Do. 20. November 2014 um 14:49

Review: Das Meizu MX4 im Test – Powerphone aus China

von Marcel Laser2 Kommentare

Inhaltsverzeichnis

  1. Saubere Verarbeitung und ein schickes Design
  2. Gehobene Ausstattung und sehr schneller MediaTek Prozessor
  3. Ungewöhnliche Auflösung aber gutes IPS Panel
  4. Tolle Ansätze in der Software mit einigen Mängeln in der Ausführung
  5. Überdurchschnittliche Kamera ohne echte Highlights
  6. Gute Akkulaufzeit und Empfangsqualität
  7. Fazit

Saubere Verarbeitung und ein schickes Design

Das Meizu MX4 ist eines von wenigen Smartphones aus China, welches nicht einfach im europäischen Handel bezogen werden kann, ausser über Importeure wie z. B. Lenteen. Jedenfalls noch nicht! Denn bald soll es auch in Europa aufschlagen und damit hat es dem sehr beliebten Konkurrenten Xiaomi dann doch etwas vorweg. Denn bisher ist keines der Modelle, sowohl von Xiaomi oder eben auch Meizu offiziell bei uns erhältlich und Xiaomi will auch noch nicht expandieren. Meizu dreht den Spiess allerdings nun um und wird demnächst auch bei uns aufschlagen. Grund genug für uns, das Flaggschiff MX4 der Chinesen einen ersten Vorabtest zu widmen.

 

Das Design macht hier schon einmal einen guten Eindruck. Wir haben es hier nicht mit einem schlecht verarbeiteten Klon zu tun, sondern einem eigenen Gerät mit eigener Charakteristik. Am ähnlichsten sieht das Gerät noch dem iPhone 3G bzw. dem iPhone 3GS von Apple, jedenfalls wenn man es nur von vorn betrachtet und selbst dann gehört eine gehörige Portion Willen dazu, es auch so zu erkennen. Nichts klappert oder knarzt, die Tasten für Standby/On-Off und die Lautstärkeregler sitzen fest im Gehäuse und haben einen angenehmen Druckpunkt. Die Rückseite besteht zwar aus Kunststoff, fühlt sich aber hochwertig und griffig an. Der leicht angeraute Touch lässt auch eine Spur von Grip aufkommen, ein wenig rutschig bleibt es aber dennoch.

 

Das MX4 von Meizu ist allerdings ein Stück breiter als vergleichbare Geräte, was vor allem an dem leicht breiteren Display und seiner Auflösung liegt, was aber kaum ins Gewicht fällt. Mit 144 x 75.2 x 8.9 mm hat es eine angenehme Grösse für Smartphones dieser Klasse. Das liegt aber auch daran, dass das Display fast die gesamte Front einnimmt, ähnlich wie beim LG G3 aus Südkorea. Das Gewicht ist mit 147 Gramm zwar nicht gerade leicht, doch muss man ebenfalls erwähnen, dass es sehr angenehm in der Hand liegt. Es trägt vor allem zur subjektiven Wertigkeit bei. Das Meizu MX4 fühlt sich schlicht und ergreifend klasse an.

 

Nettes optisches Gimmick: Der kleine kapazitive Kreis, welcher hier den Homebutton darstellt, beherbergt eine LED, die beim Nachrichteneingang blinkt. Allerdings ist es kein aufblinken, sondern ein leichtes Einleuchten, welches auch langsam wieder abklingt und sich dann stetig wiederholt. Das ist durchaus mal was anderes und sieht zudem auch noch sehr ansprechend aus.

Gehobene Ausstattung und sehr schneller MediaTek Prozessor

Aber nicht nur das Design des Meizu MX4 trägt zum Spass des Smartphones bei: Die sehr gute Ausstattung hat ebenfalls einige Wörtchen mitzureden. Das 5.3 Zoll IPS Display mit 1920 x 1156 Auflösung ist hier ein kleiner Sonderling in dieser Kategorie. Im Inneren werkelt ein MediaTek OctaCore Prozessor mit vier 2.2 GHz Cortex A17 Kernen und vier weiteren stromsparenden Cortex A7 CPUs mit 1.7 GHz. Flankiert wird der SoC von 2 GB RAM. Als GPU verwendet Meizu die G6200 von Imagination Technologies. Der Hersteller der Grafikeinheit ist jedenfalls nicht unbekannt, auch Apple setzt seit Jahren auf die Chips des Herstellers und hat bisher auch die Krone der Grafikleistung auf dem Kopf. Der G6200 ist allerdings ein deutlich schwächeres Modell als die von Apple eingesetzten Chips von Imagination Technologies. Des Weiteren kommen Bluetooth 4.0, NFC und GPS zum Einsatz. WLAN ist ebenfalls mit a/b/g/n und ac samt DualBand grosszügig ausgestattet. Als Speichervarianten stehen 16, 32 und 64 GB zur Auswahl. Die Kamera knippst mit 20 Megapixeln und besitzt sogar einen LED Dual-Blitz.

