an der deutschen Sprache bzw. den Umlauten (Ä,Ö und Ü) sowie dem in Deutschland und Österreich gebräuchlichen ss. Nach langem und ausgiebigem Testen kamen wir im Testzeitraum zwar zu einem zufriedenstellendem Ergebnis, der Weg dorthin war aber mühsam und nervenaufreibend.

Die Daten zum Gerät

Der Scanner wiegt unter 30 Gramm, 28 Gramm um genau zu sein, und hat eine Grösse von 3.5 x 13.97 x 2.5 cm (H x L x T). Der Scanner kommt in schlichtem Weiss daher und beherbergt nur zwei LEDs auf der Oberseite. Die eine LED ist die Akkuanzeige (grüne Kennzeichnung) und die andere LED dient zur Kontrolle, ob die Bluetooth-Verbindung (blau gekennzeichnet) aktiv ist. Am hinteren Ende findet man eine Gummikappe, unter der man den Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus findet. Der Akku ist über USB am PC/Laptop in gut einer Stunde geladen. Vorne ist der Lesekopf, der sich eindrücken lässt, damit das Gerät merkt, dass der Scan losgeht. Bei Nichtbenutzung schaltet sich der Scanner automatisch nach ein paar Minuten aus.

Der Lieferumfang

– 1x IRISPen Air 7
– 1x USB Bluetooth-Dongle für den PC/Mac
– 1x USB auf Micro-USB-Ladekabel
– 1x Bedienungsanleitung
– Software für PC und Mac auf CD-ROM

 

Handhabung

Man braucht den Pen nicht mit dem Smartphone oder Tablet selbst zu koppeln. Man öffnet die App und drückt den Lesekopf für etwa zwei Sekunden, bemerkbar durch ein Klickgeräusch. Die blaue LED leuchtet permanent, wenn die Verbindung erfolgreich aufgebaut wurde. Danach kann es auch schon losgehen mit dem Scannen.

Eigentlich. So einfach war es dann doch nicht. Man braucht etwas Übung, um Texte genau und fehlerfrei zu scannen. Die App zeigt ab und an die Meldungen „Scan fehlerhaft“ oder „Scan zu langsam“ hervorzeigen. Sobald der Scan dann geklappt hat, erscheint auf dem Bildschirm die nächste Überraschung: So ganz fehlerfrei ist der gescannte Satz nicht. Der Pen hatte im Test bei mehreren Versuchen und verschiedenen Sätzen Schwierigkeiten, Umlaute (ä,ö und ü) korrekt anzuzeigen. Diese werden dann durch Sonderzeichen ersetzt. Oder aus dem Buchstaben „W“ wird dann schnell mal ein „\\V“. Passiert sowas, dann lässt sich der Scan in der App direkt manuell nachbearbeiten. Bei längeren Textabschnitten wird dies aber sehr zeitaufwändig. Mit der englischen Sprache bzw. mit englischsprachigen Texten kommt der Stift gut klar. Wenn man die passende Scangeschwindigkeit gefunden hat, dann wird der Text fehlerfrei auf dem Tabletdisplay angezeigt.

 

Fazit

Mein Fazit ist etwas zwiegespalten. Der Stift ist zum einen leicht und handlich. Zum anderen hat er Probleme beim Einscannen von deutschen Texten und ist mit 149 Eur/SFr. auch nicht gerade ein Schnäppchen. Er könnte für den Preis hochwertiger daherkommen, z.B. mit einem anderen Gehäusematerial. Das Scannen selbst darf auch ruhig etwas besser funktionieren, mitunter kann einem die Geduld bei der Nutzung ausgehen. Sollten der Stift und die App überarbeitet werden, sodass die deutschen Umlaute kein Problem mehr darstellen, ist der Stift sehr gut einsetzbar. Die dazugehörige kostenlose App gibt es für iOS und Android OS.

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