Sa. 31. Oktober 2015 um 22:40

Review: InLine AmpEQ im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Der Hersteller InLine hat einen analogen Equalizer im Sortiment, den wir euch heute kurz vorstellen möchten.

Wozu einen Hardware-Equalizer benutzen, wenn man doch per App auch den Ton steuern kann? Einerseits kann man so geräteunabgängig den Ton wie gewünscht einstellen und andererseits auch andere, nicht smarte Quellen benutzen, beispielsweise einen Vinylplattenspieler. Hinzu kommt die Möglichkeit, dank analoger Technik intuitivere und individuellere Einstellungen vornehmen zu können. Das Gerät selbst ist 116 x 33 x 38 mm gross und wiegt 210 Gramm. Die Unterseite ist mit vier Gummifüsschen versehen.

Das besondere am Equalizer und Kopfhörerverstärker ist die Stromversorgung via USB. Der InLine AmpEQ wird mit einem microUSB-Kabel, einem 3.5 mm-Stereoklinkenkabel von 51 cm Länge und einer Kurzanleitung geliefert. Dabei ist auch ein Magnetstreifen zum verbinden mehrerer Module bzw. dem Befestigen des AmpEQ an anderen Geräten. Die hochwertige Metallkonstruktion, das ausgewogene PCB-Layout, die sauberen Lötstellen und die vergoldeten Audiokontakte bieten nicht nur einen guten optischen Eindruck sondern versprechen auch einen guten Klang.

 

Der AmpEQ verfügt neben dem microUSB-Anschluss zur Stromversorgung auf der Rückseite über zwei Ein- und Ausgänge im 3.5-mm-Stereoklinken-Format: Einerseits als Line in auf der Rückseite, andererseits als Mic auf der Vorderseite. Die Ausgänge sind mit Line out auf der Rückseite und mit einem Kopfhörersymbol auf der Vorderseite markiert. Hier gilt es jedoch zu beachten, dass bei gleichzeitiger Beschaltung der Ein- und Ausgänge jeweils die vorderen Anschlüsse Priorität haben und aktiv sind.

Auf der Oberseite sind fünf Drehregler und zwei Kippschalter sowie eine LED zu finden.

Die oberen drei Regler sind für Höhen (3 KHz – 20 KHz), Mitteltöne (200 Hz – 4 KHz) und Bass (20 Hz – 250 Hz) vorgesehen und lassen sich zu beiden Seiten um 145 Grad frei und stufenlos drehen, um so die entsprechenden Frequenzbereich zu filtern und den Klang so zu steuern. Die Mitte und damit der Nullpunkt ist jeweils durch einen deutlichen Druckpunkt arretiert und macht es leicht, die Regler zu justieren. Die unteren beiden Regler sind für die Balance nach linsk und rechts sowie die Lautstärke insgesamt.

Die beiden Kippschalter regeln einerseits den Equalizer, der so einfach deaktiviert und aktiviert werden kann, andererseits die Loudness. Letzteres steuert eine Funktion für eine gehörrichtige Lautstärkenverstärkung, so dass der Klangeindruck bei jeder Lautstärke möglichst gleichbleibend ist.

Die mittig auf der Oberseite zwischen den beiden unteren Schrauben verbaute LED zeigt Aktivität und Stromversorgung durch Blinken an.

Technisch ist der AmpEQ von InLine für Kopfhörer mit einer Impedanz von 16 bis 600 Ohm geeignet, was eine maximale Ausgangsleistung von ca. 200 bis 120 mW bei 1 KHz bietet. Der Stromverbrauch des Geräts liegt bei 2.5 Watt und ist so über jedes handelsübliche USB-Netzteil und alle USB-Anschlüsse, die ja auch schon längst an Stereoanlagen zu finden sind, problemlos zu betreiben.

Der Klang des durch den InLine AmpEQ verstärkten und gefilterten Sounds ist sehr schön und macht einen abgerundeten Eindruck. Auch die Loudness-Entzerrung wirkt auf den Ohren ausgeglichen und passend, was bei der Preisklasse durchaus nicht zu erwarten ist, zumal sie keinerlei Parameter zulässt und technisch bedingt viele ungenaue Vorannahmen, wie die Kopfhörerart und die Beschaffenheit der Tonsignale beinhalten muss. Dennoch scheint der Eindruck bei grösser werdender Lautstärke gut gleichbleibend zu sein. Es sind keine Färbung und kein Rauschen zu vernehmen, die Filterelektronik ist wirklich gut ausgelegt worden. Schade, dass das mitgelieferte Klinkenkabel so kurz geraten ist.

 

Preis

Den AmpEQ von InLine gibt es bei Amazon für 117,96 Euro. PCHC.ch hat den Verstärker/Equalizer AmpEQ für 105.90 SFr. im Sortiment.

 

Fazit

Wer den Klang seiner kabelgebunden Kopfhörer verstärken bzw. den Sound individuell anpassen will, macht mit dem InLine AmpEQ nichts verkehrt. Ein solides Gerät, sauber verarbeitet, ausgewogene Eletrkonik und kompakte Ausmasse zu einem vernünftigen Preis. Wäre das mitgelieferte Kabel etwas länger, wäre das sicherlich begrüssenswert, aber ein richtiger Minuspunkt ist das an dieser Stelle sicherlich auch nicht.

vg-wort
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