 

Der schnelle MediaTek Prozessor bildet hier das Herzstück und legt eine ausserordentlich hohe Performance an den Tag. In Benchmarks, die rein auf die Leistung der acht verbauten CPUs abzielen, ist dieser der gesamten hochpreisigen Konkurrenz aus dem Android-Lager ebenbürtig. Das liegt vor allem daran, dass beispielsweise AnTuTu oder Geekbench 3 alle acht Kerne des Prozessor auslasten und für die Berechnung nutzen können. Unter Android wird dieser Fall nahezu nie eintreten, da vor allem die meisten Apps die Flut an Kernen nicht unterstützt. Viele einfache Programme setzen bis heute auf einen oder maximal zwei Kerne. Nichtsdestotrotz reibt man sich beim um die 340 Euro teuren Meizu MX4 ungläubig die Augen: Das Device zieht in der reinen CPU Performance mit einem Galaxy Note 4 gleich.

 

Die GPU ist zwar nicht das Mass aller Dinge, doch verrichtet sie im Rahmen der gebotenen Auflösung ihren Dienst. Spiele wie Real Racing 3 werden zwar heruntergrechnet und laufen dann entsprechend weit entfernt der nativen Auflösung doch laufen diese permanent flüssig und so bleibt der Spielspass nicht auf der Strecke. Dead Trigger, Riptide GP2 und Asphalt 8 werden ebenfalls in verminderter Qualität dargestellt, doch leisten sich diese auch hier keine Ruckler, was essentiell für einen guten Spielbetrieb ist. Allerdings ist die GPU nicht so stark wie aktuelle Adreno Chips. Während der Prozessor eine hohe Rechenleistung entfalten kann und auf dem Level der derzeitigen Flaggschiffe mit Snapdragon 805 liegt, so ist die Grafikleistung ebenfalls als gut einzustufen, allerdings eher auf dem Level zwischen Adreno 320 und der Adreno 330 GPU, welche noch im Snapdragon 800/801 zum Einsatz kommen.

 

Generell ist die Alltagsperformance mustergültig. Die Oberfläche ruckelt nicht ein einziges Mal im ganzen Testbetrieb und auch rechenintensive Apps wie Navigationslösungen von Navigon laufen ohne jegliche Probleme. Die Routenberechnung ist schnell, Webseiten rendern ebenfalls in hoher Geschwindigkeit und generell macht das Meizu MX4 eine sehr gute Figur, was die interne Hardware betrifft.

Ungewöhnliche Auflösung, aber gutes IPS Panel

Während die innere Hardware schon für eine grössere Überraschung sorgte, ist auch das verwendete IPS LCD Panel ein echtes Highlight. Etwas seltsam mutet allerdings auf den ersten Blick das verwendete Format an: 1920 x 1153 ist hier eher ungewöhnlich, doch für 5.3 Zoll ergibt sich hier eine leicht höhere Pixeldichte als bei vergleichbaren Modellen. Das China-Phone kommt hier auf ca. 442ppi. Durch das Format ist das Display des Meizu MX4 daher leicht breiter als beispielsweise beim iPhone 6 Plus, aber im Vergleich auch etwas kürzer. Es hat dadurch nicht das 16:9 Format fast aller gängigen Flaggschiffe, sondern eher ein 5:3 Format, was zu ganz kleinen schmalen Balken an den oberen Rändern in FullHD Videos führt. Wirklich störend ist das nicht, wenn wir einmal davon ausgehen, wie wenig Rand das gesamte Display überhaupt hat. Und das ist tatsächlich phänomenal!

