Sa. 12. September 2015 um 11:16

Review: i-FlashDrive MAX im Test

von Yves Jeanrenaud0 Kommentare

Dokumente, Filme und Musik auf externe Speicher abzulegen, ist auf Apples iPhone und iPad nicht ganz einfach, doch wir haben für euch schon mehrfach die i-FlashDrive Sticks des Herstellers PhotoFast getestet. Nach dem Original von 2011 und dem i-FlashDrive HD war auch schon das i-FlashDrive EVO letztes Jahr bei uns auf dem Prüfstand. Heute geht es um die neueste Variante MAX mit USB 3.0-Support.

 

Der weisse USB-Stick ist nur 51 x 7 x 23 mm klein und wiegt gerade mal 9.5 Gramm. Mit einem USB- auf der einen und einem Lightning-Stecker anderen Seite ausgestattet, dient das Gerät wie seine Vorgängermodelle zur schnellen Datenübertragung zwischen iOS und Mac/PC sowie für einfache und praktische Offline-Backups. Er ist mit 16, 32, 64 oder 128 GB Speicherplatz sowie als USB 2.0 und 3.0 Variante erhältlich, der Lightning-Stecker wird immer von einer umklappbaren Klarsicht-Kappe geschützt, die Kappe des USB-Steckers hingegen muss abgenommen werden. Sie kann jedoch auf die Lightning-Kappe aufgesteckt werden, um dem Verlust vorzubeugen – sehr durchdacht.

Die Verwendung des i-FlashDrive MAX funktioniert wie bei den vorherigen Modellen auch mittels eigener App, welche beim ersten Einstecken auch gleich zum Download aus dem App Store angeboten wird. Diese heisst nunmehr i-FlashDrive ONE und ermöglicht den Umgang mit Audio, Bild und Videodateien genauso wie mit Dokumenten. Für Audio und Videofiles fungiert die App als Mediaplayer mit AirPlay-Funkitonalität. Bei Musik wird mp3, aac, aif, aiff, wav, m4a und caf als Dateiformat unterstützt, Bilder können von und zu Facebook, Twitter oder anderen Apps geteilt werden und in den Formaten jpg, png, bmp, gif, tif, tiff, ico, xbm und cur vorliegen.
Videos-Dateien werden vom internen Player in den Containern mp4, mov, m4v, mkv, avi, flv, rm, rmvb, wmv, vob und 3gp erkannt.
Unter Dokumenten versteht die i-FlashDrive Dateien im Format doc, docx, xls, xlsx, ppt, pptx, rtf, txt, htm, pdf, Pages, Numbers und Keynote.

Neuerdings kann nicht nur die App selbst per Password und/oder per Touch ID gesichert werden, auch die Benutzung des Sticks per Lightning- oder USB-Verbindung kann damit unterbunden werden. Dabei werden einzelne oder alle Daten verschlüsselt. Eine praktische Sache! Darüber hinaus können das Adressbuch, der Kalender und die Fotos des iOS-Geräts gesichert werden, eine Diktiergerät-Funktion ist eingebaut, ebenso wie ein Texteditor und auch verschiedene Clouds von DropBox, Facebook, Flickr, Instagram und Google Drive werden unterstützt.

PhotoFast ONE
Preis: Kostenlos+

Eine nette Zusatzfunktion ist das Aufladen des iOS-Geräts per Lightning-Stecker, wenn auf der USB-Seite des i-FlashDrives entsprechend ein Gerät angeschlossen ist. Ein gleichzeitiger Zugriff auf die Daten ist dann aber nicht möglich.

Doch kommen wir zum mitunter wichtigsten Aspekt: Der Geschwindkeit des Sticks. Der Hersteller gibt hier 20 MB/s Schreib- und 30 MB/s Lesegeschwindigkeit an, per USB 3.0 satte 80 MB/s. Nach mehreren Tests scheint sich dies auch in etwa zu bestätigen, wobei die USB 3.0-Raten variieren und in der Regel bei etwa 78.5 MB/s im Lesezugriff liegen, schreibend zwischen 60 MB/s und 13.4 MB/s, je nach Dateigrösse. Damit ist es kein sehr schneller USB 3.0-Stick. Da unter iOS entsprechende Mittel zur Auswertung der Datenströme fehlen, wurden mehre Dateien in unterschiedlichen Grössen hin- und her kopiert. Ein rund 400 MB grosses Video auf das i-FlashDrive MAX zu kopieren dauerte dabei knapp 35 Sekunden, während das Auslesen zurück auf das iOS-Gerät fast zwei Minuten in Anspruch nahm. Kleinere Dateien wie Fotos oder Musikstücke hingegen werden in wenigen Sekunden in beide Richtungen geschoben.

Dabei zeigt sich, dass kleine Dateien mit sehr guten Zugriffszeiten geschrieben und gelesen werden können, grössere aber gerade beim Lesen etwas Probleme bereiten. Abhängig ist die Übertragung unter iOS ebenfalls vom verwendeten Gerät. Ein iPhone 5c ist deutlich langsamer, als ein iPhone 6 im Vergleich.

Preis

Die mit 16 GB kleinste Version des i-FlashDrive MAX kostet 89,99 Euro bzw. 98.- SFr. und ist bei Amazon erhältlich. Etwas günstiger sind dabei die USB 2.0-Varianten, die auf der Lightning-Seite den gleichen Leistungs- und Funktionsumfang bieten und schon für 65,- Euro bzw. 70.50 SFr. zu haben sind. Im Nachfolgenden sind alle erhältlichen Varianten des i-FlashDrive MAX von PhotoFast mit unverbindlicher Preisempfehlung aufgelistet. Die Apple Stores und diverse Elektronik-Händler haben die Speicher-Sticks ebenfalls im Sortiment.

 

 USB 3.0 (i-FlashDrive MAX  U3)
16 GB89,99 Euro97.59 SFr.
32 GB109,95 Euro119.25 SFr.
64 GB139,95 Euro151.78 SFr.
128 GB239,95 Euro260.23 SFr.
 USB 2.0 (i-FlashDrive MAX U2)
16 GB65,00  Euro70.50 SFr.
32 GB89,00  Euro96.52 SFr.
64 GB119,95 Euro130.08 SFr.
128 GB219,95 Euro238.54 SFr.

Fazit

Das i-FlashDrive MAX ist wie die Vorgängermodelle auch ein interessantes Produkt, das die grosse Stärke in der Nichtnotwendigkeit einer Internetverbindung hat. Kostspielig ist die Lösung dennoch, wenn man bedenkt, dass das iPhone 6 Plus von 16 GB zu 64 GB lediglich 100 Euro bzw. 120 SFr. Aufpreis kostet. Wer aber eine einfache Backuplösung für den Urlaub in Regionen mit schlechter Internetanbindung sucht, ist mit dem i-Flashdrive MAX sicherlicher gut bedient.

vg-wort
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