So. 27. März 2016 um 22:36

Review: Huawei Mate 8 im Test

von Christian Fritsch5 Kommentare

Inhaltsverzeichnis

  1. Technische Details
  2. Design und Verarbeitung
  3. Display
  4. Software
  5. Kamera
  6. Akku
  7. Fazit

Technische Details

Display-Diagonale 

6 Zoll 

Display-Typ 

IPS-NEO LCD capacitive touchscreen, 16 Mio. Farben

Display-Auflösung 

1080 x 1920 (368 ppi)

Masse (L x B x H) in mm 

157.1 x 80.6 x 7.9 mm

Gewicht 

185 Gramm

Akku 

4000 mAh Akku (nicht wechselbar)

Chipsatz 

 

System 

HiSilicon Kirin 950

Prozessor 

Quad-Core 2.3 GHz Cortex-A72 + Quad-Core 1.8 GHz Cortex A53

Grafik 

Mali-T880 MP4

RAM 

3 oder 4 GB 

Speicher 

32 oder 64 GB intern  + MicroSD Karten Slot (Hybrid Slot)

Konnektivität 

 

SIM-Karte 

Nano-SIM

 

Mobilfunk 

2G

GSM 850 / 900 / 1800 / 1900

3G

HSDPA 800 / 850 / 900 / 1700(AWS) / 1900 / 2100

4G

LTE band 1(2100), 2(1900), 3(1800), 4(1700/2100), 5(850), 6(900), 7(2600), 8(900), 12(700), 17(700), 18(800), 19(800), 20(800), 26(850), 38(2600), 39(1900), 40(2300) 

WLAN

802.11 a/b/g/n/ac, dual-band, DLNA, WiFi Direct,

Bluetooth 

v4.2, A2DP, EDR, LE

USB 

micro USB v2.0

Infrarot 

Nein

NFC 

Ja

Video Ausgang 

Unbekannt

Kamera 

 

Hauptkamera 

16.0 MP,  f/2.0, 27mm, OIS, phase detection Autofokus

Blitz LED 

dual-LED (dual tone) flash

Frontkamera 

8 MP, f/2.4, 26 mm

Sonstiges

 

GPS

Ja

Sensoren

Fingerprint, Beschleunigung, Gyroskop, Näherung, Barometer, Kompass

Betriebssystem

Android 6.0 + EMUI 4.0

Farben

Champagne Gold, Moonlight Silver, Space Gray, Mocha Brown

Design und Verarbeitung

Sowohl das Design, als auch die Verarbeitung des Huawei Mate 8 sind wirklich sehr gut. Es gibt keine scharfen Kanten oder Spaltmasse. Der grösste Teil des Smartphones besteht aus Metall. Zwar gibt es auf der Rückseite kleine Bereiche, die aus Plastik sind (wegen den Antennen), allerdings fallen diese nicht so auf, wie es beispielsweise beim iPhone der Fall ist. Sowohl die Form der Kamera als auch die des Fingerabdrucksensors wurden gegenüber dem Huawei Mate S (hier findet ihr unser Review) verändert. Statt eckig sind diese nun Rund. Mir persönlich gefällt die Runde Form besser, dass ist allerdings Geschmackssache. Positiv hervorzuheben ist ebenfalls die Anordnung der Tasten. Sowohl die Standby-Taste, als auch die Lautstärke-Wippe sind gut zu erreichen, was bei einem 6 Zoll Phablet nicht unbedingt einfach ist. Auch wird die Standby-Taste hervorgehoben, da sie eine Struktur hat.

 

Auf der linken Seite des Gerät befindet sich nichts, ausser dem Hybrid-SIM-Slot. Durch diesen kann man das Huawei Mate 8 entweder als Dual-SIM-Gerät verwenden oder statt einer zweiten SIM-Karte kann man eine Micro-SD-Karte eisetzen. Beides gleichzeitig ist ohne Basteln nicht möglich, leider. Huawei beweist mit dem Mate 8 auch Mut zur Farbe: So gibt es neben Silber und Gold auch eine moccabraune Variante und Grau.

