Di. 25. März 2014 um 22:38

Review: HTC One M8 im ersten Eindruck

von Marcel Laser1 Kommentare

Der Hersteller mit Sitz in Taiwan hat nicht zu viel versprochen. Okay, das One M8 ist jetzt keine Revolution, doch welches dieses Jahr vorgestellte Smartphone ist das schon, aber es ist eine gelungene und bis ins Detail verfeinerte Evolution. 2013 war das One bereits eines der besten Smartphones auf dem Markt und ist laut HTC das am meisten verkaufte HTC-Gerät aller Zeiten. Dennoch hatte es einige Schwächen, die man nicht verleugnen kann. Am meisten störte dabei die teils schlechte Verarbeitungsqualität und die Kamera, die nicht das leistete was versprochen wurde.

 

 

Verarbeitung

In Punkte Verarbeitung hat HTC jedoch sehr viel gelernt und dieses Mal scheinbar alles richtig gemacht. Unsauber geschnittene Kanten an den Öffnungen für Stecker gibt es nicht. Alles ist sauber geschliffen oder abgerundet. Spaltmasse, mit denen der Vorgänger zu kämpfen hatte, sind nicht vorhanden und die Rückseite wirkt trotz der Isolator Kanten wie aus einem Guss und fühlt sich auch so an. Auch an der Front ist der Übergang zwischen Display und den Lautsprecher Abdeckungen absolut makellos. Zwar gibt es eine leichte Kante, weil der metallische Teil minimal über das Displays hinweg steht, jedoch stört das in keiner Weise.

 

Selbst die Halterahmen für die SIM-Karte und die MicroSD sind aus massiven Metall gefräst und sitzen straff und sicher in den Schächten. Einziges Manko hier: Die Rahmen haben eine leicht dunklere Färbung als das Gehäuse selbst und fallen dadurch etwas stark ins Auge. Dies kann jedoch an den Vorserie-Geräten liegen.

 

 

Ausstattung

Technisch bewegt sich das neue One im hohen Bereich, kann jedoch der Konkurrenz nicht ganz das Wasser reichen. Zwar ist ein sehr schneller Snapdragon 801 Prozessor von Qualcomm verbaut, entgegen einigen Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy Note 3 und dem Sony Xperia Z2 nur mit 2 Gigabyte RAM anstatt der eher zeitgemässen 3 Gigabyte. Auch beim internen Speicher ist HTC etwas geizig. Lediglich 16 Gigabyte sind verbaut, von denen bereits 5 Gigabyte durch das System fest reserviert sind. Zwar kann man eine SD Karte verwenden, um bis zu 128 Gigabyte nachzurüsten, jedoch kann diese unter Android bekanntermassen nicht für Apps verwendet werden. Mit ein paar Spielen und einem Navigationssystem wird es sehr schnell knapp. Pluspunkte sammelt das Gerät jedoch beim Display. Das 5 Zoll FullHD IPS Panel ist dabei qualitativ über jeden Zweifel erhaben. Grandiose Blickwinkel ohne störende Verfälschung des Bildes und nach dem ersten Eindruck eine hervorragende Farbdarstellung und Kontrast. Dies werde ich jedoch in der ausführlichen Review noch einmal genauer unter die Lupe nehmen und mit Referenzbildern genauer beurteilen.
Wieder mit an Bord sind die bereits bewährten Boom Sound Lautsprecher auf der Front. Diese wurden jedoch noch einmal deutlich überarbeitet und stellen den schon sehr guten Vorgänger locker in den Schatten. Im direkten Vergleich auf dem Event in einem abgeschotteten Raum hat das neue One seinen Vorgänger in Sachen Klarheit, Basswiedergabe, Dynamik und Soundvolumen ganz klar übertroffen. Nur bei der Lautstärke hat sich dafür nicht hörbar etwas getan, wobei die bereits beim Vorgänger in fast jeder Situation ausreichend war. Mehr Lautstärke hätte vermutlich nur die Wiedergabequalität negativ beeinflusst.