 

Denn der Rand ist wirklich nur extrem dünn. Im Portrait-Modus nach links und rechts ist kaum eine Linie auszumachen, was für eine super Platzausbeute spricht. Nach oben und unten hin ist hingegen schon wieder etwas mehr Luft, allerdings hält es sich im Rahmen, da Geräte wie das iPhone mit dem runden Homebutton noch etwas mehr Luft lassen. Das Meizu MX4 hingegen hat einen kleinen kapazitiven Touchbutton als Homebutton integriert, was im Gegensatz zum mechanischen Pendant im iPhone 6 Plus doch deutlich weniger Platz einnimmt.

 

Die Blickwinkel sind extrem stabil und das Display produziert ein sehr kräftiges Farbspektrum. Welcher Hersteller hier seine Panels unterbringt, ist zwar noch nicht bekannt, hochwertig ist das allemal. Allerdings muss man auch festhalten, dass das iPhone 6 Plus hier immer noch die Nase vorn hat, das Display im Apple Phone wirkt einfach noch einen Tick lebendiger. Das Meizu misst sich aber mühelos mit der Konkurrenz im Toppreis Niveau und serviert hier ein ordentliches Gesamtpaket im Mattscheiben-Sektor. Hohe Auflösung und ein qualitativ hochwertiges Panel sorgen für den Pluspunkt. Die kuriose Auflösung hingegen könnte manche Leute stören, fällt allerdings nur auf dem Blatt Papier auf. Inkompatibilitäten mit Apps, Spielen und anderen Anwendungen fanden wir dadurch keine. Auch das Plus an Pixeldichte sollte selbst jeden Zahlenfreak-Theoretiker zufriedenstellen. Die Anzeige ist in jedem Fall hervorragend.

Tolle Ansätze in der Software mit einigen Mängeln in der Ausführung

Während man von der Hardware schwärmen kann, die für diesen Preis mit allen Topmodellen der Konkurrenz mitzuhalten scheint, stossen wir allerdings bei der Software auf stellenweise eklatante Ecken. In erster Linie sollte aber festgehalten werden: Das Meizu MX4 ist bisher nur im asiatischen Raum – speziell in China – erhältlich. Allerdings soll es eine ganze Menge anderer Sprachen unterstützen, unter anderem auch Englisch und Deutsch. Behaltet diese Info so an sich erst einmal im Hinterkopf, kommen wir erst einmal zu den recht interessanten Funktionen.

 

Denn besonders gut gefällt hier vor allem das eigene Multitasking System, welches mal einen etwas anderen Ansatz verfolgt. Am Anfang ist es absolut nicht einfach, dieses erst einmal zu finden. Doppeltippen auf den Homebutten, genau wie lange gedrückt halten, führen nicht zum Erfolg. Um die im Hintergrund laufenden Apps aufrufen zu können, muss lediglich vom untersten Bildschirmrand hochgewischt werden. Dadurch öffnet sich eine Leiste, welche geringfügig mit dem ersten Multitasking-System von iOS 4 zu vergleichen ist, allerdings schiebt sich hier nicht das Display hoch, sondern die Leiste legt sich über den unteren Teil der Anzeige. Dort hat man nun in kleinem Format eine Übersicht über die Apps, die im Hintergrund liegen, welche mit den jeweiligen Icons angezeigt werden. Nachteil: Man sieht nicht in welchem Status sich die App gerade befindet, was bei fast allen Multitasking Anzeigen von Android-Geräten möglich ist. Man sieht halt nur die Symbole und kann diese nach oben rauswischen. Persönlich finden wir den Ansatz aber ganz schick und es ist mal seit längerer Zeit wieder was anderes.

 

Ebenfalls interessant ist das sogenannte App-Grid, welches eigentlich nicht vorhanden ist. Genau wie bei Huawei oder Xiaomi verzichtet der Hersteller bei seiner eigenen Oberfläche Namens Flyme auf ein separates App-Grid, wo alle installierten Apps zu finden sind. Stattdessen ist der Homescreen auch sofort die Anzeige für alle installierten Apps. Somit ist ein Anlegen von Shortcuts nicht möglich. Zumindest so lange, bis man selber einen alternativen Launcher wie Apex oder Nova nachinstalliert.

