So. 31. August 2014 um 13:09

Review: hi-Fun hi-Deejay im Test

von Matthias Kutil0 Kommentare

Vor einem Monat haben wir für euch die hochwertigen und teuren Creative Sound Blaster Evo ZxR Kopfhörer getestet. Nun kommt ein Kopfhörer, welcher in einem etwas tieferen Preissegment angesiedelt ist. Ob der leistet, was er verspricht, könnt ihr hier nun lesen.

Design und Verarbeitung

Die Kopfhörer sind aus Jeansstoff, wodurch sich ein schon mal nicht alltägliches Kopfhörerdesign ergibt, welches doch sehr gefällt. Die Kopfhörer sind On-Ear, liegen also auf dem Ohr auf und umgeben dieses nicht. Trotzdem waren die Kopfhörer angenehm zu tragen. Nach 5 Stunden am Stück Musik hören wurden die hi-Deejay aber langsam unangenehm, wenn man die Kopfhörer aber zum Beispiel beim Pendeln im Zug trägt und nicht den ganzen Tag zum Beispiel auf der Arbeit, ergibt sich ein hoher Tragekomfort. Die Kopfhörer lassen sich stufenlos in der Höhe einstellen, somit sollten sie für jeden Kopf wirklich gut passen. Das Kabel ist ebenso aus Stoff und fühlt sich darum auch schön speziell an. 

Die hi-Deejay wiegen 180g und sind somit auch nicht schwer. Kosten würden diese beim Hersteller direkt 79,99 Euro. Im kompletten Zeitraum wurde nichts lose am Kopfhörer und alles ist echt gut verarbeitet. Ebenso gab es keinen Wackelkontakt oder ähnliche Dinge, welche bei günstigeren Kopfhörer eher mal auftreten.

 

Soundqualität

Die Kopfhörer klingen bombastisch und sauber, allerdings kann man damit nicht einfach mal voll aufdrehen und die Musik in ohrenbetäubender Lautstärke hören, denn dafür sind die eingebauten Boxen zu schwach. Allerdings ist dies aus gesundheitlichen Gründen sowieso nicht zu empfehlen, aber trotzdem möchte ich es hier kurz erwähnen, dass bei vollem Aufdrehen des MP3-Players die Kopfhörer anfangen zu übersteuern. Die Kopfhörer werben damit, dass sie einen starken Bass haben, dieser kommt auch immer klar durch, allerdings ist er leider nicht sehr kraftvoll. Dafür haben sie mit keinem Bass Mühe, sondern dieser bleibt immer klar, egal in welchem Frequenzbereich dieser liegt. Wenn man nun allerdings Musik mit vielen Höhen hört, bzw. man versucht, sich auf die Instrumente zu konzentrieren, wirkt es oft eher verwaschen. Allerdings macht hier hi-Fun auch kein Geheimnis daraus, denn bereits auf der Verpackung sieht man, dass über 10 KHz die Lautstärke der einzelnen Frequenzen stark absinkt und sich eher auf die tiefen Klänge konzentriert wurde. Etwas sehr gutes ist, dass die Kopfhörer wirklich gut schallisoliert sind. Ich konnte nur bei grossem Lärm wie am Bahnhof oder Baustellen deutliche Aussengeräusche wahrnehmen.

 

So sind die Kopfhörer für Fans von Metal und Rock nicht das idealste, denn irgendwie klingen die Stücke immer ein bisschen dumpf im Klang. Bei Techno, Pop oder anderen Musikrichtungen, bei denen mehr der Bass herauskommen soll, sind die Kopfhörer dafür echt stark. 

Mit folgenden Liedern habe ich die Kopfhörer getestet:

  • Rob Zombie – Reload
  • Inception Trailer
  • Volbeat – Still Counting
  • Skrillex – Bangarang
  • Tim Bendzko – Wenn Worte meine Sprache wären
  • Vogelfrey – Schuld ist nur der Met
  • Bethoven Sinfonie Nr. 9
  • Virtual Barber Shop
  • The Baseballs – Umberella
  • Lindsey Stirling – Elements (Dubstep And Orchestral)

Technische Daten

Frequenz20 Hz – 20 KHz
Schnittstellen3.5 mm Klinke
Nennimpedanz32 Ohm
Schalldruckpegel105 dB
SchallwandlerDynamisch, geschlossen
Gewicht180 g

Fazit

Ich persönlich finde die Kopfhörer echt gut für den Preis, allerdings können sie nicht alle Musikstile gleich gut abdecken. Dies ist zwar bisschen schade, aber wenn man es im vornherein weiss, ist dies kein Problem. Denn wer gerne Techno oder Pop ohne Höhen hört, wird mit diesen Kopfhörern sehr glücklich werden. Wer aber lieber viel klassische Musik hört oder sonstige Musik, bei der es wichtig ist, die verschiedenen Instrumente auszumachen, sollte die Finger von diesen Kopfhörern lassen. Der Preis von 79.99 Euro ist somit eigentlich in Ordnung. Wer lieber Rock/Metal hört oder sonst Musik mit Höhen würde wahrscheinlich mehr Freude an den ähnlich teuren Marshall-Kopfhörern haben.

 

 

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