Fr. 29. August 2014 um 21:59

Review: Das Lumia 530 im Test

von Alexander Spindler5 Kommentare

Inhaltsverzeichnis

  1. Lieferumfang
  2. Design und Haptik
  3. Technische Details
  4. Display
  5. Performance und Akkulaufzeit
  6. Software und gerätespezifische Besonderheiten
  7. Kamera, Sprachqualität und Empfang
  8. Fazit

1. Lieferumfang

Auch das Lumia 530 kommt in der neuen quadratischen Verpackung in die Läden, die seit der Übernahme von NOKIA durch Microsoft für jedes Lumia verwendet wird. Und auch bei dem Einsteigergerät setzt sich der knapp bemessene Lieferumfang fort, denn viel ist nicht aus der Packung zu entnehmen:

  • Nokia Lumia 530,
  • Nokia Micro-USB-Schnellladegerät AC-60,
  • Nokia Micro-USB-Lade- und Datenkabel CA-190CD,
  • Kurzanleitung.

Wie bereits beim Lumia 930 fehlt das Headset respektive die Kopfhörer im Lieferumfang. Derzeit wird laut Produkthomepage ein zusätzliches Cover in schwarz beigelegt. Das gehört nicht zum Standard-Lieferumfang und scheint eine Aktion zum Verkaufsstart zu sein.

 

2. Design und Haptik

Unser Testgerät, was uns bereits vor dem offiziellen Release von Microsoft übersandt wurde, kommt wegen der Verkaufsbeginnaktion mit zwei Covern daher. Wie lange diese Aktion andauert, kann ich nicht sagen. Die erste abnehmbare und frei austauschbare Rückseite ist grün, das zweite Cover, das aus der Aktion, ist schwarz. Freilich ist die Farbwahl wieder eine äusserst individuelle Entscheidung, aber NOKIA bietet hier auch die Möglichkeiten, sich sein Wunschcover auszusuchen. Die Farben sind mit Orange, Grün, Weiss und Schwarz an die des Flaggschiffs Lumia 930 angelehnt.

Vom Design her ist das Lumia 530 ein Device, was definitiv aus der Masse heraussticht. Es ist auf der Rückseite sehr abgerundet und insgesamt recht dick geraten. Die Abrundungen an der Seite sorgen trotz der hohen Gerätedicke dafür, dass das Smartphone nicht ganz so klobig in der Hand liegt. Das Polycarbonat fühlt sich hochwertig und geschmeidig an, weswegen die Haptik als sehr gelungen zu bewerten ist. Optisch ist es übrigens recht ungewohnt, keine kapazitiven Windows Tasten vorzufinden. Denn ähnlich wie beim Lumia 630 werden die Windows Tasten auf dem Bildschirm dargestellt. Vom Design her konnte man den Wegfall dieser Tasten nicht merklich nutzen. Unterhalb des Displays ist immer noch ein recht breiter schwarzer Bereich.

Ist das Gerät nun schön oder nicht? Diese Frage kann man sich selbst anhand der Bilder beantworten.

3. Technische Details

Prozessor

Prozessorname:

Prozessortyp:

Qualcomm Snapdragon™ 200

Prozessortyp: Quad-Core 1.2 GHz

Speicher

RAM:

Massenspeicher:

Unterstützte Speicherkartentypen:

512 MByte

4 GB

microSD-Speicherkarten, (max. 128 GB)

Hauptkamera

Sensorgrösse:

Fokus (Typ): Autofokus:

Sensorgrösse:

Blende:

Brennweite:

Schärfenbereich (Minimum):

Unterstützte Fotoformate:

5 MP

Fixfokus

1/4 Zoll

2.4

28 mm

60 cm

JPEG/EXIF

Display und Sensoren

Grösse:

Auflösung des Displays:

Anzeigefunktionen:

Displayfarben:

Seitenverhältnis:

Pixeldichte:

Display-Technik:

4 Zoll

FWVGA (854 x 480 Pixel)

Lagesensor, Lumia Farbprofil

TrueColor (24-Bit/16,7 Millionen Farben)

16:9

246 ppi

LCD

Akku

Akku:

Akkukapazität:

Akkuspannung:

Vom Nutzer austauschbarer Akku:

Stand-by-Zeit (max.):

Sprechzeit (GSM, max.):

Sprechzeit (UMTS/3G, max.):

Musikwiedergabe (max.):

Videowiedergabe (max.):

Internetzugriff über WLAN (max.):

Kabelloses Aufladen:

Nokia Akku BL-5J

1430 mAh

3.7 V

Ja

22 Tage

13.4 Std.

10 Std.

51 Std.

5.5 Std.

7.8 Std.

8.5 Std.

Verbindungen

SIM-Kartentyp:

Ladeanschlüsse:

AV-Anschlüsse:

Systemanschlüsse:

USB-Anschluss:

Bluetooth:

Unterstützte Bluetooth Profile:

 

 

 

 

WLAN:

WLAN-Sicherheit:

 

 

 

 

Micro-SIM-Karte

Nein

3.5-mm-Audio-Anschluss

Micro-USB-Anschluss Typ B

USB-Anschluss: USB 2.0

Bluetooth Spezifikation 4.0

Advanced Audio Distribution (A2DP) 1.2, Phone Book Access (PBAP) 1.1, Generic Attribute Profile (GATT), Audio/Video Remote Control (AVRCP) 1.4, Handsfree (HFP) 1.6, Object Push (OPP) 1.1.