 

Lustig wird es aber erst dann, wenn man sich genauer im System umschaut. Ihr habt den Punkt mit den angesprochenen Sprachverhältnissen noch im Kopf? Sehr gut, denn hier fangen nämlich schon die ersten Bugs an, sofern man das als Bug bezeichnen darf. Stellt man das Gerät auf deutsch, bekommt man gleich drei Sprachen eingestellt, die das System durchziehen. Die Wetter-App hat dann beispielsweise englische Einstellungen und zeigt die Städte in chinesischen Schriftzeichen an. Eine Meldung beim Öffnen einer neu installierten App poppte ebenfalls in Chinesisch auf, doch stand unter der Meldung „Bestätigen“ und „Cancel“. Konsequent ist das nicht und so findet man sich grösstenteils nur mit Suchen zurecht. Wer also weit kommen will, sollte immer einen Finger auf der Google Übersetzung haben, um am Ende nicht unbeabsichtigt seine Seele zu verkaufen. Der Changelog von Updates für die Firmware ist ebenfalls immer komplett in Chinesisch, was eine Analyse der Änderungen und das Herausfinden hinzugefügter Features stark erschwert.

 

Das Gerät wird ohne installierte Google Dienste ausgeliefert und Meizu nutzt seinen eigenen App Stores. Die Google Dienste müssen erst alle noch installiert werden und erst dann habt ihr auch Zugriff auf deutschsprachige Programme. Alternative App Stores wie Amazon oder eben Googles Play Store lassen sich aber ohne Probleme installieren.

 

Toll ist aber auch die Handhabung im Notification Center: Dort lassen sich beispielsweise unter dem WLAN-Shortcut auch die zur Verfügung stehenden Funkverbindungen auswählen, was die Auswahl stark erleichtert, ohne in die Einstellungen des Systems wechseln zu müssen. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber sie bringt schon einen gewissen Grad mehr an Komfort mit sich.

Überdurchschnittliche Kamera mit einer tollen Applikation

Wie die bisherige Hardware auch ist die Kamera ebenfalls ein echter Hingucker. Die 20.7 Megapixel, welche hier bereitgestellt werden, scheinen jedenfalls einen ausserordentlichen Job zu verrichten. Die Fotos sind scharf, zeigen durch die 20 MP auch viele Details und Farben werden kontrastreich dargestellt. Zwar ist die Kamera in der Gesamtqualität hinter Apples iPhone 6 Plus Smartphone anzusiedeln, platziert sich aber durchaus zwischen den meisten Topmodellen. Der Funktionsumfang ist ebenfalls ordentlich: Panorama, Zeitlupenvideos, Zeitraffer, Nachtmodi, Makros und viele weitere Einstellungen lassen sich vornehmen. Dabei funktioniert die App ähnlich wie bei der Kamera auf den iPhone Modellen: Durch Wischen blättert man die einzelnen Modi durch. Fotos werden zügig geknipst und verarbeitet.

 

Der Nachtmodus versucht zwar ein Optimum aus schlechten Lichtverhältnissen zu kitzeln, aber auch hier funktioniert das Ganze nur bedingt. Wie jede Smartphonekamera stösst auch hier das Meizu MX4 an ihre Grenzen. Der Dual LED Blitz reicht auch nur maximal 1.5 Meter weit, was das Ergebnis in offener Umgebung auch nicht mehr wirklich beeinflusst. 

 

Videoaufnahmen werden in 1080p bei 30 Bilder pro Sekunde vorgenommen und die Qualität geht in Ordnung. Eine digitale Bildstabilisierung sorgt für die nötige Ruhe, doch funktioniert das nur bedingt. Zittrige Hände fallen beim Filmen definitiv auf. Alles in allem ist das Kamerapaket allerdings sehr gelungen und hat uns gefallen. Zumal man immer noch den Preis des Meizu MX4 vor Augen haben sollte. 

Gute Akkulaufzeit und durchschnittliche Empfangsleistung

Der mit 3’100 mAh angegebene und nicht entfernbare Akku macht seinen Job ordentlich. Die Akkulaufzeit kann an dieser Stelle getrost als gut bezeichnet werden. Bis zu zwei Tage sind bei normaler Nutzung durchaus drin, solange man die Display-On-Zeit nicht auf extreme Werte bringt. Da ich aus beruflichen Gründen sehr viel am Smartphone hänge und viele Mails und Nachrichten versenden muss, einige Videos auch auf dem Smartphone schneide und bearbeite, kam ich gut einen ganzen Tag aus und hatte noch mit rund 20 Prozent am nächsten Tag ein wenig Luft. Somit ist die Laufzeit ähnlich der des Galaxy S5 von Samsung, welches ebenfalls bei uns im Test mit einer sehr guten Laufleistung überzeugte. An das iPhone 6 Plus von Apple kommt das Meizu trotz stärkeren Akkus aber noch nicht heran. Allerdings verspricht der Hersteller ein Update auf Android 5.0 und somit sollten auch die von Google bereitgestellten Optimierungen für eine höhere Laufzeit auf dem Meizu MX4 landen. Wie sich das allerdings auswirken wird, wissen wir indes noch nicht.

