Sa. 29. November 2014 um 11:08

Review: HTC Desire 510 im Test

von Christian Fritsch2 Kommentare

Design und Verarbeitung

Die Desire Reihe hat bei HTC eine „lange“ Tradition. Das erste HTC Desire gewann seinerzeit sogar viele Preise. Auch mit dem neuen Desire 510 möchte HTC an die alten Erfolge anknüpfen. Für den UVP- Preis von ca. 200 Euro gefällt das Design wirklich gut, es hat keine scharfen Kanten oder grobe Designfehler. Das Smartphone ist rundum als gelungen zu bezeichnen. Was allerdings den ein oder die andere stören könnte, ist das HTC Logo auf der Unterseite des Displays.

 

Wie auch beim aktuellen HTC One M8 entschied sich HTC beim Desire 510 für Software-Tasten. HTC benötigt den schwarzen Balken unter dem Display, um dort Technik zu verbauen. Auch in Puncto Verarbeitung kann man bei dem Desire 510 nicht meckern: Es ist alles sauber gefertigt. Ein Kritikpunk betrifft allerdings die Materialwahl. Es handelt sich um Polycarbonat, das als Glossy Look verarbeitet wurde, welcher das Smartphone extrem anfällig für Fingerabdrücke macht.

Hardware/Technische Daten

Display-Diagonale 

4.7 Zoll 

Display-Typ 

Capacitive touchscreen,

Display-Auflösung 

480 x 854

Masse (L x B x H) in mm 

139.9 x 69.8 x 10 mm

Gewicht 

158 g 

Akku 

2100 mAh Akku

Chipsatz 

 

System 

Qualcomm

Prozessor 

MSM8916 Snapdragon 410 Quad-core 1.2 GHz

Grafik 

Adreno 306

RAM 

1 GB 

Speicher 

8 GB intern + Micro SD Slot mit bis zu 128 GB

Konnektivität 

 

Sim Karte 

Micro-Sim 

 

Mobilfunk 

2G

GSM: 850 / 900 / 1800 / 1900 MHz

3G

HSDPA 850 / 900 / 2100

4G

LTE 800 / 1800 / 2600

WiFi 

802.11 b/g/n; DLNA 

Bluetooth 

v4.0, A2DP

USB 

microUSB v2.0

Infrarot 

Nein

NFC 

Nein

Video Ausgang 

Unbekannt

Kamera 

 

Backkamera 

5 MP, 2592  x 1944 Pixel

Blitz LED 

Nein

Frontkamera 

VGA

Sonstiges

 

GPS

Ja

Sensoren

Accelerometer, Proximity

Betriebssystem

Android 4.4.3

Farben

Terra White, Dark Grey

Display

Beim Display hat HTC leider am falschen Ende gespart. So begeistert man von dem Gerät sein kann, so enttäuschend ist leider der Bildschirm. Durch die Grösse des Display (4.7 Zoll) merkt man leider die geringe Auflösung. YouTube Videos schauen oder Texte darauf lesen macht leider auf dem Desire 510 keinen Spass.

 

Die Farben, der Schwarzwert und die Blickwinkelstabilität des Displays sind trotz der geringen Auflösung sehr gut. Auch lässt sich der Touchscreen ohne Probleme bedienen, hier gibt es keine Probleme. Es läuft alles flüssig.

HTC Desire 510
HTC Desire 510 mit aktiviertem Display

Akkulaufzeit

Das Desire 510 wurde nun seit zwei Wochen als „DailyDriver“ verwendet und man kam eigentlich immer locker mit dem Gerät durch den Tag, am Abend waren immer noch einige Prozente übrig, wenn es an den Strom ging. Es wurde im Test viel getwittert, das E-Mail Programm genutzt, via Bluetooth eine Pebble Smartwatch verbunden und unterwegs Musik gehört. Messengernutzung und Telefonie waren selbstverständlich auch mit dabei. Die Akkulaufzeit konnte also positiv überraschen, es gibt Geräte, die bei solch intensiver Nutzung bedeutend schlechter abschneiden.