Display

Das Display des Huawei Mate 8 ist wirklich Spitze. Das Glas des Display ist am Rand leicht abgerundet, dadurch ist das Bedienen noch angenehmer. Bei dem Display handelt es sich um ein IPS LC-Display mit einer Full-HD Auflösung. Huawei bleibt sich bei diesem Thema treu und verbaut weder Quad-HD- noch 4K-Displays. Zwar hat es bei 6 Zoll nicht den grössten PPI-Wert, allerdings ist es noch scharf genug und man sieht keine Pixel. Die Farben sind ziemlich naturgetreu und nicht übersättigt. Der Rahmen an den Seiten des Displays ist ultra dünn und dadurch ist das 6 Zoll Gerät so gross, wie beispielsweise ein iPhone 6s Plus. Es macht wirklich Spass mit dem Display Videos zu schauen oder seine Fotos zu betrachten.

Software

Beim Mate 8 handelt es sich um das erste Smartphone von Huawei mit vorinstallierten Android 6.0 Marshmallow plus EMUI 4.0. Grösste Neuerung ist natürlich das Berechtigungssystem von Android 6.0. Hier gab es allerdings den ein oder anderen Konflikt zwischen den Berechtigungsnachrichten von EMUI und Android 6.0. Auch werden Apps gar nicht erst gestartet, wenn man nicht alle Rechte freigegeben hat. Dadurch wird dieses System ein wenig sinnbefreit. Beispielsweise als einer Third-Party Twitter-App nicht das Recht gegeben werden sollte, den Standort zu verwenden, wurde die App direkt komplett beendet.

 

Ein weiteres Thema bei EMUI ist das eigene Benachrichtigungssystem. Benachrichtigungen müssen eigentlich immer doppelt aktiviert werden. Einmal in der App und einmal im Benachrichtigungsmanager von EMUI über die Einstellungen. Das funktioniert allerdings nicht immer so, wie es sollte. Manche Apps schicken mal Benachrichtigungen, mal nicht. Andere Apps schicken nie Benachrichtigungen, obwohl alles aktiviert wurde oder es gibt nur Benachrichtigungen, wenn die Apps gestartet wurden.Ob dies von EMUI her rührt, oder den Apps, ist schwer auszumachen. Auch gibt es noch Probleme mit der nativen E-Mail App von EMUI, die gelegentlich keine Verbindung zu den jeweiligen E-Mail Servern aufbauen konnte.

 

Alles in allem ist die Software ausbaufähig, dennoch kann man im Allgemeinen gut mit EMUI zurecht kommen. Es erinnert sehr an Apple iOS, was ich allerdings nicht unbedingt negativ angesehen werden muss. Wer von einem iOS-Gerät zum Mate 8 wechselt, wird sich schnell vermutlich zurecht finden.

Kamera

Wer sich bereits andere Reviews zu diesem Smartphone angeschaut oder durchgelesen hat, weiss, dass es sich hierbei um die Schwachstelle handeln soll. Dieser Meinung sind wir nicht. Jeder Hersteller hat natürlich einen Punkt, den er besonders hervorhebt. Beim LG G4 ist es beispielsweise die Kamera, beim Samsung Galaxy S6 Edge das Display. Beim Huawei Mate 8 ist es definitiv der Akku. Die Fotos, die mit diesem Smartphone erstellt werden, sind durchaus solide. Sobald es etwas dunkler wird, sind die Ergebnisse nicht mehr so toll.

 

Auch die Kamera Software ähnelt der iOS Kamera App. Jedoch mit viel mehr Funktionen, wie beispielsweise einem manuellen Kamera-Modus. Dieser Modus ist natürlich beim Fotografieren ab und zu hilfreich. Neben einer Panorama-Funktion besitzt die Kamera App auch einen „Super Nacht“- Modus, einen HDR-Modus, einen Gesamt-Fokus-Modus, einen Wasserzeichen-Modus (hier wird Standort und Datum auf dem Foto platziert), einen Zeitlupen-Modus, einen Dokumenten-Scanner, einen Lichtmalerei-Modus, einen Zeitraffer-Modus und nicht zu vergessen den obligatorischen „Verschönerungs“-Modus.

