Mi. 26. März 2014 um 16:01

Review: Das Samsung Galaxy S5 in einem Ersteindruck

von Marcel Laser0 Kommentare

Wir haben uns die Gelegenheit zunutze gemacht, dass das neue Flaggschiff der Südkoreaner in diversen Elektronikmärkten und Samsung-Flagship-Stores noch vor Marktstart ausgestellt wird. Hier konnten wir in angenehmer Atmosphäre des Samsung Stores im MediaMarkt in Wien-Mitte in einem persönlichen Gespräch und einer Demo das SGS 5 ein wenig begutachten. Wir haben unsere Ersteindrücke mit denen von Barcelona vereint und in einem Artikel nun für euch zusammengefasst, um euch die Wartezeit auf Samsungs neuesten Highend-Wurf ein wenig zu versüssen. Unser Dank geht an dieser Stelle vor allem an den Samsung Store im Media Markt Wien-Zentrum, wo Mitarbeiter Michel sich exklusiv die Zeit genommen hat, uns das Gerät etwas näher zu zeigen. So konnten wir ausführlich damit herumspielen, einige Bilder knipsen und so auch endlich einen Ersteindruck in schriftlicher Form einreichen. Viel Spass beim Lesen!

 

Gewohnt gut verarbeitetes Plastik in einer stark ähnlichen Optik zum Vorgänger

Was uns ein wenig enttäuscht hat, ist die allgemeine Optik des Galaxy S5. Seit geraumer Zeit hofft man nun schon bei jedem Nachfolger auf ein Redesign des Android-Flaggschiffs. Und auch in diesem Jahr passierte da nicht viel. Die Rückseite ist nun perforiert und fühlt sich in der Tat deutlich griffiger an als die doch recht glitschigen Vorgänger Galaxy S4 und S3, welche noch eine Rückseite im Klavierlack-Look besitzen. Das Galaxy S5 ist nun neuerdings aber durch IP67 zertifiziert worden und ist dadurch vor eindringendem Staub und Wasser geschützt. Während der Handhabung fiel zudem auf, dass das S5 leicht, aber doch merklich, Speck angesetzt hat. Während das S4 noch nahezu in das Plastik-Korsett des S3 gepasst hatte, so ist das S5 mit 141.8 x 72.4 x 8.2 bei 144 Gramm in den Massen doch etwas voluminöser als der Vorgänger. Allerdings fällt das nicht unangenehm auf, es liegt dennoch recht gut in der Hand.

 

Klasse Display und eine starke Hardware sorgen für richtiges Highend-Feeling

Gerade das Display fiel uns schon in Barcelona scharf ins Auge, sprichwörtlich und vor allem auch positiv! Das in der Highendklasse mittlerweile etablierte 1920 x 1080 auflösende Pixel-Panel ist bei 5.1 Zoll nicht nur gestochen scharf (432 ppi), sondern bietet zudem exzellente Blickwinkelstabilität. Die sonst bei AMOLEDs kritisierten übermässig strahlenden Farben waren nun nicht mehr so in der Form vorhanden, wie es bei älteren AMOLEDs der Fall war, sondern man findet hier mittlerweile einen guten Kompromiss durch einen hohen Kontrast ohne ein Einbrennen der Farben in der eigenen Netzhaut. Uns hat das Display wirklich mehr als nur gut gefallen.

 

Auch im Inneren setzt Samsung auf potente Komponenten: Ein Snapdragon 801 QuadCore mit 2.5 GHz und 2 GB RAM sorgen für den Antrieb. Die grafische Darstellung übernimmt eine Adreno 330 QuadCore GPU, welche ausreichend Power haben dürfte, um auch aufwendige Spiele ruckelfrei auf das Display zu zaubern. Trotz der mittlerweile überraschenden 2 GB RAM (viele Geräte sind mittlerweile bei 3 GB angekommen), ist das Galaxy S5 allerdings extrem schnell. Die in unserem Review zum Samsung Galaxy S4 in der TouchWIZ-UI festgestellten Miniruckler in manchen Situationen konnten nun zu keiner Zeit erfasst werden. Entweder ist der Takt der CPU nun hoch genug, oder Samsung hat deutlich mehr überarbeitet als nur die Optik seiner eigenen Benutzeroberfläche. MicroSD-Slot, WLAN im a/c Standard, DLNA, NFC und ein Herzfrequenzmesser unter der ebenfalls überarbeiteten 16 MP Kamera sind mit an Bord.

