Mo. 25. Juli 2016 um 14:41

Review: Ebook Reader Touch Lux 3 von PocketBook im Kurztest

von Bernd Günther0 Kommentare

E-Book Reader sind klein, handlich, bieten eine extreme Akkulaufzeit und haben enorm viel Platz für die geliebten Bücher. Logisch! Der Speicher muss auch nicht viel tragen können ausser in vielen Fällen eben den Text. Das sind nur ein paar Kaufargumente, die für so ein schickes Teil sprechen. So hat man eine ganze Bibliothek im Rucksack oder in der Handtasche immer dabei. Der Touch Lux 3 von PocketBook hat also Avancen zum treuen Begleiter zu werden und steht in Konkurrenz mit dem Amazon Kindle.

Das Gerät – Design und Handhabung

Der Touch Lux 3 legt das Hauptaugenmerk auf das natürliche Lesen. Daher  verbaut PocketBook im Touch Lux 3 ein stromsparendes, 6 Zoll grosses E-Ink-Carta Display. Es bietet 16 verschiedene Grautöne und löst mit 212 ppi auch ausreichend scharf auf. Mit diesem Display sehen die Seiten aus, wie aus einem echten Buch. Umrahmt wird es von Kunststoff, in den wählbaren Farben Schwarz, Dunkelgrau und Weiss. Unter dem Display findet man vier Tasten, einmal die Buttons um vor und zurück zu Blättern, die Einstellungen und den Home-Knopf, der einen immer wieder zur Startseite führt. Die Rückseite besteht aus einer schwarzen Softtouchoberfläche und trägt deutlich zu einem guten Grip bei. Mit seinen Massen von 174.4 mm x 114.6 mm x 8.3 mm (HxBxT) und einem Gewicht von 208 Gramm ist der kleine Reader recht handlich. Auf der Unterseite befindet sich ein microSD-Steckplatz (für Karten bis zu 32 GB), der Ein-/Ausschalter und die Micro-USB-Buchse um den Speicher des E-Readers zu befüllen oder um den 1’300 mAh grossen, festverbauten Akku zu laden. Mit dem mitgeliefertem USB-Kabel lädt der Akku in gut 2.5 Stunden voll auf und hält dann locker über einen Monat durch. Das Gehäuse ist gut verarbeitet, denn nichts knarzt und die Tasten haben einen festen Druckpunkt.

Funktionsumfang

Der E-Reader kommt mit vielen Formaten klar. Egal ob E-Books im EPUB DRM, EPUB, PDF DRM, PDF, FB2, FB2.ZIP, TXT, DJVU, HTML, DOC, DOCX, RTF, CHM oder TCR-Format. Alles stellt er fehlerlos dar. Auch Bilder (JPEG, BMP und PNG) sind möglich, wenn auch nur schwarz-weiss. Um Bücher auf das Gerät zu verfrachten, kann man nebem dem USB-Kabel auch den Webshop nutzen oder man gibt seinen Adobe- oder Dropbox-Account an. Der Touch Lux 3 hat eine integrierte Abschaltautomatik, wenn über einen längeren Zeitraum keine Tasten- oder Touchgesten ausgeführt werden. Das schont den Akku. PocketBook verzichtet auf ein 3G-Modul, stattdessen hat man nur ein WiFi-Modul eingebaut. Ebenfalls sucht man Lautsprecher, eine Kamera oder einen schnellen Prozessor vergebens. Für einen reinen E-Reader aber zu verschmerzen.

 

Interessant: Es sind sogar kleinere Spielchen vorinstalliert, die neben dem Lesen für einen kleinen Zeitvertreib sorgen sollen. Ausgiebig getestet haben wir das allerdings nun nicht. Ebenfalls nett ist die Integration der deutschen Langenscheidt Übersetzungsbücher von Deutsch <-> Englisch und dass diese zu jedem Zeitpunkt während des Lesens zur Verfügung stehen. Dies war aber bereits schon beim Vorgänger der Fall und wird auch weiterhin unterstützt.

 

Bedienung

Nachdem man den E-Reader eingeschaltet hat bekommt man auf der Startseite einen Überblick über die letzten Bücher, den Zugang zum Browser, zum Shop oder zur Bibliothek. In der Bibliothek findet man alle Bücher nach Titel alphabetisch geordnet. Per Touch kann das gewünschte Buch ausgewählt werden. Das lässt uns direkt auf den Prozessor zurückkommen, denn der Touch Lux 3 nimmt sich jedes Mal die ein oder andere Sekunde Zeit, um auf eine Berührung zu reagieren. Das ist ebenfalls so, wenn man mit den Tasten auf der Front die Seiten umblättert. Da hätte ein schnellerer Prozess sicherlich gut getan und so die Bedienung etwas komfortabler machen können.

 

Ebenfalls komfortabel ist die Verwendung eigener Schriften die im Einstellungsbereich vorgenommen werden können und auch ein Lesen im Querformat ist möglich, falls dies gewünscht sei. Des Weiteren ist auch die Verwaltung der Bücher über Ordner in einer Art Explorer ebenfalls ein nettes Gimmick.

Fazit

Der Touch Lux 3 überzeugt in seinen Funktionen und Extras. Einzig der Prozessor ist ein kleiner Kritikpunkt, da er die Arbeitsgeschwindigkeit einbremst und hier wohl nicht ganz an das Niveau der Kindle-Devices heranreicht. Das E-Ink-Carta Display stellt die Seiten sehr natürlich dar und bietet mit 212 ppi auch eine gute Auflösung. Egal ob nur 20, 50 oder über 100 Seiten auf einmal, die Augen schmerzten im mehrwöchigem Testzeitraum nie. Da macht Lesen gleich viel mehr Spass, als auf einem multifunktionalen Tablet der Fall ist. Aber dafür sind E-Ink-Displays nun einmal konzipiert worden. Es ist ja schliesslich ein reiner E-Book Reader!

 

Angesiedelt ist der Touch Lux 3, im PocketBook Shop selbst, mit 99 Euro eher im Mittelpreis-Segment. Für E-Book-Einsteiger ist der Touch Lux 3 trotzdem zu empfehlen und durchaus eine Alternative zur hochpreisigen Konkurrenz.

Das könnte Sie auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Teilen