So. 14. Juni 2015 um 15:07

Review: Gigaset G-tag im Test

von Yves Jeanrenaud3 Kommentare

Gigaset G-tag ist ein kleines Bluetooth Beacon, welches man an den Schlüsselbund oder andere Gegenstände hängt, die man nicht verlegen oder vergessen möchte. Die Anhänger sind 37 x 37 x 9.2 mm gross und wiegen knapp 12 Gramm. In den Farben Rot, Grün, Orange, Weiss und Schwarz erhältlich sind die G-tags mit einer handelsüblichen CR2032 ausgestattet, die für circa ein Jahr Betriebsdauer reichen soll und vorinstalliert ist. Die kleinen Kunststoff-Quadrate mit abgerundeten Ecken sind oben oben rechts mit einer Aussparung ausgestattet, durch das beispielsweise ein Schlüsselring oder ein Kabelbinder passt und die so zur Befestigung des G-tags an verschiedensten Gegenständen dient. Auf der Rückseite sind neben einem Sticker mit der Seriennummer drei Torx-Schrauben zu finden. Durch Aufdrehen dieser kann man das Beacon öffnen und die Batterie austauschen. Mit dabei ist in der Blister-Verpackung nur noch eine kleine Schnellstart-Broschüre mit Sicherheitshinweisen.

G-tag
Preis: Kostenlos
G-tag
Entwickler: Gigaset elements
Preis: Kostenlos

Die Inbetriebnahme und Benutzung des G-tag ist denkbar einfach. Nachdem die kostenlose App für Android oder iOS installiert ist (leider wird Windows Phone einmal mehr links liegen gelassen), zieht man die Transportschutzfolie aus dem Gerät und koppelt mittels Bluetooth 4.0 LE beliebig viele Geräte mit dem Smartphone. Das Smartphone kann theoretisch auch ein Tablet sein, Hauptsache iOS 7 bzw. Android 4.4.2 oder höher ist installiert und Bluetooth LE wird unterstützt.

 

Ein kostenloser Gigaset Account dient der App dazu, die zugehörigen Daten über Geräte- und Betriebssystemgrenzen hinweg synchron zu halten.

Die App verfolgt von da an die Verbindung zum G-tag bis zu 30 Meter und merkt sich bei Verlust des Signals die aktuellen GPS-Koordinaten des Smartphones und hinterlässt entsprechende Mitteilungen. In der App ist dann eine interaktive Kartenansicht zum letzten bekannten Standort des Tags zu sehen. Natürlich kann man den G-tag auch mit der dazugehörigen App anpeilen. Dazu wird auf dem Smartphone-Bildschirm ein stilisierter Tag mit drei konzentrischen Kreisen abgebildet. Der Button darunter schaltet typische Peil-Sounds ein oder aus. Ein Ping-Geräusch, welches schneller wird, wenn man dem entsprechenden G-tag näher kommt.

Preis

Beim Hersteller Gigaset gibt es die G-tags einzeln für 19,99 Euro oder im 3er-Pack für 49,99 Euro bzw. im 5er-Pack für 79,99 Euro. In der Schweiz ist der G-Tag für 20.40 SFr. bei Brack.ch erhältlich. Amazon listet die Tags auch einzeln für 19,99 Euro bzw. für das 5er-Pack 79,99 Euro, es gibt jedoch immer mal wieder gebrauchte Tags im Angebot für ein paar Euro weniger.

Fazit

Die kleinen Schlüsselfinder mit Bluetooth sind ein nettes Gadget. Sie sind einfach in der App zu installieren und diese ist denkbar unkompliziert zu bedienen. Schade, dass Windows Phone nicht unterstützt wird. Was auch schön gewesen wäre, ist die Möglichkeit, per App-Fernsteuerung den G-tag zum Abspielen eines auditiven und/oder visuellen Signals zu bewegen, da das eine Suche vielleicht etwas unterstützen würde. Die Information, dass der Gegenstand sich in der Nähe befindet, hilft im Zweifelsfall nicht viel. Denn ob der Schlüsselbund nun unter’m Sofa, im Kühlschrank oder im Wäschekorb liegt, weiss ich damit auch noch nicht. Das Orten per Gehör wäre da sicherlich einfacher.

vg-wort
Das könnte Sie auch interessieren

3 Antworten zu “Review: Gigaset G-tag im Test”

  1. Planes sagt:

    Für was wird ein Account benötigt? Werden die Bewegungsdaten etwas bei der Firma gehostet?

  2. Yves Jeanrenaud sagt:

    Richtig. Deren Server stehen laut eigenen Aussagen in Deutschland und halten die Daten der Tags vor, damit du im Fall eines Verlusts deines Smartphones dennoch die Daten der Tags abrufen könntest. In Zukunft sollen die G-tags auch mit dem Gigaset elements kombinierbar sein.

  3. Planes sagt:

    Danke. Ich denke das dies schon wichtige Informationen in einem Artikel sein sollten. Weil immerhin sollte jeder wissen, das er den Standort seiner Geldbörse ins Netz stellt und wie diese Informationen seitens Betreiber gehandhabt werden.

Schreibe einen Kommentar

Teilen