 

Neue TouchWIZ Oberfläche und einige Samsung-spezifische Software-Features

Wie von Samsung nicht anders gewohnt, ist auch weiterhin die hauseigene TouchWIZ-UI installiert, doch diesmal in einer neuen Version, welche optisch leicht überarbeitet wurde. Die Icons sind nun etwas flacher, die Einstellungen wurden umstrukturiert und erscheinen nun in einem bunteren Stil. Auch das Notification Center hat ein wenig Überarbeitung erfahren, die Symbole lassen sich neu anordnen und wurden generell im Aussehen angepasst.

 

Zudem installiert Samsung viele neue eigene Anwendungen. Eine davon findet aber besondere Aufmerksamkeit: Samsungs S Health App ist die erste Anlaufstelle für Fitness jeglicher Art und stellt hier eure Statistiken zusammen. Dabei kann man sich auf die Sensoren im Galaxy S5 zusammen mit dem neuen Pulsmesser verlassen oder aber auch zusammen mit der Galaxy Gear Fit koppeln. Aus den Statistiken heraus könnt ihr euch so Tipps holen, eure Ernährung planen oder jede Menge andere Dinge unternehmen, die zu eurer Gesundheit beitragen sollen.

 

Des Weiteren konnten wir den „extremen“ Stromsparmodus von Samsung kurz begutachten. Die Anzeige auf dem AMOLED wird dann in einem Schwarz/Weiss-Farbschema angezeigt, in dem vor allem der Schwarzanteil extrem hoch ist. Wie wir alle wissen, sind schwarze Pixel bei AMOLEDs deaktiviert und daher soll dieser Modus für eine extrem erhöhte Akkulaufzeit sorgen. Das müssen wir uns allerdings in einem Alltagstest genauer anschauen.

 

Fingerprintsensor durften wir leider nicht ausprobieren

Bei der Nachfrage, den Fingerprintsensor im Homebutton des Samsung Galaxy S5 ausprobieren zu dürfen, wurden wir freundlich zurückgewiesen. Daher können wir hier noch keine genaue Prognose ziehen. Auch auf dem MWC 2014 in Barcelona war es uns nicht möglich, den Sensor zu testen, daher behalten wir uns hier ein vorläufiges Urteil erst einmal vor. Wir werden uns diese Komponente im Vergleich zu Apples iPhone 5s dann im bald kommenden ausführlichen Review zur Brust nehmen. Das Rennen bleibt also in dieser Disziplin mehr als nur spannend. Zumal diese Technik bis heute kontrovers in der Community diskutiert wird.

 

Fazit des ersten Eindrucks

Das Galaxy S5 von Samsung ist durch und durch Highend und so fühlt es sich auch an. Allerdings ohne wirklich spektakulär zu sein, was uns wiederum ein wenig auf den Boden der Tatsachen holt. Was allerdings ebenfalls mit der hohen Erwartungshaltung zusammenhing: Erwartet wurde ein Redesign, unter Umständen auch mit Metal, ein deutlich höher auflösendes Display und Samsung schürte zudem mit einigen Entwicklungen über die Zeit Gerüchte über die Verwendung eines eigenen 64-Bit Prozessors. Nichts davon ist bisher eingetroffen und so kümmerten sich die Südkoreaner um Altbewährtes und verpassten dem Galaxy Modell lediglich ein leichtes Facelift, welches sowohl die inneren als auch äusseren Werte leicht anhebt.

 

In der Gesamtsumme scheint das Galaxy S5 allerdings ein sehr gutes Gerät zu sein und wir freuen uns auf das bald in unserer Redaktion eintreffende Review-Device! Im ausführlicheren Testbericht findet ihr dann weitere Infos zur Kamera, dem Fingerprintsensor, weiteren Softwarefeatures wie den extremen Stromsparmodus und wie sich das Gerät dann letztendlich doch im Alltag schlagen wird. Für weitere Eindrücke gibt es noch einige Bilder vom Galaxy S5 von Samsung in einem separaten Album.

vg-wort
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