WLAN IEEE 802.11 b/g/n

EAP-TTLS/MSCHAPv2, WPA, WEP, EAP-AKA, EAP-MS-CHAP v2, WPA2 (AES/TKIP), WPA2-Enterprise, WPA2-Personal, EAP-TLS, WPA-Enterprise, EAP-SIM, WPA-Personal

Datenübertragung

WCDMA-Netz:

WCDMA max. Datengeschwindigkeit Download:

WCDMA max. Datengeschwindigkeit Upload:

GSM-Netz:

GSM max. Datengeschwindigkeit Download:

GSM max. Datengeschwindigkeit Upload:

900 MHz, 2100 MHz

 

HSDPA – 21.1 MBit/s

 

HSUPA – 5.76 MBit/s

850 MHz, 900 MHz, 1800 MHz, 1900 MHz

EGPRS 236.8 KBit/s

EGPRS 236.8 KBit/s

Abmessungen

 

Länge:

Breite:

Höhe:

Gewicht:

119.7 mm

62.3 mm

11.7 mm

129 g

 

 

4. Display

NOKIA verbaut im günstigsten Smartphone der eigenen Lumia Reihe ein 4 Zoll Display mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixel. Ganz klar, hier wird als erstes gespart, wenn ein Low-Budget Smartphone zusammengestellt wird. Und so ist das Display auch eine der Schwachstellen des Geräts aus Sicht eines Testers. Die begrenzte Auflösung stellt Inhalte nur in befriedigendem Masse dar, die Kontraste sowie die Farbwiedergabe sind allenfalls ausreichend. Zudem spiegelt das Display enorm und das nicht bei der Benutzung im Freien, sondern bereits bei Nutzung in Räumen. Grundsätzlich werden die Inhalte nicht klar und scharf dargestellt. Das liegt unter anderem an der Beschichtung des Displays selber, was äusserst anfällig für Fingerabdrücke ist und jegliche Fettrückstände geradezu abspeichert.

Unter normalen Gesichtspunkten ist das hier ein Display, was mit einer Schulnote ausreichend noch gut wegkommt.

Beim Lumia 530 sind aber andere Massstäbe anzusetzen, was sich im günstigen Preis begründet. Wer für unter 100 Euro bzw. unter 150 Sfr. ein Smartphone kauft, muss insbesondere beim Display Abstriche in Kauf nehmen. Das Display ist unter Berücksichtigung dieser Umstände absolut in Ordnung und wird dem sehr günstigen Kaufpreis absolut gerecht.

 

5. Performance und Akkulaufzeit

Was besonders positiv auffiel, ist die insgesamt gute Performance. Ruckler treten nur ab und an mal auf, wenn man viele Apps im Task-Switcher offen hat und zwischen ihnen hin und her springt. Ansonsten öffnen die Systemanwendungen wie Email HUB oder Internet Explorer schnell, letzterem ist auch beim Surfen eine solide Geschwindigkeit zu attestieren, Dritthersteller-Applikationen benötigen hingegen hier und da längere Ladezeiten. Die grundsätzliche Performance ist aber, auch hier wieder unter Berücksichtigung des sehr günstigen Kaufpreises, befriedigend und kann auch jemandem gefallen, der ansonsten mit dem Lumia 930 unterwegs ist.

 

Die Akkulaufzeit zeigt sich ebenfalls erfreulich gut. Auf dem Gerät ist Windows Phone 8.1 mit dem neuesten Lumia Cyan Update vorinstalliert und hier hat Microsoft tatsächlich ganz gute Arbeit hinsichtlich der Akkuperformance abgeliefert. Der 1430 mAh Akku liefert für einen vollen Tag ordentlich Strom, lässt es aber auch zu, auf eine Laufzeit von zwei Tagen zu kommen, je nach Nutzung.

 

6. Software und gerätespezifische Besonderheiten

Ab Werk wird das Lumia 530 mit Windows Phone 8.1 und dem CYAN Update ausgeliefert. Das Einstellen von Hintergrundbildern und das Benachrichtigungscenter sind wie gewohnt mit an Bord. Und obwohl das 530 nur ein 4 Zoll Display aufweist, kann man die dritte Kachelreihe aktivieren. Zugegeben, die kleinste Kachelgrösse ist dann geradezu mickrig, weswegen ich das Aktivieren dieser Option nicht empfehlen würde.

Neu ist ab Windows Phone 8.1 die Möglichkeit, die Windows Tasten nicht mehr unterhalb des Displays hardwaremässig zu verbauen, sondern sie auf dem Touchscreen anzeigen zu lassen. Das Lumia 530 macht hiervon genauso wie das 630 Gebrauch. Es ist etwas ungewöhnlich für ein Windows Phone und der wirklich spürbare Platzgewinn unterhalb des Displays ist minimal.