 

 

Design

Ob einem ein Gerät optisch zusagt oder nicht liegt immer im Auge des Betrachters. Jedoch kann man beim neuen One definitiv sagen, dass es optisch zeitlos und sehr elegant wirkt. Es ist auf seine eigene Weise unauffällig, aber sticht dennoch durch seine Optik aus gebürstetem Metall sofort ins Auge. Lediglich das recht lang gezogene Gehäuse, welches für ein 5 Zoll Smartphone doch recht gross ist, könnte man hier kritisieren, jedoch ist dies ein Nachteil, den man für die hervorragenden Lautsprecher in Kauf nehmen muss. Dennoch übertrifft es sogar das Xperia Z1 in der Länge, welches dafür ebenfalls kritisiert wurde, jedoch fehlte hier auch der entsprechende Grund für die Grösse. Unverständlich jedoch ist, warum HTC nun auf On-Screen Tasten setzt und dennoch den Balken unter dem Display mit dem HTC Logo belässt. Zum einen hätte man hier fast einen Zentimeter Gehäuselänge gespart und zum anderen ist das Display dadurch im Querformat nicht mehr mittig angebracht, was gerade beim Tippen und spielen etwas störend sein kann. Zusätzlich ist der obere Teil des Displays dadurch noch schwerer mit einer Hand zu erreichen als das bei 5 Zoll Displays ohnehin schon der Fall ist.

 

 

Besonders hervorzuheben ist jedoch die überarbeitete Form der Rückseite. Aufgrund der abgerundeten Kanten wirkt das Smartphone nicht nur optisch schlanker als sein Vorgänger, es liegt auch deutlich besser in der Hand. Das M8 ist dadurch ein echter Handschmeichler, welches sich angenehmer benutzen lässt als die meisten anderen Smartphones am Markt in dieser Grössenklasse.

 

 

Kamera

Hier möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Eine ausführliche Bewertung der Kamera wird dann in der ausführlichen Review folgen. Bei den ersten Testfotos konnte die verbesserte Ultrapixel Kamera jedoch schon gut Eindruck schinden. Der Fokus ist wie beworben extrem schnell – schon bevor man den Auslöser betätigt. Legt man nun den Finger auf den Button, kann es anfangs vorkommen, dass man sich wundert, warum das Gerät gar nichts tut. Das liegt einfach daran, dass die Kamera so schnell auslöst und das Foto speichert, dass man absolut keine Verzögerung wahrnehmen kann. Wenn man das jedoch aus Erfahrung erwartet, kann das schon etwas verwirren. Hier hat HTC vorbildliche Arbeit geleistet. Beim ersten Betrachten der Bilder auf dem Gerät konnte die Qualität bereits überzeugen. Dennoch muss man wie beim Vorgänger auch damit leben, dass die Auflösung der Bilder im Vergleich zur Konkurrenz nicht zeitgemäss ist. Ob die Kamera dies mit einer überragenden Qualität wieder ausgleichen kann, wird sich bei einer genauen Analyse zeigen.

 

 

Vorab Fazit

Mit einem Schmunzeln muss ich an den Tweet denken, den HTCs PR Agentur auf Twitter von einem anderen Nutzer geteilt hat: „Gut, dass Samsung in seinem neuen Galaxy einen Pulsmesser integriert hat. Den werden sie brauchen, wenn HTC sein neues Gerät vorstellt“.Zwar kann ich diese Aussage noch nicht so unterschreiben, aber HTC hat hier ein richtig heisses Eisen im Feuer. Mit einer Verarbeitungsqualität und Materialwahl, die absolut in die Premiumklasse passt, sehr guter Hardware und vielen sinnvollen und nützlichen Erweiterungen sowie Verbesserungen an den richtigen Stellen haben die Taiwanesen hier alles richtig gemacht. Man könnte jetzt behaupten, HTC habe einige Features von Samsung und Sony zusammengeklaut, aber in der heutigen Zeit, in der echte Innovationen immer schwieriger umzusetzen oder einfach nutzlos sind, ist das inzwischen ein völlig verständliches Vorgehen der Unternehmen. Der erste Eindruck sieht auf jeden Fall sehr gut aus und ob das „All New HTC One“ auch im Detail überzeugen kann, werdet ihr am Wochenende in unserer ausführlichen Review erfahren.

vg-wort
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Eine Antwort zu “Review: HTC One M8 im ersten Eindruck”

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