 

Weniger prickelnd ist allerdings die Empfangsleistung. Während die WLAN Verbindung als gut zu bezeichnen ist, habe ich mit dem Meizu MX4 in meinem persönlichen Bunker, welchen ich auch liebevoll als mein zu Hause bezeichne, kaum Empfang. Mein Heim hat eine elektrische Fussbodenheizung auf mehrere Etagen verteilt, was oft zu kritischen Funkblockaden führt. Oft ist dadurch die Verbindung im Handynetz sehr ungleichmässig. Das Meizu bildet hier keine Ausnahme und so sind 1-2 Balken (von 5) GPRS das Höchste der Gefühle. Zum Vergleich: Sobald ich das Haus verlasse, ist UMTS auf Anschlag. Geräte wie das Galaxy S5 erreichen im gleichen Netz an denselben Stellen bei mir zu Hause sogar Edge.

 

Allerdings ist mein Haus auch eine Art Extremumgebung. In „freier Wildbahn“ oder in der Testzeit bei Freunden hatte ich kaum Probleme und der Empfang war stabil.

Fazit: Tophardware mit Verbesserungsbedarf bei der Software

Generell können wir das Meizu MX4 empfehlen, allerdings sollte hier auch erst einmal der Wille zum Basteln im Vordergrund stehen. Die Software scheint alles andere als fertig, obwohl man sagen sollte, dass es für die Chinesen durchaus funktioniert, aber wir können mit den Symbolen nicht viel anfangen. Zwar werden andere Sprachen wie Deutsch oder Englisch angeboten, doch ist die Software noch lange nicht fertig und daher zeigt sich das Gerät beim Einschalten eher dreisprachig (deutsch, chinesisch, englisch). Aber immerhin weiss ich jetzt, wie mein Wohnort in chinesischen Schriftzeichen aussieht.

 

Die Hardware ist allerdings exzellent, denn nicht nur die Verarbeitung und Haptik haben einen gewissen Reiz. Das Meizu MX4 strotzt mit seinem OctaCore Prozessor nur so vor Kraft. Die vier Cortex A17 Kerne sind nicht nur zusammen stark, sondern liegen auf einem Level mit dem Snapdragon 805 in der Einzelkern-Leistung. Die GPU ist ebenfalls in Ordnung und reicht zum Spielen aus. Das Display ist toll anzuschauen, die Kamera macht gute Bilder und generell überzeugt das Gesamtkonzept.

 

Problematisch wird es allerdings bei der Bestellung, denn offiziell ist das Meizu MX4 noch nicht in Europa erhältlich, sondern muss importiert werden, was demnach auch Zoll-Gebühren mit sich bringen würde. Allerdings hat Meizu bereits bekannt gegeben, seine Geräte bald nach Europa zu bringen und so sollte man zumindest bei Interesse noch ein wenig warten. Dafür lockt ein angenehmer Preis von ca. 340 Euro z. B. bei Lenteen, was in etwa 410 SFr. ausmachen sollte. Einzig und allein die Software muss eine vollständige Übersetzung erfahren.

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2 Antworten zu “Review: Das Meizu MX4 im Test – Powerphone aus China”

  1. Paul Pyzik sagt:

    das jetzt aber die normale und nicht die Pro Version oder? An sich wie die PRO Version viel Hardware für relativ wenig Geld. Jedoch wirkt die Version genau wie die PRO Version wie eine Mischung aus Iphone und Samsung nur mit einer für mich billig aussehenden Rückseite

  2. desertmann sagt:

    Hallo erstmal in die Runde.
    Schönes Review Danke dafür.

    Wie schaut es denn mit LTE in der DACH region aus?
    Ich habe bis jetzt nicht lesen können das es funktioniert.

    Sowohl beim Pro als auch bei der Normalen Version werden nicht die richtigen Bänder unterstützt.

    Konnte wer da schon Erfahrung sammeln?

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