Akku

Das Huawei Mate 8 trumpft mit einem 4000 mAh Akku auf. Das verspricht nicht nur lange Akkulaufzeiten, sondern das Gerät liefert diese auch. Bei  normalen Nutzung (zwei E-Mail-Accounts synchronisieren, davon einer via Push, viel Social Media, gelegentlich Videos, Musik hören und viele Nachrichten verfassen) hat das Smartphone bis zu zwei Tage lang gehalten. Wir reden hier nicht von viel Standby Zeit, sondern das Mate 8 war wirklich sehr oft in Benutzung. On-Screen Zeiten von bis zu acht Stunden waren dabei die Regel. Wer also einen wirklichen Dauerläufer sucht, ist mit diesem Gerät wirklich gut bedient.

Fazit

Bezüglich Hardware lässt das Mate 8 fast keine Wünsche offen. Tolles Display, schnelle Arbeitsgeschwindigkeit, Dual-SIM, sehr grosser Akku. Kurz zur Info, falls ihr euch fragt: Was ist mit dem Fingerprintsensor? Ich habe ihn nicht verwendet und kann damit auch dazu nichts sagen. Ich verwende generell keinen Fingerprintsensor und das habe ich auch nicht für diesen Test getan. Die Kamera ist leider ein wenig der Schwachpunkt des Geräts, hat mich aber persönlich nicht gestört. Für mich wahr leider der persönliche Störfaktor die Software. Es gibt noch viele kleine Bugs, die zum Teil sehr nervig sein können, sei es, dass E-Mails nicht synchronisiert oder dass für bestimmte Events ( z. B. Eilmeldungen) keine Benachrichtigung ankamen, obwohl diese aktiviert sind. Für mich persönlich ist das Huawei Mate ein Gerät, das sein Geld mit 599,- Euro bzw. 629.- SFr. definitiv Wert ist. Wäre das Gerät mit Stock-Android ausgestattet, könnte ich es ohne zu Zögern empfehlen. Das ist aber wohl einfach Geschmackssache.

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5 Antworten zu “Review: Huawei Mate 8 im Test”

  1. Gnagna sagt:

    Man kann also zusammenfassen:
    – Fingerprint-Sensor funktioniert nicht
    – Kamera taugt nichts
    – Gerät ist zu groß und zu schwer

    Nichts für mich.

  2. Entrail sagt:

    Der Absatz zur Kamera und der Teil im Fazit über die Kamera passen irgendwie nicht. Erst schreibt ihr das ANDERE sagen das die Kamera eine Schwachstelle ist, ihr das aber nicht unterstützt und im Fazit ist die Kamera dann doch eine Schwachstelle.

  3. aufstand sagt:

    @Gnagna:
    ich habe das Mate 8 seit vier Wochen und muss widersprechen:
    – Fingerprint ist das Beste was ich je hatte; das Ding reagiert so schnell und zuverlässig, das jedes andere Natel alt aussieht. Zudem kann man den Scanner für Wischgesten verwenden, um durch Fotos zu blättern u. ä.
    – Gerät ist ähnlich gross wie der grosse Klopper von Apple; allerdings ist das Display grösser
    – Kamera ist auf dem Niveau meines 1520 wenn das Licht stimmt; sonst leicht schlechter, aber kein Desaster
    – Bugs im Benachrichtigungscenter nerven ziemlich. Die Problematik habe ich auch. Auch die recht schlechte Integration mit Exchange-Kalender ist sehr nervig (allerdings habe ich noch keine App unter Android gefunden, die da wirklich gut ist). Vielleicht hat ja jemand einen Tipp 🙂

    Für den Preis (ich habe für das 64GB/4GB RAM in Mocca 599€ bezahlt) genial.

  4. iiro sagt:

    Ich habe das Mate 8 ebenfalls. Fehlende Benachrichtigungen konnte ich bislang noch nicht feststellen, aber ich habe generell wenige Apps, die mich damit stören dürfen 😉 Telefonie, SMS und WhatsApp kamen bislang jedenfalls immer ordentlich durch.

    Der Fingerprint-Sensor ist wie aufstand schon schrieb absolut schnell und zuverlässig.

    @aufstand: Schau dir mal die App „Nine“ an. Das ist für Microsoft Exchange (oder allgemein EAS) so ziemlich das beste, was es unter Android gibt. Kostet nach der Probezeit aber um die 7 Euro.

  5. kadir85 sagt:

    Cool, mir aber zu gross

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