Kamera

Auch bei der Kamera muss man ein paar Punkte abziehen. Es gibt weder einen LED Blitz, noch hat die Kamera einen Autofokus. Hier würde man lieber 50 Euro mehr für ein Gerät ausgeben und dafür wären die beiden Dinge integriert. Es muss ja keine High-End Kamera sein, aber einen gewissen Standard sollte man auch bei dem Preis schon erwarten können. 

Smartphones werden in Sachen Fotografie immer wichtiger. Es ist immer dabei und wird gerne auch für den ein oder anderen Schnapsschuss verwendet. Hier sollte also nachgebessert werden, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.

Software

Bei der Software des Desire 510 kann man überhaupt nicht meckern. HTC hat in Sachen Software viel zu bieten. Das Desire 510 hat die von HTC bekannte Oberfläche „Sense“ in Version 6 erhalten. Die Oberfläche wirkt sehr aufgeräumt und sauber, wie man es von Sense 6 gewohnt ist.

Sehr erfreulich ist, dass HTC auch BlinkFeed ins Desire 510 eingebaut hat. BlinkFeed ist dabei wirklich gut ins System von „Sense“ integriert: Wenn man auf dem Homescreen ist, kommt man über einen einfachen Swipe von Links nach Rechts in den BlinkFeed. Es gibt auch einen Schnellzugriff via Sperrbildschirm. Wenn man von einem anderen Android Gerät kommt, muss man sich an „Sense“ erst ein wenig gewöhnen. Was anfangs etwas verwirrend sein kann, ist der App-Draw. Hier swiped man nicht von Rechts nach Links, sondern von Oben nach Unten. Der App-Draw hat allerdings auch seine Vorteile, so kann man die Icons individuell anordnen, Ordner im App Drawer erstellen und sogar das Raster ändern. Wer möchte, kann sogar ungenutzte Apps im App Drawer ausblenden: Klasse!

Sense kann auch ein wenig personalisiert werden, mit sogenannten Szenen. HTC hat beim Desire 510 vier dieser Szenen vorinstalliert. Was ein wenig schade ist: Man kann keine Szenen selbst erstellen oder auch keine weiteren aus dem PlayStore herunterladen, jedenfalls konnten im Test keine gefunden werden. In Sachen Software macht HTC sehr vieles richtig und auch bei einem günstigen Gerät wird hier nicht gespart. Hier kann man nur sagen: Weiter so!

Fazit

Ich möchte in meinem Fazit an den ersten Satz in meinem Review anknüpfen: An die Erfolgsgeschichte der Desire-Serie. Mit dem 510 hat HTC ein wirklich tolles Gerät auf den Markt gebracht. Leider gibt es einige negativ Kritikpunkte, wie z.B. das Display und die fehlende Kamera-Ausstattung. Dennoch kann sich ein LTE 64 Bit Gerät für grandiose 200 Euro bzw. 223 SFr. wirklich sehen lassen.

 

Besonders positiv ist die Software des Desire 510. Mit Apps bzw. Diensten wie BlinkFeed oder der Oberfläche „Sense“ punktet das Desire 510. Eine Kaufempfehlung gibt es von mir, weil die positiven Punkte letztlich überwiegen. Vor allem die Option LTE! Es fehlt nur noch ein passender Vertrag und schon hat man ein tolles Smartphone. Es macht einfach Spass, mit LTE zu surfen.

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2 Antworten zu “Review: HTC Desire 510 im Test”

  1. LoLboy sagt:

    Wieso schreibt ihr, dass der Akku nicht wechselbar ist wenn er auf dem Foto ganz eindeutig herausnehmbar ist?

  2. Valentin Moser sagt:

    Wir bitten um Entschuldigung. Wie du schon andeutest handelte es sich hier um einen kleinen Fehler in der Tabelle. Wurde korrigiert.

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