 

Auch beim Einsteiger-Lumia kann man Apps wie die Nokia Camera App nutzen oder auf die zahlreichen Here Anwendungen zurückgreifen. Man wird hier in keiner Weise eingeschränkt.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle ein Specialfeature, was den unterpreisigen Lumias vorenthalten bleibt. Die Cover sind wechselbar und auch der Akku ist herausnehmbar, was für manche Kaufentscheidungsgründe sein könnten.

Zudem verfügt das Lumia 530 über einen SD-Karten Slot. Der magere Speicher von 4 GB, von dem das System 2.1 GB in Anspruch nimmt, kann so erweitert werden. Maximal 128 GB grosse SD Karten sind verwendbar.

Was fehlt, ist die Kamerataste an der Geräteseite. Man muss so per Kachel oder über das Benachrichtigungscenter zur Kamera gelangen, was stellenweise etwas unpraktisch ist.

7. Kamera, Sprachqualität und Empfang

Die Fotos sind in Ordnung, mehr auch nicht. Was wirklich stört, ist das fehlende LED Blitzlicht sowie eine Frontkamera. Letztere ist für Skype erforderlich und ein Blitzlicht ist grundsätzlich von Vorteil, da man nicht nur bei guten Lichtverhältnissen Fotos machen will.
Die Sprachqualität und der Empfang des Geräts sind befriedigend. Der Lautsprecher könnte etwas lauter sein. Aber hier liefert NOKIA für die Preisklasse das ab, was man erwartet. Alles im soliden Rahmen, mehr darf man hier auch nicht verlangen.

 

8. Fazit

Das Lumia 530 ist ein guter Nachfolger zum 520. Dennoch ist es fraglich, ob man die ganzen Abstriche, vom fehlenden LED Blitz bis hin zur nicht vorhandenen Frontkamera, unbedingt machen will.
Für viele Leserinnen und Leser dürften sich überdies weitere Fragen aufdrängen: Wieso gibt es eigentlich das 530? Wo ist hier die Daseinsberechtigung, wenn man mit dem Lumia 630 ein Device hat, was mehr bietet und für gerade mal 109 Euro bzw. 149 Sfr. derzeit in den Läden steht? Wieso muss man dazu noch ein Smartphone in den eigenen Reihen haben, was 10 Euro bzw. 20 Sfr. günstiger ist?
Hier verstehe ich die Produktpolitik nicht wirklich. Somit kann ich als Fazit nur anraten, schaut euch das Lumia 630 an, vergleicht die Preise und vor allen Dingen schaut auf die neuen Einsteigermodelle der Konkurrenz, die sogar mit LED Blitzlicht und Frontkamera erhältlich sind.

 

Dementsprechend ist das Fazit, betrachtet man das Lumia 530 isoliert, ein gutes, über den Tellerrand blickend aber nur ein mittelprächtiges. Ob man aus Sicht von Microsoft im nächsten Jahr tatsächlich jede 100er Zahl mit einem Lumia versehen muss, sollte man überdenken. Falls man aufgrund der Grösse aber zu einem 4 Zoll Gerät tendiert, so ist das Lumia 530 in jedem Fall keine schlechte Wahl.

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5 Antworten zu “Review: Das Lumia 530 im Test”

  1. kluivert sagt:

    Naja, das 630 kostet aber laut uvp 50€ mehr. Wenn würde ich auch statt zu 630 zum 620 greifen !!!

  2. Setter sagt:

    Wollt gerade sagen, das 620 dürfte da immer noch das bessere Gerät sein. Da hat man kaum abstriche und ein wirklich ordentliches Display was auch eine gute Lesbarkeit bei direkte Sonneneinstrahlung ermöglicht. Einzig das Radio fehlt und der Akku ist etwas schwach. Aber aus meiner Sicht ist es besser als das aktuelle 530 und vermutlich auch 630.

  3. WarmRed sagt:

    Das ist ja ein Ziegelstein, sieht nicht wirklich sexy aus das Lumia 530.

  4. Slimmer2 sagt:

    Schade das es weniger Speicher hat als sein Vorgänger.
    4GB sind zu wenig für Smartphone egal on Android oder Windows Phone

  5. pfefferminzbln sagt:

    Das heutige 630 ist der eigentliche Nachfolger des 520.
    Das 530 liegt noch eine Klasse unterhalb des 520, wird auch sicherlich mittelfristig zum Straßenpreis von vielleicht 69 EUR über die Theke gehen.

    Um Marktanteile in Schwellenländern wie China oder Indien zu generieren ist es unumgänglich ein Smartphone im Portfolio zu haben, das zu Preisen erhältlich ist, zu denen man kürzlich nur Featurephones erhalten hat.
    In diesen Ländern ist zudem die Steuerlast nicht so hoch und Gema-Abgaben u.Ä. dürften dort auch nicht anfallen, so dass solche Einsteigergeräte dort durchaus für 50$ vertickert werden dürften.

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